Der Grund für die dreisten iPhone Tarife
Geschrieben von Gregor Nathanael Meyer um 16:2326 06 2008
Beim lesen der Kommentare zu Gerrit van Aakens iPhone Wunschtarif ist mir der Frage Antwort eingefallen: 42! Die Lösung hingegen zur Frage, warum in aller Welt T-Mobile einen breiteren Markterfolg des iPhone mit derart geisteskranken Tarifen zu verhindern weiß, muss etwas komplizierter lauten:
T-Mobile bekommt einfach nur wenige Geräte von Apple geliefert und wenn man eh nur 100.000 iPhones absetzen kann (limitierender Faktor), dreht man den Preis eben so weit rauf, bis man etwa auf diese 100.000 Verträge kommen wird. So spart man sich einerseits wütende Leerausgeher und maximiert gleichzeitig den Ertrag. So muss es einfach sein ;), denn bei T-Mobile hat man die Tarife mit Sicherheit durch 1001 MaFos abgesichert und mit dem daraus generierten Wissen im Hinterkopf würde man nicht ohne weiteren Grund so dreiste Tarife am Markt vorbei platzieren. Oder ist das gar nicht am Markt vorbei?
Vielleicht ist der Grund nämlich auch schlicht der, dass die ganzen Apple-Jünger mit ihrer Hirnerektion beim bloßen Gedanken an so ein hocherotisches Gerät jeden Preis bezahlen würden, und sei er noch so dreist (gute Nutten sind allemal teurer). Man kann dann so schöne Kurven malen und einen Preis am Schnittpunkt berechnen, bei dem man am meisten verdient. Und wenn der so hoch ausfällt, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass offenbar genug Idioten unterwegs sind, die solche weltfremden Tarife auch zu zahlen bereit sind. Manchem ist auch Geld in dieser Größenordnung schlicht egal. Pah, wen interessieren schon niedere vierstellige Beträge? Und diese Leute werden es durchaus begrüßen, dass nur jeder 1000ste Deutsche so ein Gerät mit sich herumträgt und zur Schau stellt. Da ich niemanden mit T-Mobile-iPhone-Vertrag kenne, aber einige mit iPhone ist es vielleicht inkl. Dunkelziffer auch nur jeder 500ste Deutsche. Wo kämen wir denn hin, wenn die Prepaid-Kiddies und die Studenten das gleiche Edel-Telefon hätten, wie anständige Leute?
Wir wollen ja bei alledem nicht vergessen, dass das iPhone ein reinrassiges Oberklasse-Produkt ist. Wer Oberklasse haben will, muss auch Oberklasse bezahlen. ABS und Airbags gabs auch zuerst in Autos, die sich kaum jemand leisten konnte. Wo also bleibt das Volks-iPhone?
P.S. Hoffentlich mahnen die Bild-Leute mich jetzt nicht ab, weil ich Volks-XY gesagt habe… Egal: Jehova, Jehova!
Nachtrag: Der 200MB Kommentar zu Gerrit van Aakens Wunschtarif war offenbar sinnlos und ist entfallen.
Kategorien : Zeitgeist
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