O2 Tarifumstellung mit Homezone-Nummernportierung
Geschrieben von Gregor Nathanael Meyer um 12:3324 11 2010
Demnächst läuft die Bindung an meinen alten O2 Genion L mit Handy aus, es gab also Handlungsbedarf in Sachen Handytarif. Genion L (Flat nach O2 und Festnetz, 19¢ in andere Netze und pro SMS) gibt es nicht mehr, ich hätte den aber verlängern können. Da ich die Variante mit Handyabzahlung hatte, aber gerade kein Handy brauche und mich auch nicht wieder für zwei weitere Jahre an einen Tarif binden wollte, war das keine Option. O2o ist attraktiv, aber den Kostenairbag würde ich nie erreichen und bei 15¢/min habe ich immer eine tickende Uhr im Hinterkopf, wenn ich telefoniere. Mag ich nicht, es muss also irgendeine Form von Flat ins Haus. Als Selbstständiger käme ich auch an den sehr attraktiven O2on-Tarif, der Flats in alle Netze und ins Internet für überschaubares Geld (ca. 35€) liefert. Aber so viel telefoniere ich dann doch nicht, dass sich das lohnen würde. Mit der Einführung des iPhone bei O2 gibt es aber einen neuen, sehr schönen Tarif mit dem nichtssagenden Namen O2 Blue 100 Flex. Dahinter steckt für 18€ im Monat (10% Rabatt Selbstständige) eine Flat ins O2-Netz, 100 (momentan sogar 120) Inklusivminuten in andere Netze und das Internet-Pack-M mit Drosselung nach 300MB Volumen. Wenn man sich 24 Monate bindet, bekommt man eine SMS-Flat dazu. Das ist mein Tarif, denn mit den 100 Minuten kämme ich laut Hotline sogar ohne Flat ins O2-Netz bequem hin.
Das Problem ist aber, dass der Tarif keine Homezone mehr hat. Das begrüße ich grundsätzlich sehr, weil ich ausgerechnet zu Hause dermaßen schlechten Handyempfang habe, dass ich schon seit einiger Zeit alle Anrufer bitte, meine Homezone-Nummer nicht mehr zu benutzen. Eine Portierung kommt mir also sehr gelegen, denn an die Regel hält sich kaum einer. Nun fängt der komplizierte Weg an, denn so eine Portierung aus bestehendem vertrag ist wohl nicht ganz so einfach. Mein erster Gesprächspartner an der Vertragsverlängerungs-Hotline erklärte mir nach Rücksprache mit der Kundenbetreuung (und einem Rückruf), dass wir den Vertrag einfach umstellen, ich ein Fax mit Portierungsanweisung schicke und der der neue Provider 28 Tage Zeit hat, die dann freie Nummer zu portieren. Ein paar ereignislose Tage später habe ich dann noch mal nachgefragt und erfuhr diesmal, dass die Tarifumstellung erst nach der Portierung gemacht werden dürfe, weil sonst die Homezone-Nummer verfallen würde. Aha, also das genaue Gegenteil vom bisherigen Standpunkt. Sollte mir recht sein, die Portierung zu Sipgate war längst angetoßen und wurde eine Woche später auch erfolgreich durchgeführt. Nun bekam ich aber eine neue Homezone-Nummer zugeordnet, statt eine Umstellung auf O2 Blue. Also wieder ein Gespräch mit der Hotline und die Tarifumstellung noch mal beauftragen, am nächsten Tag war dann alles paletti.
Der ganze Vorgang musste zwar mehrmals von mir angestoßen werden (schon OK, denn Umstellung und Nummer weg wäre doof), aber insgesamt bin ich beeindruckt von der Selbstständigen-Hotline: Alle Gesprächspartner waren kompetent, freundlich und ohne Telefonmenü-Marathon und längere Warteschleifen-Warterei zu erreichen. Jeder einzelne gab mir das Gefühl, dass sich um mein Anliegen gekümmert wird und offensichtlich werden die Informationen im CRM-System gut gepflegt: Jedes Telefonat war protokolliert worden, so dass der jeweilige Hotliner direkt im Bilde war. Das ist in etwa der Gegenentwurf zur 1&1-Hotline, deren einzige Aufgabe offenbar darin besteht, 9 von 10 Anrufer abzuwimmeln bzw. hinzuhalten und bei einem mal eine Rückfrage an die interne Hotline zu stellen, die dann tatsächlich Befugnisse hat, irgendetwas zu veranlassen. Ernsthaft 1&1, das ist dermaßen unfassbar scheiße, dass ich wirklich keinesfalls noch mal irgendetwas mit Euch zu tun haben will. Ich kenne aber auch Leute, die bei der O2-Hotline seit Jahren durchgängig verarscht werden (Beispiel: Umstellung auf Vertrag ohne Laufzeit beauftragt, Verlängerung um ein Jahr bekommen). Ich weiß nicht, warum das bei mir anders ist. Vielleicht habe ich einen Vermerk nicht verarschen
in meinem Datensatz. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich Geschäftskunde bin. Ich kann mich aber auch nicht daran erinnern, als Privatkunde jemals ernsthaft verarscht worden zu sein.
Wie auch immer. Ich denke, dass einen ein Wechsel zu einem anderen Anbieter insgesamt nicht nach vorne bringt, selbst wenn man bei O2 verarscht wird. Auch von anderen Anbietern kennt man krasse Stories und die angeblich besseren Netze von T-Mobile und Vodafone sind nach meiner Erfahrung (zumindest in Düsseldorf) keinen Deut besser als O2. Das Magazin Connect sieht das Netz von O2 deutschlandweit insgesamt auf Platz 2 hinter Vodafone. Ich bleibe also bei O2, nun schon seit 11 Jahren.
Kategorien : Computer-und-Technik
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