Urlaub machen

28 12 2009

Ich mache Urlaub, ich weiß, es ist kaum zu glauben. Denn ich fahre nicht gerne in den Urlaub, erst recht nicht, wenn ich knapp bei Kasse bin. Und schon gar nicht eine ganze Woche. Nun haben wir aber schon seit Jahren vor, zu Sylvester ein Haus am Meer mit Sauna klar zu machen. Und weil über Sylvester alle Häuser eine Mindestmietzeit von einer Woche haben, oder wenn sie weniger zulassen, das gleiche kosten, wie andere Häuser eine ganze Woche, sind wir jetzt gleich eine ganze Woche am Start. Naja und knapp bei Kasse bin ich zur Zeit glücklicher Weise (zumindest theoretisch) auch nicht so wirklich. Da wir nicht irgendwo hin fliegen, ist das Ganze sogar umwelt- und geldbeutelmäßig vertretbar.

Bleibt die dritte Einschränkung: Online sein im Urlaub. Bisher hieß Urlaub für mich, weitgehend auf Internetzugriff zu verzichten. Erst fiel diese Grenze durch sowieso gebuchte Datenflatrates bei Deutschland-Kurztrips, jetzt sind wir auch im Haus in Holland für 20€ Aufpreis online. Ich bin gespannt, wie das da realisiert wird; dabei hoffe ich auf einen WLAN-Router im Haus, rechne aber irgendwie mit einer Telefondose, an der man ein Modem anschließen kann und für 9¢/min online gehen kann. So habe ich das nämlich in Krankenhäusern und Reha-Buden in den letzten Jahren immer wieder gesehen. Wie auch immer, ich nehme vorsichtshalber eine Fritz!Box mit. Wär doch gelacht. Eine Woche ohne Online-Zugriff geht für mich nun mal nicht, zumindest nicht freiwillig. Ich weiß, dass andere das als befreiend empfinden; ich tue das nicht. Ich finde auch barfuß in der Stadt laufen nicht befreiend oder auf papierdünnen Strohmatten auf Steinböden in irgendwelchen abgeschiedenen Klöstern zu nächtigen. Weil man da so zu sich findet und so. Fuck Leute: Man kann sich seinen Alltag auch so einrichten, dass man genug Möglichkeiten zum in sich kehren hat. Stress vermeiden und vielleicht gelegentlich mal ein Joint sind da schon sehr hilfreich. Oder man macht zweimal die Woche Yoga oder was auch immer. Für mich ist Urlaub jedenfalls selten befreiend gewesen, sonder eher eine stressige Angelegenheit. Wenn man nach Hause kommt und vor Anstrengung erst mal pennen muss, um danach ein paar Tage damit zu verbringen, wieder auf den aktuellen Stand zu kommen, dann kann ich da keine echte Entspannung erkennen. Um es mit Deichkind zu sagen: Urlaub vom Urlaub". Andere lassen sich die Zeitung in den Urlaub nachschicken, ich brauche eben Internetzugang. So einfach ist das. Keine Ahnung, wieso ich mich da immer rechtfertigen muss.

Es gibt noch eine vierte Einschränkung: Nach Weihnachten ist bei mir seit 10 Jahren traditionell Weihnachts-Netz angesagt, die ich jetzt schweren Herzens sausen lassen muss. Sehr schade. Aus diesem Grund kam bisher auch für mich nie ernsthaft ein Besuch beim Chaos Communication Camp in Frage. Jetzt ist es so weit: Ich kaufe mir einen langärmligen und langbeinigen Spießer-Pyjama und fahre statt mit den Jungs (und Mädels) die Nächte mit Killerspielen und so zu durchzechen in den Sylvester-Urlaub. Ja, ich gehe ganz offensichtlich auf die 30 zu. Und was soll ich sagen? Ist gar nicht so doof, wie das immer dargestellt wird.

Jetzt muss ich mich aber schnell fertig machen und packen, denn gleich geht es schon los. Zu viert in meinem Jazz, das wird kuschelig.


Urlaubsnotizen

16 10 2008

Ich bin zurück aus dem Urlaub. Ein guter Freund antwortete neulich auf die obligatorische na, wie war der Urlaub? Frage mit einem simplen aber kraftvollen Satz: Alltag anderswo. Dazu sollte erwähnt werden, dass der Typ tatsächlich auch außerhalb von Urlaubszeiten nichts produktives – im Sinne von Geld einbringen – macht. Mir ist es anders ergangen, also das krasse Gegenteil von Alltag. Um den Rahmen nicht zu sprengen habe ich mich kurz gefasst (lol), musste aber trotzdem einen erweiterten Eintrag schreiben, weiter geht es also mit meinen ausgewählten Teneriffa-Notizen nach dem Klick.

Richtigstellung: Ich habe das kraftvolle Alltag anderswo Zitat etwas ungenau dargestellt. Besagter guter Freund hatte tatsächlich einen eher alltäglichen Urlaub hinter sich und moniert jetzt meine aus dem Zusammenhang gerissene Zitierung: Wäre er auf Teneriffa gewesen, wär das nicht alltäglich gewesen. Wie schlimm wäre das auch, wenn ein Urlaub auf Teneriffa einem alltäglich vorkäme. Wie zynisch und abgefuckt wäre man und woran hätte man noch Freude?


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Wir suchen einen Nachmieter

04 10 2008

So, nun haben wir doch mal eine Wohnung nach unseren Vorstellungen bekommen. Gut. Deswegen suchen wir für unsere hübsche und unfassbar praktisch gelegene (eigentlich will ich hier gar nicht weg) Wohnung einen Nachmieter zum November. Falls also jemand jemanden kennt, der eine große Altbauwohnung im lässigen Flingern-Nord sucht, schickt den am besten auf meine Seite dafür: der-meyer.de/nachmietergesucht/

Also ran an den Speck. Am liebsten würde ich ja eine Verlängerung der WG-Nutzung hier drin sehen, aber für eine drei-bis vierköpfige Familie eignet sich die Wohnung auch prima.

P.S. Ach ja: Vom 07.10. bis zum 13.10. sind wir im Urlaub. In der Zeit müssten Interessenten mit unserem Mitbewohner sprechen oder bis zum 13. warten. Also noch dieses Wochenende vorbei kommen wär ne gute Idee.


Thesis abgegeben

24 08 2007

Juhu, ich bin frei!1 Warum? Ich habe gerade eben meine Thesis2 persönlich beim Prüfungsamt abgegeben. Noch mal zur Erinnerung, mein Thesis-Thema lautete:

Vertrauen der User in Soziale Netzwerke - Analyse und Bewertung von Maßnahmen zur Erkennung von Fake-Usern in Erotik-Communities

Abgabetermin ist eigentlich erst der folgende Montag. Umso froher bin ich, das Ding rechtzeitig abgegeben zu haben und mich nicht noch das Wochenende stressen zu müssen. Ach ja, wer meine Thesis mal lesen möchte, dem schicke ich sie gerne zu. Vielleicht veröffentliche ich sie auch zu einem späteren Zeitpunkt hier im Blog. Wenn ich die Note habe? Mal schauen.

Und jetzt? Erst mal etwas chillen und dann frisch an Werk bei meinem neuen Projekt, das ein wenig mit dem Thema meiner Thesis gemein hat. Mehr verrate ich hier und jetzt nicht.

Mein Dank gilt übrigens den Autoren Wiechers und Pflitsch, die mir mit ihrer Studie Online-Dating-Report 2005 sehr weiter geholfen haben.


1: Das Ausrufezeichen sei hier mal erlaubt
2: Abschlussarbeit beim Bachelor und Master


Wer braucht schon Klofrauen?

24 08 2006

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Uni in den Semesterferien der vorlesungsfreien Zeit an den Klofrauen spart. Das Klo hier stinkt von Tag zu Tag mehr nach Pisse und die wasserlosen Urinale versiffen auch immer mehr. Bah, so langsam kann man gar nicht mehr in Ruhe scheißen gehen, weil einem dann die Ratten über die Füße springen würden. Aber für die paar Mitarbeiter der Uni und FH braucht man ja die Klos nicht zu putzen. Irgendwie scheinen auch fast alle im Urlaub zu sein. Aber dafür bekommen wir trotzdem alle Nase lang die Mülltüten im Büro ausgewechselt. Super, was? Leider wird dafür der Boden offenbar niemals gewischt.

Aber so ist das halt in einem Verwaltungsjob.


Klebende Unterarme

26 07 2006

Bah! Seit Tagen fallen mir immer wieder gute Ideen für neue Blogeinträge ein. Nur: Ich hab keinen Bock, die aufzuschreiben, weil meine Unterarme beim schreiben so widerlich am Tisch fest kleben. Und überhaupt ist es viel zu schwitzig zum schreiben. Also nicht wundern, dass ich im Moment nichts von mir gebe. So ne Art Urlaub…


Verdammtes Namensgedächnis

19 07 2006

Ich habe ein wirklich schlechtes Gedächnis für die Namen anderer. Das war schon immer so und es hat mich auch schon immer in peinliche Situationen gebracht. Fragt mich nicht, wie ich jetzt darauf komme, aber gestern Abend habe ich mich mal wieder über diese eine Sache geärgert:

Ich habe mal im Jahr 2001 im Urlaub ein Mädel angelabert. Am Strand. Ein gemischter Strand auf Rügen, aber wegen einem bösen Sonnenbrand war ich zur Ausnahme mal nicht nackt. Sie auch nicht, ihre Familie war wohl nicht so typisch Ossi. Egal, ich hatte sie schon ein paar Tage im Auge und sie hatte das offenbar bemerkt, also ging sie mit ihrer Schwester (völlig überflüssig) nah an mir vorbei. Das sah ich als Aufforderung an und hab das erste mal in meinem Leben ein wildfremdes Mädel angegraben. Bevor wir uns missverstehen: Es war nie nötig gewesen! Das bequeme Leben eines modernen Jungen in den 1990ern. Egal, das wollte ich gar nicht erzählen.

Ich hatte jedenfalls irgendwie Erfolg, wahrscheinlich weil ich so charmant sein kann ;). Wie auch immer, ließ sich ihre Schwester in dem Moment, als ich sie anlaberte zurückfallen. So ein Zufall… Nach einigen Kilometern Spaziergang am Strand ging sie wieder zu ihren Eltern. Mist, ich hab sie nicht nach ihrem Namen gefragt! Das konnte ich am Abend nachholen, als sie ihre Eltern vorgehen ließ. Also ging ich hin und fragte sie nach ihrem Namen. Romantisch bei Sonnenuntergang. Einige Minuten später ging ich wieder weg und hatte keine 10 Meter entfernt den Namen wieder vergessen. Könnt ihr Euch das vorstellen? Ich vergesse den Namen von nem Mädel, das ich erfolgreich angelabert habe sofort wieder. Bitter, oder?

In den folgenden Tagen war sie mit ihren Eltern auf der stinklangweiligen Insel unterwegs und kam erst an meinem Abreisetag morgens an unserem Zelt vorbei, als wir gerade am abbauen waren. Zeit für ein kurzes Gespräch beim Pfand wegbringen. Tja Mädel, schade, wär sicher interessant gewesen. Nach dem Namen konnte ich nicht mehr fragen, das wär zu peinlich gewesen. Ich weiß nur noch, dass sie in dem Jahr (genau wie ich) Abi gemacht hatte und aus Plauen kam. Ich kann mir geographische Angaben 100%ig merken, aber keine Namen. Ich hatte sogar sofort eine präzise Vorstellung davon, wo Plauen liegt. Ich habs nicht anders verdient.

Irgendwie würde ich gerne noch mal mit ihr sprechen. Ich weiß zwar nicht wieso, aber über die Jahre hat mich das immer tierisch geärgert. Ich glaube, sie hieß Angelika. Ob das stimmt weiß ich nicht. Ich werde mich immer ärgern, dass ich den Namen von so einem süßen Mädel sofort wieder vergessen konnte.


Endlich sowas wie Ferien

18 07 2006

Heute habe ich massig Output. Dass muss daran liegen, dass ich endlich die blockierende Klausuren- und Hausarbeitenphase hinter mir habe. Also keine Studienaufgaben bis Ende September. Geil. Einfach nur ein wenig arbeiten zwischendurch und zu Sachen kommen, für die man sonst keinen Kopf hatte. Viele, viele Blog-Einträge schreiben zum Beispiel. Oder den Sommer genießen. Oder ewig verschleppte Aufträge abarbeiten.


Irodion macht Ferien

08 07 2006

Verdammt! Unsere WG-Stammpommesbude Irodion macht Urlaub. Einen ganzen Monat lang. Aber die beiden Irodion-Leute wären nicht die Checker des Stadtteils, wenn sie sich ihrer sozialen Verantwortung nicht bewusst wären. Was sollen die armen Stammkunden denn in der Zeit essen? Und Semesterferien sind auch noch, also keine Mensa. Hilfe! Aber tada, die Lösung folgt sogleich: Jeden Mittwoch machen die ihre Bude auf. Keine Ahnung, ob die extra aus Griechenland angeflattert kommen oder gar nicht weg fliegen.

Also für die nächsten vier Wochen gilt: Mittwoch ist Irodion-Zeit!