Ode an den vollelektronischen Durchlauferhitzer

25 01 2011

Ich bin in Düsseldorf-Garath aufgewachsen. Das bedeutet vielerlei, unter anderem dass bis 1988 diese Elektrobusse mit Batterieanhänger zu den Eigenarten meiner frühen Kindheit gehörten. Das aber nur nebenbei.

Im Hauptteil von Garath, der in den 1960er Jahren gebaut wurde, wird die Heizungs- und Warmwasserversorgung über ein Heizkraftwerk und Fernwärmeleitungen abgewickelt. Warmes Wasser kam bei uns also genau so selbstverständlich, stabil und unerschöpflich aus der Leitung, wie anderswo Strom und Gas. Das Problem der Warmwasserbereitung war mir also meine ganze Jugend lang völlig fremd. Nur in Urlauben oder wenn man anderswo bei Freunden übernachtet hat, bekam man mitunter einen Hauch davon mit, dass stabil warmes Wasser für andere gar nicht so selbstverständlich ist. Meine Eltern zogen dann irgendwann um, das Warmwasser wurde dort (Neubau aus den 1990ern) mit hochwertigen hydraulischen, bald darauf dann (voll-)elektronischen Durchlauferhitzern erzeugt. Der Komfort stieg damit noch mal, weil man nun ohne langwierige Mischerei seine Wunschtemperatur präzise einstellen konnte.

Dann zog ich aus und erlebte in den letzten beinahe 10 Jahren in verschiedenen Wohnungen immer wieder die Schattenseiten schlechter hydraulischer Durchlauferhitzer: Kein stabiles warmes Wasser. Immer lag der Wasserdruck in der Dusche nur gerade eben hoch genug, dass der Durchflusssensor auslöste und man warmes Wasser bekam. Mischte man nun etwas kaltes Wasser hinzu, um nicht kaputt zu gehen (ich bin da sehr empfindlich), oder betätigte im Haus jemand die Klospülung, fiel der Wasserdruck häufig weit genug ab und man bekam einige Sekunden später eine erfrischende kalte Dusche. Zudem musste man ständig nachregeln, weil die Temperatur auch ohne wechselnden Wasserdruck selten stabil hinzubekommen war. Etwa die Hälfte der Leute, mit denen ich darüber spreche, kennen das Problem, die anderen nicht. Scheinbar habe ich in den drei Wohnungen einfach Pech gehabt.

Seit ich also bei meinen Eltern ausgezogen bin, wünsche ich mir einen elektronischen Durchlauferhitzer. Nun haben wir endlich mal einen Batzen Geld in die Hand genommen und uns Abhilfe verschafft: Ein vollelektronischer Durchlauferhitzer von Stiebel Eltron. Selten habe ich das Gefühl gehabt, 500 Euro derart Lebensqualitäts-steigernd angelegt zu haben. Aber auch energetisch ist das gut angelegtes Geld. Die Vorteile muss ich mal alle aufzählen:

Wasser teuer mit Strom auf 40, 50 oder wieviel Grad auch immer aufzuwärmen, um es dann durch Beimischung von unsinnig viel kaltem Wasser wieder auf erträgliche Temperaturen abzukühlen, ist eine unfassbar unsinnige Energieverschwendung. Schon allein aus diesem Grund gehören ungeregelte Durchlauferhitzer verboten. Der vollelektronische Durchlauferhitzer heizt warmes Wasser nur so weit auf, wie man es gerade benötigt, was wirklich viel Energie einspart.

Das warme Wasser voll aufdrehen zu müssen, um überhaupt warmes Wasser zu bekommen, ist eine noch größere Verschwendung, selbst wenn man noch kein kaltes Wasser beimischen muss, weil die Temperatur zufällig stimmt. Je mehr Wasser erhitzt werden muss, desto mehr Energieeinsatz ist nötig. Der vollelektronische DH fängt schon bei einem kleinen Rinnsal an zu arbeiten. Man muss nicht immer gleich 7l/min erwärmen, für viele Zwecke tun es auch 3l/min. Der Eco-Modus von besseren Geräten macht auch genau das: Er reduziert die Durchflussmenge künstlich auf einen einstellbaren Wert, um Wasser und Strom zu sparen. Wer Familienmitglieder hat, die das Warmwasser immer stur voll aufdrehen, kann damit prima gegenregeln. So ein vollelektronischer DH zeigt sogar die verbrauchte Energie in kWh an. Da sieht man mal, dass eine nicht allzu große und nicht allzu heiße Wanne locker 1,50€ Stromkosten verursacht. Sich dessen bewusst zu sein, hilft einem vielleicht beim verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen.

Neben der Energieersparnis handelt man sich auch noch einen eklatanten Komfortgewinn ein. Das Gerät hält die eingestellte Temperatur auch unter widrigen Bedingungen präzise ein. Klospülung der Nachbarn? Warmwasserbezug in der Küche? Generell schwankender Wasserdruck? Alles kein Problem für den, der duscht. Ein Ticken zu kühl? Kein Problem, denn dank der Funkfernbedienung lässt sich die Temperatur direkt von der Dusche aus nachregeln, selbst wenn das Gerät in der Küche unter der Spüle hängt. Kein nasses durch die Wohnung schlappen mehr, weil der DH mal wieder auf Stufe II steht und Wasser erzeugt, mit dem man auch Tomaten pellen könnte. Man kann sogar eine Maximaltemperatur einstellen, über die hinaus man das Gerät nur einstellen kann, wenn man im Menü herumfrickelt. Gut, wenn man Kinder hat oder einfach ich ist.

Der Umbau ist schnell gemacht, wenn man Glück hat, muss man nicht mal bohren oder das Wasser für das ganze Haus abstellen. Wir haben das von einem Sanitärmann machen lassen, aber ich traue mir den Tausch nun auch durchaus selber zu. Das werde ich auch tun müssen, denn wenn wir hier mal ausziehen, nehmen wir das Gerät natürlich mit.

Alles in allem eine gute Entscheidung. 500€ sind viel Geld, aber in meinen Augen hervorragend investiert. Zudem wird sich die Investition allein durch den gesparten Strom irgendwann sogar auszahlen. Es soll ja Leute geben, für die Investitionen nur Sinn machen, wenn sie sich potenziell auch mal auszahlen. Davon abgesehen ist sowas immer eine Frage der Prioritäten: Ein paar Tage Urlaub oder die nächsten Jahre täglich bequeme Warmwasserversorgung.

Noch kurz was zum Unterschied zwischen elektronischem und vollelektronischem Durchlauferhitzer: Elektronisch geregelt heißt, dass das Heizelement mehr oder weniger stufenlos geregelt ist. Ob eine Messung der Temperatur stattfindet und entsprechend nachgeregelt wird, weiß ich nicht, aber zumindest stellt man eine Temperatur ein (in drei Stufen oder einem nicht näher bezeichneten Regelbereich) und bekommt das Wasser auch bei wenig Durchfluss im angepeilten Temperaturbereich. Der vollelektronische Durchlauferhitzer hat ein Display, man stellt die Temperatur aufs halbe Grad genau ein und das Gerät regelt in allen Situationen auf diese Zieltemperatur hin. Dazu kann es sogar den Durchfluss drosseln, wenn die Leistung sonst nicht reichen würde. Durch die Ist-Messung hinter dem Heizelement hat die Regelung auch kein Problem mit vorgewärmtem Wasser, etwa aus Solarklollektoren oder einem Niedertemperatur-Heizkessel oder aus einer Geothermie-Anlage: Im Zweifel wird nicht weiter geheizt. Kurz gesagt: Elektronisch ist schon ein riesiger Vorteil gegenüber den hydraulisch schaltenden Geräten, richtig Spaß kommt aber erst mit einem vollelektronischen Gerät auf.

Billiger bekommt man warmes Wasser natürlich mit einem Gas-Durchlauferhitzer oder sonstigen Heizungsanlagen. Aber diese Technologiewahl hat man ja meistens eher nicht. Und ökologisch ist das auch nicht unbedingt von Vorteil, denn Ökostrom, der mit nahezu 100% Wirkungsgrad (Leitungsverluste mal außen vor gelassen) bedarfsgerecht in Wärme umgewandelt wird, ist so schlecht nicht. Die entscheidende Frage ist doch immer, unter welchen Bedingungen dieser eingesetzte Strom oder das verbrannte Gas entstanden ist. Draußen Windmühle, drinnen warmes Wasser ist gut. Draußen Atommüllendlager, drinnen warmes Wasser ist weniger gut.

Nachtrag 02.02.2012: Ein Jahr nach der Installation ist es Zeit für eine Rückschau. Der integrierte Stromzähler weist ca. 600kWh aus, das macht 50kWh monatlichen Durchschnittsverbrauch. Unsere jährliche Stromabrechnung ist auch gekommen und ist um nicht ganz 300 kWh gesunken. In diesen Abrechnungszeitraum fallen 10 Nicht-Wintermonate mit dem neuen Durchlauferhitzer und der sukzessive Austausch einiger Leuchtmittel durch LEDs auf der Sparseite, sowie das ein oder andere Wannenbad auf der Mehrverbrauchsseite. Insgesamt hätte ich mit mehr Ersparnis gerechnet (die Strompreiserhöhung im Sommer sorgt dann sogar für eine geringe Nachzahlung). Wenn ich dem Durchlauferhitzer aber einfach mal ins Blaue hinein geschätzte jährliche 200kWh Stromersparnis zurechne, hat uns das in diesem ersten Jahr fast 50€ Stromkosten gespart, trotz einiger Wannenbäder mehr. Das ist zusammen mit dem unbezahlbaren Komfortgewinn ein immer noch beachtlich klares Argument für eine sofortige Umrüstung aller schlecht funktionierenden hydraulischen Durchlauferhitzer. Man muss ja nicht gleich das Luxusgerät für 600€ kaufen, Hauptsache man hat eine elektronische Regelung mit halbwegs präziser Temperatureinstellung.

Wir benutzen übrigens niemals die Sonderfunktionen wie das Wechselduschprogramm, ich habe sogar vergessen, wie man das einstellt. Wir benutzen aber intensiv die Standardfunktionen: Aufs halbe Grad genaue Regelung der Temperatur am Gerät und über die Display-Funkfernbedienung, die beiden frei belegbaren Temperaturspeicherplätze, die 60°-Maximaltemperatur (für schnelleres Nudelwasser und gelegentlich eine lauwarme Wärmflasche) und die Leistungs- und Verbrauchsanzeige, die einem ein gutes Gefühl für den Stromverbrauch verschiedener Temperaturen und Durchflussraten gibt. Der einzige Kritikpunkt am Gerät ist die nervige Angewohnheit der Funkfernbedienung, nach nur wenigen Sekunden Nichtbedienung wieder in den Tiefschlaf zu verfallen und vor allem für das Aufwachen daraus einige Sekunden zu benötigen. Das spart Batteriestrom, macht den Umgang aber unnötig lästig. Jammern auf hohem Niveau, denn die Standardfunkfernbedienung ohne Display taugt nur zum Abruf der beiden darin fest eingestellten Vorwahltemperaturen und schrittweisen Abweichung davon; ein unangenehmer Blindflug, da geht man noch lieber in die Küche und regelt die Temperatur direkt am Gerät. Die 130€ Aufpreis für die bidirektionale Funkfernbedienung mit Display lohnen sich in meinen Augen also sehr, wenn das Gerät nicht zufällig sowieso gut erreichbar im Bad hängt.

Die Nachrüstung beschränkt sich übrigens auf das Abnehmen des Gerätedeckels und das Einklipsen des Funkmoduls in seinen vorgesehenen Platz, das bekommt man also auch ohne professionelle Hilfe hin (währenddessen natürlich den Strom abstellen!). Und wenn man einen Installateur hat, der im Gegensatz zu unserem nicht die Bestellnummern durcheinanderbringt, ist der Aufpreis für die bessere Fernbedienung deutlich kleiner als 130€, in dem Fall kauft man das Topmodell von Stiebel-Eltron ganz ohne Fernbedienung und dann die Display-Fernbedienung dazu. Dass das geht habe ich aber auch erst nach einiger Recherche im Netz herausgefunden: Die Artikelnummer 227490 ist mit Mini-Fernbedienung und die Artikelnummer 227493 ist ohne die Mini-Fernbedienung, letztere startet im Netz bei 450€. Dazu kommt für 130€ die Artikelnummer 222419 für die bidirektionale Funkfernbedienung mit Display FFB 1 SL (die FFB 2 SL ist eine Ergänzug als weiteres Bedienteil für weitere Räume). Den Einbau sollte man vom Fachmann machen lassen, bekommt ihn mit etwas Geschick aber auch selbst hin, wenn die Wasseranschlüsse nicht getauscht werden müssen.


Mein Dell Streak Ersteindruck

20 12 2010

Ich darf mitspielen! Rückblickend frage ich mich, wie ich es so lange mit Windows Mobile 6 aushalten konnte, aber seit zwei Wochen bin ich endlich stolzer Besitzer eines Dell Streak. Android ist eine Wohltat, man muss nicht mal mehr Minderwertigkeitskomplexe gegenüber iPhone-Nutzern haben, im Gegenteil. Nun mal einige Ersteindrücke vom Gerät.

Die Größe ist genau richtig. Nicht so groß, dass es nicht mehr transportabel wäre oder man damit nicht mehr mit einer Hand telefonieren könnte; aber eben auch groß genug, dass die Bedienung der Apps richtig Spaß macht. Ich bin sogar so weit, dass ich morgens nach dem Aufstehen alle Standardkommunikationstasks (Mails, Twitter, Google Reader, ein paar Newsseiten) noch im Bett erledige und meinen Hauptrechner im Zweifel gar nicht mehr starten muss. Gleiches gilt für das ins Bett gehen, wo ich meinen Rechner auch nicht mehr zwingend noch mal anwerfen muss. Das würde alles auch auf einem iPhone oder einem HTC Desire gehen, aber mit dem Dell auf 5" macht es regelrecht Spaß. Ich empfinde es, von der groben Peinlichkeit mal abgesehen, auch nicht als unpraktisch, damit zu telefonieren. Trotzdem werde ich unterwegs meistens ein Headset benutzen, weil ich ja sowieso außer Haus stets Musik oder Podcasts auf den Ohren habe.

Apropos Headset: Das mitgelieferte Ohrkanal-Headset klingt gar nicht so übel und sitzt auch recht bequem. Überraschung. Trotzdem habe ich mir als allererstes ein Headset gekauft (noch bevor das Gerät da war). Erstes Ärgernis: Das iPhone hat eine andere Belegung am vierpoligen 3,5mm Headsetanschluss, laut Wikipedia belegt das iPhone Masse und AUX falsch herum. Na prima. Gut für mich, dass ich das Headset direkt an einen dankbaren iPhone/MacBook Besitzer weitergeben konnte. Nur findet man aber tatsächlich kein Headset mit der "richtigen" Belegung, weil sich fast alle Hersteller auf das iPhone kaprizieren. Nun habe ich das Creative HS-730i bestellt, das bringt nämlich einen 3,5mm Klinken-Adapter für Nokia-Telefone mit, was mir die leise Hoffnung beschert, dass die "Nokia-Belegung" die "richtige" Belegung ist, die übrigens auch mein altes HTC Touch HD nutzt. Solange muss das Originalheadset aushalten.

Das war es leider noch nicht an Stecker-Inkompatibilitäten. Der Dock-Anschluss vom Dell Streak ist angelblich ein PDMI-Anschluss, eine standardisierte Schnittstelle mit USB 2.0, 3.0, Displayport und allerlei analogen und digitalen Soundausgängen. Das ist sehr cool an sich, aber leider ist das Streak das erste und bisher einzige Gerät mit diesem Anschluss. Herzlichen Glückwunsch, denn dadurch gibt es keine Kabel oder Docks von Drittanbietern und das Original USB- und Ladekabel von Dell kostet inkl. Versand 33€! WTF? Für 15€ mehr bekommt man das Kabel plus KFZ-Halterung, was gar keine so schlechte Idee ist, denn das Display ist größer und besser als das von meinem TomTom Go 720T. Mal überlegen.

Dass ich nur ein Kabel habe, ist aber nicht ganz so schlimm, denn das Streak hält bei geringer Nutzung locker zwei Tage durch und auch bei Vielnutzung komme ich damit gut über den Tag. Gut. Nicht so gut sind die Neustarts bei geringer mechanischer Belastung im Akkubetrieb. Wenn man das Gerät in zwei Händen hält und leicht gegeneinander verdreht, startet es reproduzierbar neu. Man muss es also wie ein rohes Ei behandeln und selbst wenn man es in der Jackentasche hat und sich in der Bahn hinsetzt, löst man solche Neustarts manchmal schon aus. Ein Anruf bei der sehr guten Dell Hotline brachte mich nicht weiter, man bot mir eine Reperatur an, aber einen Monat kann ich nicht auf meinen neuen Liebling verzichten. Also habe ich das gemacht, was mir als erstes in den Sinn gekommen ist: Der Akkudeckel schließt zwei Kontakte kurz, die mir sofort verdächtig waren. Sie etwas heraus zu biegen brachte nichts, aber ein dünnes Drähtchen als Überbrückung stellte die Neustarts sofort ab. Heureka und Glück gehabt. Jetzt bin ich rundum glücklich.

Die genannten Kritikpunkte sind schon alles, was ich auszusetzen habe/hatte. Ich bin wirklich ausgesprochen zufrieden mit dem Gerät, auch der Preis stimmte und lag knapp unter den 410€ netto, bis zu denen man so ein Gerät sofort von der Steuer absetzen kann. Für den Originalpreis von 550-600€ hätte ich es übrigens nicht gekauft, weil ich nicht so viel für ein Telefon ausgeben möchte. So ist es die für seinen Einsatzzweck perfekte Lösung.

P.S. Erste App-Empfehlungen für Android: Die Kontakte-Synchronisation mit Thunderbird klappte auf Anhieb prima mit dem MyPhoneExplorer. Auf dem Gerät sind Google Reader, TweetDeck, K-9 Mail, KeePassDroid und Google Maps ein Muss, aber auch Google Goggles macht riesigen Spaß und mit Google Listen habe ich eine superbe Podcast-Losung gefunden. Listen richtet sich mit einer eigenen Kategorie im Google Reader ein, so dass man seine Podcasts am Desktop abonnieren und verwalten kann. Das Programm beachtet die Gelesen-Markierungen und lädt Dateien in der Warteschlange automatisch im WLAN herunter. Bedienung über Bluetooth im Auto klappt super, übrigens auch mit dem Standard-Musikplayer. Es funktioniert einfach alles bisher, ich fühle mich angekommen, es lebe Android.

Nachtrag 04.01.2010: Ich habe ein Headset gefunden, das brauchbar klingt, sich bequem trägt und von der Steckerbelegung her (sogar ohne einen der mitgelieferten) Adapter ans Streak passt: Das Creative HS-730i. Fehlt nur noch ein bezahlbares Dock oder ein Zweitladekabel, das nicht 33€ kostet. Dieses Billig-Dock wäre die Lösung, ist aber noch immer nicht lieferbar. Sowieso nervt der PDMI-Anschluss. Dass nur Dell den beim Streak einsetzt ist ärgerlich, aber viel nerviger ist, dass er sich nur schlecht blind einstecken lässt und man zum Aufladen immer das eigene Kabel dabei haben muss. Einfach ein Mini- oder Micro-USB-Kabel ausleihen ist also nicht.


Java muss gehen

03 11 2010

Ich mochte die Java-Runtime noch nie, in letzter Zeit aber hat das Java-Plugin im Browser die Führung übernommen (von Flash und dem Adobe Reader), was die Ausnutzung von Sicherheitslücken angeht. Also ist eines klar: Java muss endlich mal aus meinen Browsern verschwinden, vorzugsweise gleich vom ganzen System. In Opera benutze ich sowieso schon den PlugIn-Blocker, den man in opera:config aktivieren kann und der alle PlugIns erst nach einem Aktivierungsklick auf einen Platzhalter startet. Das betrifft dann auch das Adobe Reader PlugIn, Flash und Silverlight. Bequem, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass einige PlugIns trotzdem einfach so starten (möglicherweise, wenn sie in einem iframe geladen werden). Im Firefox kann man PlugIns einfach deaktivieren, aber nach einem Update von Java war selbiges im Firefox wieder aktiv. Also auch hier nur eine halbe Lösung. Java muss also vom System verschwinden, die Browser sollen keine PlugIns sehen.

Leider stehen der systemweiten Deinstallation von Java einige Hürden entgegen, allen voran ein paar unersetzliche Java-Programme wie Netbeans und der JDownloader. OpenOffice meckert ohne Java auch herum, läuft dann aber trotzdem. Ich habe das alles lösen können, als Notiz eine kurze Beschreibung, worauf es ankommt:

1. JavaPortable

Dankenswerterweise gibt es bei portableapps.com eine portable Version von Java, die aktuell gehalten wird und sich bequem und fix installieren lässt. Ich habe ein Sammelverzeichnis für portable Programme, dort landet gleich auch Java. Soweit kein Problem, Java findet sich jetzt unter D:\ProtableApps\Java (das sind Backslashes, keine Pipes, liegt am Font).

2. JDownloader und andere Java-Programme, die als .jar kommen

Der JDownloader ist ein klassisches Java-Programm, das direkt als .jar kommt und mit einem einfachen Aufruf gestartet werden kann. Man legt in so einem Falle einfach irgendwo eine neue Verknüpfung an und trägt ins Zielfeld D:\PortableApps\Java\bin\javaw.exe -jar D:\PortableApps\Jdownloader\JDownloader.jar ein, in das Feld "Ausführen in:" kommt D:\PortableApps\Jdownloader. Die Pfade müssen natürlich der Situation angepasst werden und ggf. jeweils in Anführungszeichen gepackt werden, wenn Leerzeichen darin vorkommen. Dann wählt man der Optik halber das Symbol der JDownloader.exe aus und speichert die Verknüfpung ab. Das wars schon, JDownloader läuft jetzt ganz entspannt und hat sogar den Vorteil, dass man die Verknüpfung an die Taskleiste von Windows 7 anheften kann, was mit der JDownloader.exe daran scheitert, dass man nur den Starter anheften kann und für das laufende Programm ein zweiter Eintrag in der Taskleiste erscheint. Heftet man das laufende Programm an, hat es nur ein fieses Platzhalter-Symbol, wenn es nicht läuft.

3. OpenOffice/LibreOffice

OpenOffice bzw. LibreOffice meckert beim ersten Start, wenn keine Java-Runtime am Start ist, lässt sich aber unter Extras->Optionen->OpenOffice.org->Java ohne weiteres mit der portablen Runtime bekannt machen. Ich bin mir aber gar nicht sicher, ob das überhaupt notwendig ist, denn auch ohne Java scheint OpenOffice/LibreOffice ganz normal zu funktionieren.

4. NetBeans

Netbeans benötigt normalerweise ein ganzes JDK, da kommt man um eine systemweite Installation nicht herum. Will man es nur für die PHP-Enwicklung (oder andere Java-freie Sprachen) benutzen, reicht aber auch eine portable JRE. Nur scheitert die Installation ohne systemweites Java. Hilfsweise kann man ein bereits installiertes NetBeans umstellen oder die plattformunabhängige Version hernehmen, der Trick ist der gleiche: Im etc-Ordner der Installation gibt es eine netbeans.conf, die eine Zeile für den Pfad der JRE enthält. Den schnell umgestellt (Pfad natürlich wieder anpassen), und NetBeans startet wieder:

netbeans_jdkhome="D:\PortableApps\Java"

Bei meinen ersten Versuchen bin ich daran gescheitert, dass hier das Java-Hauptverzeichnis angegeben werden muss und nicht das Unterverzeichnis bin mit dem Java-Binary.

Fazit

So, meine Browser sind nun zuverlässig befreit vom Java-PlugIn und ich kann wieder ruhig schlafen; meine wichtigen Java-Programme laufen nach kurzem manuellem Eingriff trotzdem wie zuvor. Alles wird gut. Schlimm genug, dass Browser Sicherheitslücken haben, aber sowieso nie benutze PlugIns wie Java werden immer wieder vergessen, erfahren keine oder zu späte Updates und sind alle paar Wochen erneut ein spannender Zoo von Zero-Day-Exploits. Die Antwort kann nur lauten: Weg damit. Und Java im Browser werde ich nicht vermissen.

P.S. Bei der Gelegenheit habe ich übrigens auch gleich den Adobe Reader entsorgt und durch SumatraPDF ersetzt, ein simples Frontend für Ghostscript, das zur einfachen Anzeige völlig reicht und zudem super schlankt ist. Nachteil ist, dass das Markieren von Text damit nicht wirklich komfortabel klappt (Strg gedrückt halten und einen Rahmen aufziehen, der darunter liegende Text wird dann irgendwie unvorhersehbar markiert). Das kann ich aber zumeist verschmerzen. Flash wird bei mir sowieso in allen Browsern grundsätzlich geblockt (Opera blockt alle PlugIns bis auf Widerruf, FlashBlock erledigt das in Firefox und Chrome dank einer einfachen Whitelist sogar noch viel eleganter).

Nachtrag 19.11.2010: Wenn man JDownloader auf die angegebene Weise mit einem portablen Java verheiratet, kann man .dlc-Dateien leider nicht mehr per Doppelklick im JDownloader öffnen. Man muss dazu die Dateizuordnungen manuell ändern, was wiederum in Windows 7 nicht mehr mit den klassischen Bordmitteln geht. Die alte Oberfläche zur genaueren Dateizuordnung gibt es sein Vista nicht mehr, man muss also in der Registry hacken oder das tolle Tool ExtMan benutzen, das in etwas die alte von XP gewohnte Oberfläche wieder bringt. Tolles Tool und ein prima Ziel für PayPal-Spenden. Für den JDownloader muss man den Eintrag für .dlc-Dateien editieren und folgende "Anwendung für diesen Vorgang" zuordnen (wie immer: Pfade anpassen): D:\PortableApps\Java\bin\javaw.exe -jar D:\PortableApps\Jdownloader\JDownloader.jar "%1". Dann klappt auch der Start per Doppelklick wieder. Für die visuellen Typen habe ich dazu mal zwei Screenshots gemacht:

.dlc-Dateien mittels ExtMan mit JDownloader verknüpfen Schritt 1.dlc-Dateien mittels ExtMan mit JDownloader verknüpfen Schritt 2


Objektliebe Wasserkocher

31 10 2010

Mein Leben lang hatte ich es mit schlechten Wasserkochern zu tun. Der erste Wasserkocher meiner Eltern irgendwann in den 90ern hing noch fest an seinem Kabel und hatte eine ungemein schnell verkalkende Heizspirale. Im Grunde war das nicht mehr als ein Tauchsieder mit Gefäß drumrum, der zudem in Ermangelung nennenswerter Leistung nicht viel schneller war, als ein Wassertopf mit Deckel auf dem Elektro-Kochmuldenherd. Irgendwann gab es Wasserkocher mit verdeckter Heizspirale und etwas mehr Leistung, die man von ihrem Sockel abheben konnte. Die ersten Modelle krankten an der Fummeligkeit ihres Sockels, aber ein Fortschritt war da. Meine Eltern neigen leider dazu, bei solcherlei Gerätschaften immer nur die billige Variante zu kaufen, also gab es immer wieder fehlkonstruierte Scheiß-Wasserkocher. Zuletzt war das einer, aus dessen Deckel einem beim Ausgießen heißer Dampf über die Finger der haltenden Hand schoss, wenn man das Gerät oben am Griff anfasste. Den Deckel zur Befüllen einer zweiten Runde zu öffnen, war auch gerne mal von einem Schuss heißen, sich vom Deckel lösenden Kondensats begleitet. Lustiges Gerät.

Ich hatte dann irgendwann die Schnauze voll und kaufte bei Aldi einen hübschen 3000W Wasserkocher mit 1,7l Fassungsvermögen für 18€. Der sah gut aus, kochte schnell und kostete nicht die Welt, eine super Sache. Leider hatte ich kein Glück und das Ding war undicht. Ernsthaft: Ein nagelneuer Wasserkocher war nicht dicht. Also zurück damit. Inzwischen haben meine Eltern den Nachfolger des besagten Aldi-Kochers, der gut und dicht ist. Fein, Problem gelöst.

Nun zu mir. In der WG hatte ich einen Wasserkocher angeschafft, der irgendwie ebenfalls doof und vor allem recht schnell kaputt war. Ich hatte einfach kein Glück mit Wasserkochern. Zur Einweihungsparty in der aktuellen Wohnung schenkten mir die Kollegen aus dem T3Lab dann diesen Philips-Wasserkocher. Wenn man dieses Gerät benutzt, weiß man erst, dass Wasserkocher auch Spaß machen können. Das ist der Wasserkocher für den Technikfreund. Auf den ersten Blick leuchtet eine elektronische Steuerung nicht unbedingt ein, aber der erste grüne Tee mit recht genau 80 Grad heißem Wasser führt einem klar vor Augen, dass man gerade den Durchbruch in Sachen Wasserkocher vor sich stehen hat. Das Ding hat eine Temperaturvorwahl (40, 60, 80 und 100 Grad), die ziemlich gut funktioniert und die einem die Heißwasserbereitung für grünen Tee oder Wärmflaschen immens vereinfacht. Die Warmhaltefunktion ist sicher auch manchmal praktisch, ich habe sie aber tatsächlich in anderthalb Jahren nicht einmal benutzt. Das Ding hat aber nicht nur technische Gimmicks, es sieht auch noch brauchbar aus, kocht mit 2400W schnell genug, hat ein herausnehmbares Edelstahlgeflecht als Kalkfänger und verbrüht einen nicht mit irgendwelchen Deckelfehlkonstruktionen. Dass er piepst, wenn das Wasser fertig ist, erweist sich im täglichen Gebrauch übrigens ebenfalls als äußerst nützlich, gerade in Kombination mit der Temperaturvorwahl. Der einzige Wunsch, den ich an das Ding noch hätte, wäre etwas mehr Fassungsvermögen, denn 1l reicht zwar meistens für unseren Bedarf, aber eben nicht immer.

Also noch mal mein Dank an die Schenker. Ich erfreue mich tagtäglich daran und fühle mich wasserkochertechnisch endlich angekommen.

P.S. Ach ja, noch ein Tipp zur Erhöhung der Benutzbarkeit von Wasserkochern: Benutzt einen Wasserfilter. Ich habe unseren Wasserkocher trotz häufiger Benutzung über anderthalb Jahre noch nicht einmal entkalken müssen, sogar das Edelstahlgeflecht, das Kalk fangen soll, ist blitzeblank. Wer also nicht gerade in einer Gegend mit ohnehin kalkfreiem Wasser lebt, sollte die geringe Investition in einen Wasserfilter nicht scheuen und vor allem konsequent nur gefiltertes Wasser in seinen Wasserfilter lassen. Als Lohn winkt einem ein immer sauberer Wasserkocher, der nie entkalkt werden muss und deswegen schnell wie am ersten Tag bleibt, sowie schmackhafterer Tee ohne Kalkschicht oben drauf. Ohne die Kalkschicht oben auf dem Tee bleibt übrigens auch keine hartnäckige braune Kalkschicht in der leeren Tasse zurück, oder zumindest deutlich weniger, was das Spülen ebenfalls immens erleichtert. Die Patina in der Edelstahl-Teekanne ist ohne nennenswerten Kalkanteil übrigens auch viel gleichmäßiger und nicht so abstoßend. Kampf dem Kalk. Für das Wasser hier in Düsseldorf reichen die billigen dm-Wasserfilter übrigens locker aus, in Köln aber wohl bei weitem nicht, wie ich mir habe sagen lassen. Dort kommt man wegen des unfassbaren Kalkgehaltes im Wasser wohl nicht um gute Markenfilter herum.

P.P.S. So ein Wasserkocher ist übrigens nicht zu unterschätzen, was die Leistungsaufnahme angeht. Wenn da 3000W als Nennleistung angegeben sind, nähert man sich den 16A der Hausabsicherung schon recht stark (230V*16A sind nur 3680W, die man aus einer Haushaltssteckdose ziehen darf). Also Vorsicht im Umgang mit solchen Geräten, gerade wenn sie billig waren. Vor allem Vorsicht, wenn man sie über Verlängerungskabel, billige Mehrfachsteckdosen oder parallel an einer Sicherung mit anderen starken Verbrauchern betreibt. Ein 3000W Wasserkocher und eine Mikrowelle oder ein Toaster im gleichen Mehrfachstecker sollten die Sicherung hoffentlich bereits auslösen. Aber verlassen würde ich mich da nicht drauf, gerade in Wohnungen mit fragwürdiger Elektroinstallation.


Flattr ist keine Lösung für alles, aber gerade deswegen so schön

19 05 2010

Als ich den Vortrag von Peter Sunde auf der re:publica 2010 (Mitschnitt auf YouTube) gesehen habe, war ich sofort geflasht. Peter redete erst mal ein paar Minuten locker flockig über die Vergangenheit von Pirate-Bay, dass es einem Warm ums Herz werden konnte. Wenn etwas Punk ist, dann das. Dann wechselte das Thema zum neuen Projekt der Schweden: Flattr ist eine Art Micropayment-Dienst, dessen Idee so simpel wie genial ist. Oder sollte man kongenial sagen? Denn ähnliche bis sehr ähnliche Ideen gibt es auch anderswo, etwa bei Kachingle. Wie auch immer, der Einführungsfilm auf der Flattr-Homepage sagt in zwei Minuten eigentlich alles, was man wissen muss, also schnell mal anschauen:

Inzwischen habe auch ich meine Invite-Codes bekommen und habe einen Flattr-Button in meinem Blog. Wer mir also seine Wertschätzung zeigen möchte, kann dies nun auch via Flattr tun. Da sind wir auch schon beim Knackpunkt: Ich erwarte keine nennenswerten Einnahmen auf diesem Kanal, aber das ist auch gar nicht das, wofür Flattr gedacht ist. Für mich ist Flattr eine lang vermisste Möglichkeit, guten Inhalten im Netz meine Wertschätzung auch finanziell zu zeigen. PayPal Spendenbuttons haben das Problem, dass man den angemessenen Betrag bestimmen muss. Man will weder knausrig sein, noch 100€ im Monat an Spenden raushauen, also spendet man nur sehr selten für etwas. Ich habe zuletzt 25$ an Brian Dunning von Skeptoid gespendet, nachdem ich etwa 150 der 200 Episoden geradezu verschlungen habe. Solche Spenden sind aber eher die Ausnahme denn die Regel, wo nun Flattr ins Spiel kommt. Flattr löst das Problem, indem es die Sache einfach umdreht: Ich lege monatlich fest, wieviel ich insgesamt spenden möchte und alle Klicks auf irgendwelche Flattr-Buttons im Netz bekommen einen gleichen Anteil an dieser Summe. Die Flatrate-idee ist großartig, denn so sitzt mein Spendenfinger sehr locker. Jeder gute Text (und davon gibt es viele im Netz) bekommt so eine kleine Wertschätzung von mir. Damit wird niemand reich, aber die Geste zählt; es ist wie das Bier, das man jemandem ausgibt. Genau darauf habe ich gewartet.

Großartig wäre natürlich, wenn man seine Things I have flattred per RSS abrufen und in seinen Lifestream packen könnte, so als Premium-Empfehlungen. Großartig wäre auch, wenn die Kohle automatisch abgebucht würde und man nicht jeden Monat wieder manuell Geld überweisen müsste. Aber Flattr steckt noch in der Beta-Phase und dafür funktioniert es schon ganz prächtig.

Und weil ich das Wort Großartig noch nicht oft genug benutzt habe, hier noch einmal: Das großartige an Flattr ist gerade, dass man damit nicht reich wird, sondern auf einfachstmögliche Art ein paar Kröten verteilen kann. Auf der anderen Seite ist so ein Flattr-Button keine Anmaßung, eine wunderschön unaufdringliche Art, Besuchern eine kleine Wertschätzungsäußerungsmöglichkeit zu bieten. Eben keine Universallösung. Genau deswegen wird es erfolgreich sein.

P.S. Hatte nicht Facebook sowas schon seit Ewigkeiten in der Pipeline? Was ist daraus eigentlich geworden?


Mein Lifestream ist startklar

26 02 2009

Seit gestern ist meine Lifestream-Seite online und seit gerade eben auch der dazugehörige RSS-Feed. Damit biete ich Euch, liebe Leser, eine halbwegs übersichtliche und optisch erträgliche Möglichkeit, auf einen Blick zu sehen, was es bei mir Neues gibt.

Momentan könnt ihr dort neben Anreißern zu den jeweils letzten fünf Blogeinträgen und Kommentaren auch meine zehn neuesten Microblog-Einträge (Dents) sofort sehen. Wer etwas scrollt, findet weiter unten zehn neue Wong-Bookmarks und fünf neue Qype Bewertungen. Wenn ihr mit der Maus einen Moment über den Links verweilt, könnt ihr im Tooltip jeweils die Beschreibung bzw. einen Anreißer für den Text lesen.

Rechts daneben gibt es Links für alle Feeds einzeln und für den Gesamt-Feed. Der ist für diejenigen unter Euch, die Feeds nutzen, vielleicht eine gute Sache, bietet er doch alle meine aktuellen Inhalte chronologisch sortiert und halbwegs sinnvoll aufgearbeitet für den Feedreader der Wahl an. Ich habe mich hier entschieden, Titel und Autor möglichst aussagekräftig zu gestalten. Ich hoffe das ist mir gelungen.

Ich bin weiterhin und stets offen für Feedback.

Zum technischen Kram: Das Script für den ganzen Lifestream habe ich selber in PHP geschrieben und greife dabei auf das feine SimplePie für das Feed-Handling zurück, das ich um einige Funktionen zur Angleichung der Feedinhalte bereichert habe. Dazu musste ich die SimplePie-Klasse etwas erweitern und ein wenig was drumrum bauen. Wenn Interesse besteht, kann ich das Skript gerne unter einer liberalen Lizenz zur Verfügung stellen. Es ist recht allgemein gehalten und zentral konfigurierbar, vom Template für die Lifestream-Seite natürlich mal abgesehen, das muss jeder für sich selbst und jeden einzelnen Feed anpassen. Alternativ kann man auch ohne viel Eigenarbeit nur den Feedaggregator mit den feinen Angleichungsfunktionen nutzen: Feeds einfach nur zusammen mischen funktioniert nämlich nicht wirklich gut.


Eine kleine Fuck IE6 PHP Klasse

24 02 2009

Aktuell soll ja wieder mal der IE6 endlich sterben. In Norwegen sind einige große Nachrichtenseiten mit einer IE6-Warnung unterwegs und der IE6 Death March ist auch unterwegs. Ich verkaufe schon seit einiger Zeit IE6-Anpassungen nur noch als extra zu bezahlende Zusatzoption, wobei es bei mir dank semantisch sinnvollem Code hier nur um optische Feinheiten geht, die ich für entbehrlich halte. Wie auch immer: Bisher hat kein Kunde Aufpreis für den IE6 zahlen wollen. Geht doch.

Nun baue ich gerade meine Lifestream-Seite auf und befreie mich bei der Gelegenheit von jedem IE6-Mist. Meine Contentboxen hat der IE6 schlicht gar nicht angezeigt (wohl aber konnte man die unsichtbaren Links anklicken), so dass ich mich entschieden habe, dem IE6 und älteren Versionen einfach alle Styles vollständig wegzunehmen und stattdessen eine rote Alarm-Box einzublenden. Die Inhalte bleiben vollständig nutzbar, es sieht nur total scheiße aus. Sehr befriedigend, kann ich so den IE6-Nutzern doch etwas von der Hässlichkeit vermitteln, die dem IE6 innewohnt.

Zu diesem Zweck habe ich eine kleine statische PHP Klasse geschrieben, die ich hiermit gerne zur Verfügung stellen möchte. Wer Lust hat, kann die einfach für sich anpassen und in seine Projekte einbinden. Ich habe mich gegen eine clientseitige Lösung mit CSS und/oder JavaScript entschieden, weil ich "gute" Besucher nicht mit dem für sie sowieso unsichtbaren IE6-Code belasten wollte. Ich denke, das ist eine gute Idee.

Die Klasse ist recht simpel gestaltet und schreit geradezu danach, bei Bedarf verfeinert zu werden (mir reicht das erst mal so). Also in Kürze:

  1. Einbinden der Klasse, etwa indem man den Code direkt in sein Projekt kopiert oder als Datei abspeichert und mit require_once('PFAD/fuck_ie6.class.php'); einbindet.
  2. Da die Klasse statisch ist, muss sie nicht instanziiert werden. Man ruft also die drei statischen Methoden wo man sie braucht.
  3. Folgende Methoden und Variablen stehen zur Verfügung:
    • fuck_ie6::is_ie6() gibt true zurück, wenn der Besucher mit einem IE4, 5 oder 6 unterwegs ist, sonst false. Praktisch, wenn man bestimmte Inhalte wie Stylesheets ohne Conditional Comments für diese Besucher aus- oder einblenden möchte. Im Prinzip ist das nur eine sehr simple RegEx.
    • fuck_ie6::print_style() und fuck_ie6::print_alert_box() printen den Inhalt der Variablen $alert_style und $alert_content in Abhängigkeit vom Browser des Besuchers. Die beiden Methoden ersparen einem also nur die if-Abfrage mit fuck_ie6::is_ie6() im Template ein.
    • Die beiden Variablen $alert_style und $alert_content enthalten den Style und den Code, die für die Alarm-Box genutzt werden sollen. Hier finden Anpassungen an die eigenen Wünsche statt.

<?php
/**
* a very simple static class for sniffing Internet Explorer 6 and below
*
* can detect whether the user comes with an annoying IE (version 4,5 or 6)
* additionally holds content and styles for a red alert box
*
* @author	Gregor Nathanael Meyer <Gregor [at] der-meyer.de>
* @license  http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ Creative Commons cc-by-sa
* @version  0.1  first release
*/
class fuck_ie6
{
  /**
    * the style block used for the alert box
    * @static
    */
  public static $alert_style = '  <style>
  .errorBox {
    background: #fbe3e4;
    color: #8a1f11;
    border: 2px solid #fbc2c4;
    width: 80%;
    padding: 25px;
    margin: 0 auto;
    font-size: 1em;
    line-height: 1.3em;
  }
  </style>';
  
  /**
    * the HTML of the alert box
    * @static
    */
  public static $alert_content = '<p class="errorBox"><strong>Alarm:</strong> Offensichtlich bist Du mit einem alten Internet Explorer (6.0 oder älter) unterwegs. Da dieser Browser aus dem Jahr 2001 die auf dieser Seite genutzten modernen Webstandards nicht hinreichend unterstützt, habe ich das visuelle Beiwerk für Dich deaktiviert. Die Inhalte sind weiterhin erreichbar.</p>';
  
  
  /**
    * the IE6 detector function
    * uses just a simple RegEx to read the UA string
    * @static
    */
  public static function is_ie6()
  {
    return preg_match('#^Mozilla/4.0 \(compatible; MSIE [456]#i', $_SERVER['HTTP_USER_AGENT']) ? true : false;
  }
  
  /**
    * prints the style block in case of IE<=6
    * @static
    */
  public static function print_style()
  {
    if ( self::is_ie6() )
    {
      echo self::$alert_style;
    }
  }
  
  /**
    * prints the alert box content in case of IE<=6
    * @static
    */
  public static function print_alert_box()
  {
    if ( self::is_ie6() )
    {
      echo self::$alert_content;
    }
  }
}

Ein Beispiel könnt ihr bei meinem Lifestream sehen.


Fritz!Box als SIP-Telefonanlage - Eine Liebeserklärung

07 02 2009

Da lese ich so ganz beiläufig in einem Nachsatz bei Golem erwähnt, dass die neue Labor-Firmware für die Fritz!Box 7270 als SIP-Registrar fungiert. Liebe AVM-Leute und liebe Leute bei Golem: Das ist ein Killerfeature, keine Nebensache! Sonst fallen mir in dem Preisbereich nur frickelige Asterisk Selbstbau-Router und die als Router quasi unbrauchbare HorstBox Professional als Anlage für interne SIP-Telefonie ein und die Fritz!Box bringt das mal so nebenbei mit. Plus internem und externem S0-Bus und Analog-Telefonie, plus hervorragendem Router, plus DECT Basisstation, plus hervorragendem Multiband-WLAN, plus herausragender Firmware-Pflege. Ach ja, und plus relativ leicht konfigurierbarer VPN-Lösung. Ich habe ja schon viele Router besessen und noch mehr Router betreut, aber keiner hat mich so nachhaltig glücklich gemacht, wie meine beiden Fritz!Boxen. Und die nächste Generation bringt auch endlich den lange erwarteten Gigabit-Switch mit, fehlt dann noch was?

Ich weiß, dass man schon lange Asterisk auf der Fritz!Box installieren kann, aber solche Bastellösungen möchte ich nicht gerne Leuten ans Herz legen, schon gar nicht für die Bürotelefonie. Wenn man Basteln will, kann man ja noch ganz andere famose Dinge mit der Box anstellen.

Nachtrag 23.07.2009: Ich habe inzwischen eine Fritz!Box 7270 als SIP-Registrar für drei Siemens OpenStage 40 Telefone (die ich nebenbei bemerkt zum Kotzen finde) testen können. Die Einrichtung funktioniert ganz vorzüglich, auch die Telefonie läuft in den ersten Tagen problemlos und stabil, ganz im Gegensatz zur vorher eingesetzten D-Link HorstBox Professional. Aber: Zwei ganz wichtige Funktionen funktionieren zur Zeit nicht mit SIP-Nebenstellen! Die erste Funktion ist die TAPI-Wahl und -Überwachung (und auch die Wählhilfe), bei der man zur Zeit nur für analoge Nebenstellen oder alle ISDN-Telefone auswählen kann. Die AVM-Hotline versprach diese Funktion für das nächste reguläre Update Ende August oder Anfang September. Immerhin. Viel schlimmer aber ist die fehlende Möglichkeit, Gespräche von einer SIP-Nebenstelle aus zu vermitteln. Das Handbuch weist für die Vermittlungsfunktion die R-Taste aus, die es freilich nur an analogen Telefonen gibt. Die SIP-Funktion für Vermitteln ist in der Fritz!Box derzeit nicht implementiert! Halten und Makeln funktionieren immerhin. Ich stehe in Kontakt mit der AVM-Hotline, die meine Anregung an den zuständigen Produktmanager weitergeleitet hat. Sollte sich da innerhalb der nächsten zwei Wochen nichts tun, fliegt die Fritz!Box bei meinem Kunden leider wieder raus. Vermitteln ist eine 100%ige Muss-Funktion für jedes Büro und auch im privaten Einsatz. Sehr sehr ärgerlich und enttäuschend, vor allem weil die HorstBox Professional (trotz Asterisk) so scheiße ist und eigentlich hochkant rausfliegen sollte. Ich bleibe am Ball.

Nachtrag 05.08.2009: Inzwischen habe ich nochmals Nachricht vom AVM-Support bekommen. Die Funktionalität Weiterverbinden von SIP-Nebenstellen aus wird nicht kurzfristig eingebaut werden, scheinbar hat man andere Prioritäten. Man empfahl mir eine andere Lösung zu nutzen. Das Einfachheits-Paradigma der Fritz!Box hätte oberste Priorität, jetzt frage ich mich, warum eine Implementierung der Verbinden-Funktion nach SIP-Standard die Einfachheit der Fritz!Box Konfiguration angreift. Da muss ja nichts konfiguriert werden, zumindest lief das mit der Horst!Box auf Anhieb. Ich werde jetzt wohl Asterisk auf der Fritz!Box installieren müssen und mich da durchfuchsen. Sehr ärgerlich und enttäuschend das ganze.

Nachtrag 09.10.2009: heute habe ich noch mal bei AVM nachgefragt und folgende Absage bekommen:

Das Leistungsmerkmal Vermitteln bei IP-Telefonen an der FRITZ!Box wird von uns auch derzeit noch nicht unterstützt. Eine Unterstützung dieses Leistungsmerkmals in dem noch für dieses Jahr geplanten Update ist nicht zu erwarten. Ob und ggf. wann das Vermitteln oder andere Leistungsmerkmale für IP-Telefone an der FRITZ!Box in zukünftigen Firmware-Updates bereit gestellt werden, steht noch nicht fest.

In diesem Licht kann ich vom Einsatz der Fritz!Box für SIP-Nebenstellen in einem Büro-Szenario derzeit leider nur abraten. Wenn man auf eine Vermittlung zwischen den Nebenstellen verzichten kann, ist die SIP-Implementierung der Fritz!Box trotzdem angenehm problemlos. Ob TAPI-Funktionen wie Wahl vom Rechner aus für SIP-Nebenstellen wie ursprünglich mal versprochen in der nächsten Firmware eingeführt werden, ist angesichts der obigen Aussage auch nicht mehr sicher. Sehr unschön das Ganze, SIP-Nebenstellen sind bei AVM scheinbar die ungeliebten Stiefkinder der Telefonanlage.

Nachtrag 25.03.2010: Heute habe ich mal testen können, ob der Blindtransfer in der aktuellen Firmware (.80) inzwischen funktioniert. Einige positive Kommentare zu verschiedenen Telefonmodellen haben mich hoffnungsfroh gestimmt, aber mit Siemens OpenStage 40 Telefonen klappt es weiterhin nicht (inzwischen sehe ich die Hauptschuld bei den Telefonen). Ob die TAPI-Schnittstelle inzwischen auch für SIP-Nebenstellen funktioniert, habe ich nicht getestet, unter Windows 7 64Bit funktioniert sie aber sowieso noch immer nicht. Also alles beim Alten für mich.

Nachtrag 08.04.2010: Heute konnte ich mit einer Fritz!Box 7390 herumspielen (morgen kommt dann meine eigene), die Wählhilfe bietet auch hier weiterhin keine IP-Nebenstellen als Ziel an. Da ist die fehlende 64Bit-Unterstützung des TAPI-Treibers dann auch egal.


Energieverschwender Raumlüftung

09 01 2009

In unserer neuen Wohnung haben wir eine sogenannte Kölner Lüftung, das bedeutet, dass sich in jedem so belüfteten Raum eine Zuluftöffnung in Bodennähe und eine Abluftöffnung in Deckennähe befinden. Diese werden pro Wohnung mit einem eigenen Lüftungsschacht bedient, dessen Lufteinlass sich (wahrscheinlich) im Keller befindet und dessen Abluftöffnung auf dem Dach mündet. Im Sommer ist das eine Feine Sache, weil der satte Durchzug Gerüche aus Küche, Bad und Toilette ratz fatz rausgezogen hat und dank getrennter Schächte für alle Wohnungen weiß man auch nur durch das Spülgeräusch, dass der Nachbar von unten sein Geschäft verrichtet hat. In der Heizperiode, ganz besonders wenn es wie jetzt eisekalt ist, erweist sich diese Belüftungsform allerdings als krasser Energieverschwender: Unsere Toilette (ohne Heizung) erreicht bald Minusgrade und in der Küche bullert ein Heizkörper am Fenster machtlos gegen die Eiswinde der Lüftung an der Spüle an. Wenn man an der Spüle steht, weht einem tatsächlich kalter Zug um die Beine.

Heute hatten wir die Schnauze voll und haben die Zuluftöffnungen kurzerhand mit Tape abgeklebt, denn die Absperrmechanismen sind verklemmt bzw. nicht vorhanden, wären aber sowieso nicht allzu dicht. Ich bin gespannt, ob das etwas bringt. Vielleicht mal ohne Erfrierungen aufs Klo, der Lufteinlass bläst einem die kalte Luft nämlich genau von hinten an den nackten Po; oder mit normaler Hauskleidung länger in der (Wohn-)Küche aufhalten, das wär mal was. Vielleicht bekommt meine neue elektronische Heizungsregelung dann auch mal was zu tun, momentan hält sie das Ventil in der Küche immer voll geöffnet.

Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir die Sinnlosigkeit von Wärmedämmung der Außenwände ins Auge, wenn die Kälte von innen kommt. Wer also Heizkosten sparen möchte, sollte zu allererst mal seine Feuchtraumbelüftung begutachten und auch sonst mal mit einer Kerze prüfen, wo sich Zugluft bewegt. Ich habe mal eine Weile in einer Wohnung gewohnt, deren Fenster so undicht waren, dass man die dadurch entstehende kalte Zugluft an den Beinen spüren konnte. Da haben wir uns auch doof geheizt.

Lustige Anekdote am Rande: Neulich haben wir an zwei Abenden mit Wochenabstand mit Gästen geraucht. Am Morgen nach dem zweiten Abend sprach und die Nachbarin aus dem fünften Stock an, ob wir das auch gerochen hätten: Wie Stinkbomben hätte es aus der Lüftung gestunken, auch im dritten Stock und letzte Woche schon mal. Auf Nachfrage, wie denn Stinkbomben riechen, legte sie ein verschämtes wie Scheiße nach. Ich dachte schon, die krasse Lüftung hätte den Rauch durch die angelehnte Wohnzimmertür (andere Story) und durch alle Stockwerke gezogen. Aber zum einen riecht der definitiv nicht nach Scheiße, was die Dame als Gelegenheitsraucherin wissen müsste und zweitens ging ich bis dato davon aus, dass jede Wohnung ihren eigenen Lüftungsschacht hat. Trotzdem war ich verunsichert ob der zeitlichen Übereinstimmung. So häufig rauchen wir ja nicht. Ihr Mann beruhigte mich am Nachmittag dann sehr mit seiner Erklärung, dass gelegentlich ungünstige Winde die Lüftungsrichtung umkehren und Gerüche vom Dach in die Wohnung blasen würden. Puh, ich hatte echt gedacht, alle Leute über uns bekämen all unsere olfaktorischen Emissionen ab.


Milkdrop in AIMP2

22 12 2008

Seit einiger Zeit bin ich begeisterter Nutzer des russischen Audioplayers AIMP2, der genau das macht, was ich von einem Audioplayer erwarte. Die Medienbibliothek taugt zwar wahrscheinlich nichts, aber die installiere ich sowieso nicht: Ich kann Medienbibliotheken nicht ausstehen und verlasse mich lieber auf eine gut sortierte Ordnerstruktur.

Was ich an AIMP2 aber immer sehr vermisst habe, sind gute Visualisierungen wie Milkdrop. Die eingebauten Visualisierer sind ein schlechter Scherz und das Programm kann leider keine Winamp-Plugins laden. ProjectM, die Open-Source OpenGL Implementierung von Milkdrop gibt es nur für Linux und MaxOSX. ProjectM klinkt sich in den Audiopfad ein und kann daher Musik aus beliebigen Quellen visualisieren. Schade, dass es das nicht für Windows gibt.

Jetzt habe ich aber endlich eine Möglichkeit gefunden, zumindest das alte Milkdrop 1.04 in AIMP2 zum laufen zu bringen: aimp_vis_winamp ist ein AIMP2 Plugin, das Winamp-Visualisierungen lädt und ganz brauchbar mit Milkdrop 1.04 zusammen arbeitet. Folgende Schritte brachten mich zu einer erfolgreichen Installation:

  1. Download des aimp_vis_winamp Plugins, momentan in Version 0.3; neuere Versionen finden sich ggf. in diesem Thread.
  2. Entpacken der aimp_vis_winamp.dll in das Plugin-Verzeichnis von AIMP2. Wenn nötig (etwa, wenn der Player nicht neu gestartet wurde), das Plugin über den Plugin-Manager laden.
  3. Milkdrop 1.04 herunterladen und irgendwo entpacken. Die *.milk-Presets aus den Unterordnern musste ich ich auf eine Ebene mit der vis_milk.dll bringen, damit sie geladen wurden.
  4. Das aimp_vis_winamp Plugin als Visualisierungs-Plugin in AIMP2 laden:
    Screenshot AIMP2, Laden von aimp_vis_winamp.dll
  5. Entgegen der Beschreibung im Forum, bringt ein einzelner Linksklick in das Visualisierungsfenster jetzt ein Kontextmenü auf den Schirm, in dem ich eine Winamp vis_*.dll laden, dessen Konfigurationsmenü aufrufen und es starten und stoppen kann. Hier lade ich das zuvor entpackte Milkdrop 1.04, das allerdings nur im Vollbildmodus läuft. Milkdrop2 aus dem aktuellen Winamp bringt AIMP2 leider zum Absturz. Andere Winamp-Plugins laufen übrigens auch, wer also die AVS mag, bekommt auch die zum Laufen.

Fazit: Milkdrop 1.04 ist zwar nicht Milkdrop 2, aber immerhin habe ich endlich eine schöne Visualisierung in AIMP2. Ein Windows-Port von ProjectM wäre freilich besser.

Nachtrag 23.12.2008: Es gibt einen Windows-Port von ProjectM, der allerdings recht alt ist und nicht leicht zu finden. Ich habe die Winamp-Plugin-Version davon (von 2004) mit dem Winamp-Loader geladen und das Teil funktioniert auch leidlich: Es scheint irgendwie zu schnell oder zu hektisch zu laufen, jedenfalls nicht schön. Außerdem bekomme ich das Ding nicht in einen Vollbildmodus geschaltet. Naja. Eine aktuelle Version von ProjectM für Windows, vielleicht sogar als Standalone Programm wär ne feine Sache.

Inzwischen habe ich aber Milkdrop2 zum Laufen gebracht und bin fast glücklich. Die Version aus dem aktuellen Winamp wollte zwar nicht, aber es gibt eine Version 2.04D, die im AIMP2 Mega Pack enthalten ist. Dort habe ich die vis_milk2.dll samt der zugehörigen Dateien und der nscrt.dll herauskopiert und jetzt läuft auch Milkdrop2. Juhu! Die Frage ist nur, wie legal das Ganze jetzt ist? Das AIMP2 Mega Pack kann man jedenfalls nur fragwürdig legal und etwas verschämt von russischen Servern ziehen. Eine etwas lästige Eigenschaft der Winamp Plugin Loaders für AIMP2 ist, dass er das zuletzt geladene Plugin beim Playerstart wieder lädt und startet, auch wenn es zuletzt gar nicht gestartet war.