Die Angst vorm Personalchef und die Authentizität

23 08 2009

Seit geraumer Zeit reift bei mir ein länglicher Blogeintrag zur Auffassung des Internets in den Köpfen derjeniger, die es nicht so recht verstanden haben. Nun gibt es im Spiegel Online einen Artikel zu genau diesen Themen, der im Grunde jedes weitere Wort überflüssig macht. Gut geschrieben und sinnvoll argumentiert, ohne wütend zu sein. Solche Artikel braucht es, vielleicht sollte der SPIEGEL sowas mal als Titelstory aufnehmen: Das missverstandene Netz.

Neben den anderen angesprochenen Punkten ist mir einer besonders wichtig: Die Angst vor dem Personalchef, der die Partybilder aus dem StudiVZ raussucht und gegen einen verwendet. Fuck Leute, wenn ein Personalchef Privatdetektive beauftragt, die einen Blick ins Privatleben seiner Mitarbeiter werfen, wäre das Geschrei groß. Das geht gar nicht, das gehört sich nicht, das macht man nicht, was für ein kranker Kontrollfreak. Exakt das gleiche gilt doch für Informationen, die online verfügbar sind. Das ist eine Frage des Stils, ein gesellschaftliches Problem und nicht eine Frage ob online oder offline. Soweit der Artikel.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Wer sich von sowas einschüchtern lässt, sollte tatsächlich keine Infos von sich ins Netz stellen und die Vorhänge zuziehen. Die Frage ist für mich aber, warum man sich vor einem (Personal)chef bezüglich seines Privatlebens verantworten muss. Muss man nicht, denn das Privatleben geht den Chef exakt nichts an, sofern es nicht den Beruf beeinflusst. Wenn mir ein Personaler beim Vorstellungsgespräch kompromittierende Fotos oder Details aus meinem Privatleben auf den Tisch legen würde, würde ich mit der Gegenfrage antworten, ob es Usus in seiner Firma ist, in die Privatsphäre seiner Mitarbeiter einzudringen. Falls er das tatsächlich bejaht (ohne wirklich gute Gründe dafür zu nennen) und die Sache weiter im Raum steht, würde ich gehen. Ich werde nicht bei einem oder für ein Unternehmen arbeiten, dessen Unternehmensethik derart verkommen ist.

Zudem wird ein Unternehmen, dass Bewerber mit betrunkenen Partybildern im StudiVZ nicht einstellt, früher oder später ein ernsthaftes Problem mit neuen guten Leuten haben: Die meisten Leute, die ich kenne und die ich für beruflich kompetent halte, haben mehr oder weniger viel mehr oder weniger kompromittierende Informationen über sich im Netz stehen. Und der letzte Punkt: Leute, die Angst haben, dass ihr Privatleben zu Problemen mit dem Chef führt, erwecken bei mir immer den Eindruck mangelnden Selbstwertgefühls, eines negativen Weltbilds, mangelnder Authentizität oder allem zusammen. Wer nicht zu all dem steht, was er tut, sollte sein Tun vielleicht einfach mal überdenken. Oder eben einfach keine Zeugnisse davon ins Netz stellen.

Womit wir beim letzten Punkt und einem weiteren Missverständnis sind: Genau diese Wahlfreiheit ist der entscheidende Unterschied zwischen freiwilligen Angaben über sich im freien Internet und staatlicher Vollzeit-Überwachung wie der Vorratsdatenspeicherung oder dem Bundestrojaner. Komisch, dass die gleichen Leute, die hierfür mit Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten argumentieren, auch die sind, die die Jugend für ihren gefährlichen Exhibitionismus kritisieren. Das ist schon ein Widerspruch. Ich blogge und twittere viel persönliches von mir, aber eben nur die Aspekte, die ich auch veröffentlichen möchte. Dass mein komplettes Telefonie-, Mail- und Surfverhalten, sowie meine Bewegungen im Handynetz unabhängig von jeglichem Verdacht für sechs Monate gespeichert werden, ist für mich jedoch ein unerträglicher Eingriff in meine Intimsphäre. Und eine Ungleichbehandlung ist es auch: Warum gilt diese Vorratsdatenspeicherung nicht auch für Briefe? Hier wäre es doch mindestens so relevant zu wissen, wer wann und wieviel mit wem Briefe schreibt. Dass ein Staat solche Informationen nicht sammeln darf, ist eine Errungenschaft des 17. und 18. Jahrhunderts, nennt sich Postgeheimnis und wurde mir in der Schule als wichtiger Eckpfeiler einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft vermittelt. Aber für Internet und Telefon gilt nun das nicht mehr, weil? Diese Frage ist bisher nicht schlüssig beantwortet.


Neue Verschwörungstheorie: Obama macht den Kennedy im Hubschrauber

02 03 2009

Aktuell geht eine Meldung durch die Presse, dass geheime Daten über Obamas Hubschrauber über eine P2P-Börse an die Öffentlichkeit gelangt sind und, oh weh, auf iranischen Webservern publiziert werden (etwa bei Heise: Daten über Obamas Hubschrauber auf iranischem Webserver). Dazu schoss mir sofort eine naheliegende Verschwörungstheorie in den Kopf: Da ist – vom wem auch immer – ein Anschlag auf Obama geplant bei dem Detailkenntnisse über Obamas Hubschrauber eine Rolle spielen werden. Und vorgreifend wird dieser iranischen Extremisten in die Schuhe geschoben, weil die ja Kenntnis diesen Interna erlangt haben. Das wäre ja ein prima Kriegsgrund, um endlich mal im Iran aufzuräumen. Solche Unterstellungen haben ja schon Tradition in der Kriegsgeschichte der USA. Vielleicht geht es aber auch einfach um einen Joker, den man in der Hinterhand haben will, wenn man Obama beseitigen möchte. Und den Internet-Präsident gerade mit dem Internet zu Fall zu bringen ist schon attraktiv für politische Gegner. Vielleicht misslingt der Anschlag ja auch nur knapp und bietet gleichzeitig super Argumente für die Wichtigkeit von Geheimdienstarbeit und die Einschränkung von Bürgerrechten. Vielleicht steckt ja auch Schäuble dahinter…

Jetzt mal im vollen Ernst: Die Story klingt vorne und hinten verdächtig. Da ist auf einem Rechner mit höchst geheimen Rüstungsdaten eine nicht näher genannte P2P-Tauschbörse installiert, die versehentlich die natürlich nicht besonders geschützt abgelegten Geheimdaten freigibt und einfach durch die Firewall einer Rüstungsfirma mit geheimen Daten kommunizieren kann. Hatte ich schon die Geheimheit der Daten erwähnt und die in solchen Fällen üblichen Sicherheitsvorschriften, die alles eher zulassen als eine P2P-Tauschbörse? Die Story stinkt allein schon aus dem Grund zum Himmel; wenn man etwas nachdenkt fallen einem noch viel mehr Sachen auf, die ich gar nicht niederschreiben will.

Wer Spaß an Verschwörungstheorien hat, kann sich ja mal seine Gedanken machen. Ansatzpunkte: Wer ist die Quelle (eine Sicherheitsfirma mit P2P-Fokus und ein Nachrichtensender ohne internationale Bedeutung)? Wer zieht wie Nutzen aus so einer Nachricht? Wofür ist sowas vielleicht in Zukunft nutzbar?


Mein Lifestream ist startklar

26 02 2009

Seit gestern ist meine Lifestream-Seite online und seit gerade eben auch der dazugehörige RSS-Feed. Damit biete ich Euch, liebe Leser, eine halbwegs übersichtliche und optisch erträgliche Möglichkeit, auf einen Blick zu sehen, was es bei mir Neues gibt.

Momentan könnt ihr dort neben Anreißern zu den jeweils letzten fünf Blogeinträgen und Kommentaren auch meine zehn neuesten Microblog-Einträge (Dents) sofort sehen. Wer etwas scrollt, findet weiter unten zehn neue Wong-Bookmarks und fünf neue Qype Bewertungen. Wenn ihr mit der Maus einen Moment über den Links verweilt, könnt ihr im Tooltip jeweils die Beschreibung bzw. einen Anreißer für den Text lesen.

Rechts daneben gibt es Links für alle Feeds einzeln und für den Gesamt-Feed. Der ist für diejenigen unter Euch, die Feeds nutzen, vielleicht eine gute Sache, bietet er doch alle meine aktuellen Inhalte chronologisch sortiert und halbwegs sinnvoll aufgearbeitet für den Feedreader der Wahl an. Ich habe mich hier entschieden, Titel und Autor möglichst aussagekräftig zu gestalten. Ich hoffe das ist mir gelungen.

Ich bin weiterhin und stets offen für Feedback.

Zum technischen Kram: Das Script für den ganzen Lifestream habe ich selber in PHP geschrieben und greife dabei auf das feine SimplePie für das Feed-Handling zurück, das ich um einige Funktionen zur Angleichung der Feedinhalte bereichert habe. Dazu musste ich die SimplePie-Klasse etwas erweitern und ein wenig was drumrum bauen. Wenn Interesse besteht, kann ich das Skript gerne unter einer liberalen Lizenz zur Verfügung stellen. Es ist recht allgemein gehalten und zentral konfigurierbar, vom Template für die Lifestream-Seite natürlich mal abgesehen, das muss jeder für sich selbst und jeden einzelnen Feed anpassen. Alternativ kann man auch ohne viel Eigenarbeit nur den Feedaggregator mit den feinen Angleichungsfunktionen nutzen: Feeds einfach nur zusammen mischen funktioniert nämlich nicht wirklich gut.


Malte/Paul

14 02 2009

Ich würde es twittern (identi.caen?), aber das würde nur unter gehen, also ein hochoffizieller Lesehinweis für euch Vögel, die ihr meinen Blog lest: Malte Welding, dessen meist großartige Schreibe für mich der Auslöser für mein Spreeblick-RSS-Abo war, schreibt nicht mehr für Spreeblick. Warum, kann nur vermutet werden; aber es klingt in der Art, wie darüber geschwiegen wird, irgendwie nach Streit. Naja, wie auch immer. Jedenfalls schreibt der Gute neben Twitter auch ein eigenes Blog und dort gibt es großartige Geschichten über Paul. Diese Geschichten gefallen mir derart gut, dass ich sie gesammelt als Buch sofort kaufen würde, egal ob sie nun autobiographisch, semi-autobiographisch oder frei erfunden sind. Ein gutes Beispiel ist diese Geschichte hier. Eine kurze Leseprobe daraus (Paul ist alleine im Zoo):

Ein grauhaariger Mann mit Taxifahrergesicht macht Nude-in-Public-Aufnahmen von einer hennafarbenen Swingerfresse. Immer, wenn niemand hinschaut, lüftet sie ihr Mini-Jeans-Röckchen und er fotografiert ihre lieblos rasierte Möse. Da ich allein bin und damit Niemand, sehe ich alles. Die Rasierpickel und die ausgefransten Schamlippen sehen aus wie ein Schaschlikteller oder Beweisfotos in einem Kriegsverbrecherprozess.

Wo ich sowas lese, bleibe ich.


Wackelnde Brüste und Moralvorstellungen eines bekannten iPhone-Herstellers

22 01 2009

Apple zensiert ja scheinbar nach Belieben unliebsame iPhone-Programme in seinem AppStore. Programme, die das iPhone als Modem nutzbar machen zum Beispiel oder richtige Navigationsprogramme wie den TomTom Navigator. Aus Angst vor wem auch immer – und vordergründig zum Schutze der iPhone besitzenden Jugend – hat man ein Programm mit dem schönen namen iBoobs aus dem AppStore gekickt. Ratet mal, was der Zweck des Programms war… Richtig: Mit dem iPhone Beschleunigungssensor (wie bei der Wii) konnte man Möpse wackeln lassen. Nicht auszudenken, wenn ein Minderjähriger damit Spaß mit mehr oder weniger natürlichen Bewegungen von halbnackten Brustbildern hätte haben können. Das geht natürlich nicht, also wech damit. Weil ja Waffen niemanden umbringen, sondern nur die Leute, die sie benutzen, hat es nun ein abstrakteres Programm in den AppStore geschafft, das exakt das gleiche macht, nur eben nicht ausschließlich mit Brüsten, sondern mit jedem dort hineingeladenen Bild. Die Frage bleibt, was man sonst derart zum Wackeln bringen sollte außer angemessen großen Brüsten. Sowieso ist der eigentliche Grund bestimmt die Frauenbewegung gewesen, die sich bei Apple über die unfaire Ungleichbehandlung von Frauen mit unterschiedlichen Oberweiten beschwert hat. Schlimm genug, dass Männer – diese rohen Gestalten – aus unverständlichen Gründen die Bewegung der weiblichen Brust verehren vergöttern verherrlichen. Nein: Frauen mit kleinen Brüsten mit unauffälligem Busen – was mir im Sinne eines Teils Frauenbewegung irgendwie vorteilhaft zu sein scheint – werden zutiefst in Ihrer Weiblichkeit gekränkt und diskriminiert. Oder so, was weiß ich…

Nicht nur wegen der Zensur wackelnder Brüste steht Apple in der Kritik, es wird ja alles mögliche zensiert, anderes dafür nicht. Die Fragestellung muss also sein, ob ein Hersteller frei nach Schnauze – also nicht nach allgemein geltenden Gesetzen – Inhalte und Programme auf seiner Plattform zensieren sollte oder nicht. Und erweitert stellt sich wieder mal die Frage, ob es gut sein kann, wenn ein solcher Hersteller die Alleinherrschaft über eine ausgesprochen wichtige Inhalteplattform hat. Das ist eines der Geschmäckle, die mich so sehr vom Apple-Wunderland fernhalten.


Musikalische Jugendsünden der 90er

12 11 2008

Im Spreeblick verreißt Malte Welding sehr treffend und lesenswert die schrecklichsten Lieder der 90er (bringt etwas Zeit mit für die Videos). Das schlimme an der Auswahl ist ja, dass ich auf etliche dieser Lieder total abgegangen bin, alleine in meinem Zimmer tanzend mit nicht wirklich funktionierender Lichtorgel und einer am Anschlag aufgedrehten Kompaktanlage etliche der Lieder hoch und runter gehört habe. Warum nur? Warum habe ich einen jahrelangen pubertären Ausflug in die Gruselmusik hinter mir, nach dem meine Musikhörkarriere doch so vielversprechend angefangen hatte. Immerhin waren meine ersten CDs (und damit meine ersten eigenen Tonträger) ein paar Kraftwerk-Alben und die großartige 4 Gewinnt von den Fantastischen Vier. Die Fantastischen Vier, genau… Diese Platte legte auch den Grundstein für meinen mich selbst heute noch immer wieder erstaunenden Hip-Hop-Zitate-Assoziations-Wahnsinn. Zurück zum Thema: Für die meisten Lieder auf meinen Bravo Hits 6 bis Anfang 20 schäme ich mich heute angemessen. Zu meiner Entschuldigung wende ich ein, dass ich da 12 bis ca. 17 war (hoffe ich zumindest) und somit die Pubertäts-Ausreden-Karte spielen darf. Andere Lieder von Maltes Liste finde ich allerdings auch heute noch gar nicht so sehr schlimm. Die schlimmen Lieder aus Maltes 80er-Schlimme-Lieder-Liste fand ich um Welten grauenvoller.

Natürlich hab ich einen passenden großartigen deutschen Hip-Hop-Song zum Thema auf Lager: Jugendsünden von Mutter Natur (Nico Suave, Dendemann, Majubiese) auf Nico Suaves Album Suave passt hervorragend, gibts aber nicht bei Youtube. Die Hookline geht so (ganzer Text hier):

Was war, das war! Ja, so war das, Leute! Heute lach' ich über gestern, morgen lach' ich über heute!

Wer mal hier ist und ganz lieb fragt, dem zeige ich auch das Video, wo wir zu viert eine eigene Choreografie auf "Baby come back" von Worlds Apart getanzt haben, in Behns Keller. Ich weiß heute gar nicht mehr, wie ironisch wir das gemacht haben, ich befürchte allerdings zu wenig. Das gilt auch für mein von Kelly Family Postern zugehangenes Zimmer damals, was irgendwie ein zu halbherziger Protest gegen den Kelly-Family-hassenden Mainstream war. Aber auch dafür habe ein paar gute Entschuldigungen parat: Erstens war meine erste Freundin (wenn man das so nennen kann, wir waren 13 und das war primär pubertär bedingt, aber das ist ein anderer Beitrag) Kelly Fan. Zweitens findet meine Mr. Hyde Seite auch heute noch einige der Lieder schön und drittens hatte ich schon damals ein Faible für Maite Kelly. Darf man sowas zugeben? Egal, auch das gehört in einen anderen Beitrag.

P.S. während ich diese Zeilen schreibe, lausche ich schlimm-großartigen Spären- und Flötenklängen auf sky.fm New Age.


Weltverbesserung

28 10 2008

Ich habe das Prokrastinationsbuch noch immer nicht gelesen. Momentan habe ich leider wenig zu prokrastinieren, also komme ich einfach nicht dazu… Aber es scheint dort eine Liste mit Weltverbesserungsvorschlägen zu geben, die im Blog ergänzt wird. Bis auf die Sache mit dem Rotgeld, mit dem ich noch nie ein Problem hatte, kann ich diesen Forderungen nur zustimmen.

Vor allem der Zwang, nur mit abstrusen Hürden kündigen, aber gleichzeitig ohne jede Unterschrift oder sonstwelche Legitimation Verträge schließen zu können, sollte verboten werden. Kündigung auf gleichem Wege wie Vertragsschluss ist eine prima Forderung, die schon öfter gehört habe und der ich nur zustimmen kann. Ich denke da vor allem an Telekommunikationsanbieter. Bei Alice kann man übrigens angeblich telefonisch kündigen. Großartig. Ideal wäre es, wenn das nicht 14¢/min kosten würde, aber das ist dann schon OK, zumal ich die Alice-Hotline-Wartemusik bei meinem Umzugsanruf gar nicht erst zu hören bekommen habe.

Auch dass elektronische Rechnungen in Deutschland derart streng limitiert und dadurch völlig unpraktikabel für alle Firmen mit weniger als 1000 Mitarbeitern sind, sollte mal geändert werden. Ich schicke routinemäßig meine Rechnungen als unsigniertes PDF per E-Mail. Da solche Rechnungen aber steuerlich nicht anerkannt werden, schicke ich per Post einen nicht unterschriebenen Ausdruck davon hinterher. Für die Akten. Gelegentlich druckt sich ein Kunde meine PDFs auch einfach selbst aus und heftet sie weg; da die Rechnungen sowieso keine Unterschrift tragen, müsste das in meinen klar gehen. Trotzdem schicke ich formal noch mal einen Ausdruck per Post: Ich möchte mir ja kein irgendwie halblegales Vorgehen nachsagen lassen müssen, um 55¢ zu sparen. Wären meine Rechnungen allerdings zahlreich und trügen sie kleine Beträge, würde mich das wirklich ankotzen.

Ja und das Grundeinkommen. Die Idee fasziniert mich, ganz besonders in der radikalen Form, wie Götz Werner (der dm-Chef) sie propagiert. Noch so ein Buch, das ich immer noch nicht gelesen habe. Ich habe nur mal einen Schwerpunkt in der Brand Eins dazu gelesen und einen Vortrag von irgendeinem Kommunisten (von eMule genuckelt) gehört. Die Kommunisten von diesem Vortrag (ich weiß nicht wer genau das war) finden die Idee übrigens doof, weil sie nicht ihre Idee war weil das nicht vom Kapitalismus weg führt und so. Krass, wie sich Kommunisten schon nach spätestens zwei Minuten durch ihre süffisante Ausdrucksweise outen, explizit wurde nämlich erst nach zig Minuten der Absender der Kommunikation und die Stoßrichtung genannt.


Unschöne Hintergründe zu Subway

23 09 2008

Hui. In der Wirtschaftswoche gibt es einen interessanten Hintergrundartikel zum ausbeuterischen Subway-Franchise-System. Kurzfassung: Subway nuckelt übermäßig an seinen Franchisenehmern, leistet aber zu wenig und gibt keinen Gebietsschutz. Wirklich unschön.


Wie geil ist das denn? Wario schüttelt Youtube kaputt

23 09 2008

Checkt das mal aus: Wario schüttelt Youtube kaputt. Was für eine geniale Anzeige. Anzeige? Werbung? Viral? Was auch immer, es ist witzig, neu und genial. Da geht die Werbung hin. Was Nintendo dafür wohl hinblättert? (via Spreeblick)


Hubschrauberseinsatz

25 08 2008

Nicht nur Frontal 21 publiziert (nennt man das bei Fernsehmagazinen so?) fragwürdige Beiträge zu verschiedenen Themen, auch Report München ist gut dabei. Einfach mal lesen und wirken lassen. Mit fällt dazu nicht mehr viel neues ein. Obwohl, doch, fast die gleiche Problematik gab es vor 20 Jahren schon mal irgendwie (hier geht es um das Lied und nicht die militärischen Bilder). Foyer des Arts haben das schon damals gut auf den Punkt gebracht. Es lebe Max Goldt.

Ach ja, man kann es nicht oft genug sagen: Es gibt durchaus einen Unterschied zwischen der freiwilligen Preisgabe verschiedneer persönlicher Daten im Internet (Blogs, StudiVZ etc.) und der zwangsweisen Totalprotokollierung aller Kommunikation. Mir ist vollkommen schleierhaft, wie man diesen offensichtlichen Unterschied nicht schnallen kann… Warum benutzt man in Fickbörsen wohl Pseudonyme? Und warum schreibe ich in meinem Blog wohl nichts über trunkene Besuche in Table-Dance-Bars oder Drogenexzesse oder über heimliche Liebschaften (exemplarische Aufzählung)? Ganz einfach, weil ich für mich persönlich eine Grenze gezogen habe zwischen Dingen, die ich für mich behalte und Dingen, über die ich mich öffentlich äußere. Informationelle Selbstbestimmung nennt man das übrigens, falls einem die Stichwörter ausgehen.