Ich bin wohl ein Agnostiker
Geschrieben von Gregor Nathanael Meyer um 16:4819 10 2007
Sowas: Ich war mit dem Begriff Atheist für mich nie wirklich zufrieden. Die Richtung stimmt, aber es traf die Sache nie ganz. Mario Sixtus stieß mich mit seinem XING-Profil (Dipl. Agnostiker) gerade eben schließlich auf einen passenderen Begriff: Agnostizismus. Aus der Wikipedia dazu:
Der Agnostizismus (latinisierte Form des altgriechischen ἀγνωστικισμός agnōstikismós, von ἀγνoεῖν a-gnoein "nicht wissen"; vergleiche Gnostizismus) bezeichnet die philosophische Ansicht, dass bestimmte Annahmen – insbesondere theologischer Art, welche die Existenz oder Nichtexistenz eines höheren Wesens wie beispielsweise eines Gottes betreffen – entweder ungeklärt, grundsätzlich nicht zu klären oder für das Leben irrelevant sind (letztere Haltung wird auch als Ignostizismus bezeichnet).
[…]
Ein Agnostiker sagt:
Ich weiß nicht, ob es irgendwelche Götter gibt.Ein Ignostiker sagt:Ich weiß nicht, ob es irgendwelche Götter gibt, und es würde auch keine Rolle spielen.
Aha, dann bin ich wohl ein Agnostiker, gut zu wissen. Eigentlich vertrete ich sogar häufiger die Idee des Ignostizismus, bin also eigentlich ein Ignostiker (und schwacher Atheist), aber mit diesem Begriff kann dann nun wirklich kaum noch jemand was anfangen. Also wieder einen Schritt weiter bei der Selbstfindung. Ich bin zu Hause! ;) Man beachte auch die (unzureichend belegte) Liste der bekannten Agnostiker im oben verlinkten Wikipedia-Artikel.
Nachtrag 18:32: Nein ihr Bildungsbürger da draußen, ich kannte den Begriff vorher nicht. Wisst ihr auch warum? Weil ich weder FAZ noch Zeit lese und vor allem weil mein Philosophieunterricht offenbar nur haarscharf an dem Begriff vorbei geschrammt ist, als es um Gottesbeweise ging. Vielleicht habe ich auch einfach gerade nicht zugehört.
Kategorien : Persoenlichkeit-und-Ich
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