Mein Lifestream ist startklar

26 02 2009

Seit gestern ist meine Lifestream-Seite online und seit gerade eben auch der dazugehörige RSS-Feed. Damit biete ich Euch, liebe Leser, eine halbwegs übersichtliche und optisch erträgliche Möglichkeit, auf einen Blick zu sehen, was es bei mir Neues gibt.

Momentan könnt ihr dort neben Anreißern zu den jeweils letzten fünf Blogeinträgen und Kommentaren auch meine zehn neuesten Microblog-Einträge (Dents) sofort sehen. Wer etwas scrollt, findet weiter unten zehn neue Wong-Bookmarks und fünf neue Qype Bewertungen. Wenn ihr mit der Maus einen Moment über den Links verweilt, könnt ihr im Tooltip jeweils die Beschreibung bzw. einen Anreißer für den Text lesen.

Rechts daneben gibt es Links für alle Feeds einzeln und für den Gesamt-Feed. Der ist für diejenigen unter Euch, die Feeds nutzen, vielleicht eine gute Sache, bietet er doch alle meine aktuellen Inhalte chronologisch sortiert und halbwegs sinnvoll aufgearbeitet für den Feedreader der Wahl an. Ich habe mich hier entschieden, Titel und Autor möglichst aussagekräftig zu gestalten. Ich hoffe das ist mir gelungen.

Ich bin weiterhin und stets offen für Feedback.

Zum technischen Kram: Das Script für den ganzen Lifestream habe ich selber in PHP geschrieben und greife dabei auf das feine SimplePie für das Feed-Handling zurück, das ich um einige Funktionen zur Angleichung der Feedinhalte bereichert habe. Dazu musste ich die SimplePie-Klasse etwas erweitern und ein wenig was drumrum bauen. Wenn Interesse besteht, kann ich das Skript gerne unter einer liberalen Lizenz zur Verfügung stellen. Es ist recht allgemein gehalten und zentral konfigurierbar, vom Template für die Lifestream-Seite natürlich mal abgesehen, das muss jeder für sich selbst und jeden einzelnen Feed anpassen. Alternativ kann man auch ohne viel Eigenarbeit nur den Feedaggregator mit den feinen Angleichungsfunktionen nutzen: Feeds einfach nur zusammen mischen funktioniert nämlich nicht wirklich gut.


Eine kleine Fuck IE6 PHP Klasse

24 02 2009

Aktuell soll ja wieder mal der IE6 endlich sterben. In Norwegen sind einige große Nachrichtenseiten mit einer IE6-Warnung unterwegs und der IE6 Death March ist auch unterwegs. Ich verkaufe schon seit einiger Zeit IE6-Anpassungen nur noch als extra zu bezahlende Zusatzoption, wobei es bei mir dank semantisch sinnvollem Code hier nur um optische Feinheiten geht, die ich für entbehrlich halte. Wie auch immer: Bisher hat kein Kunde Aufpreis für den IE6 zahlen wollen. Geht doch.

Nun baue ich gerade meine Lifestream-Seite auf und befreie mich bei der Gelegenheit von jedem IE6-Mist. Meine Contentboxen hat der IE6 schlicht gar nicht angezeigt (wohl aber konnte man die unsichtbaren Links anklicken), so dass ich mich entschieden habe, dem IE6 und älteren Versionen einfach alle Styles vollständig wegzunehmen und stattdessen eine rote Alarm-Box einzublenden. Die Inhalte bleiben vollständig nutzbar, es sieht nur total scheiße aus. Sehr befriedigend, kann ich so den IE6-Nutzern doch etwas von der Hässlichkeit vermitteln, die dem IE6 innewohnt.

Zu diesem Zweck habe ich eine kleine statische PHP Klasse geschrieben, die ich hiermit gerne zur Verfügung stellen möchte. Wer Lust hat, kann die einfach für sich anpassen und in seine Projekte einbinden. Ich habe mich gegen eine clientseitige Lösung mit CSS und/oder JavaScript entschieden, weil ich "gute" Besucher nicht mit dem für sie sowieso unsichtbaren IE6-Code belasten wollte. Ich denke, das ist eine gute Idee.

Die Klasse ist recht simpel gestaltet und schreit geradezu danach, bei Bedarf verfeinert zu werden (mir reicht das erst mal so). Also in Kürze:

  1. Einbinden der Klasse, etwa indem man den Code direkt in sein Projekt kopiert oder als Datei abspeichert und mit require_once('PFAD/fuck_ie6.class.php'); einbindet.
  2. Da die Klasse statisch ist, muss sie nicht instanziiert werden. Man ruft also die drei statischen Methoden wo man sie braucht.
  3. Folgende Methoden und Variablen stehen zur Verfügung:
    • fuck_ie6::is_ie6() gibt true zurück, wenn der Besucher mit einem IE4, 5 oder 6 unterwegs ist, sonst false. Praktisch, wenn man bestimmte Inhalte wie Stylesheets ohne Conditional Comments für diese Besucher aus- oder einblenden möchte. Im Prinzip ist das nur eine sehr simple RegEx.
    • fuck_ie6::print_style() und fuck_ie6::print_alert_box() printen den Inhalt der Variablen $alert_style und $alert_content in Abhängigkeit vom Browser des Besuchers. Die beiden Methoden ersparen einem also nur die if-Abfrage mit fuck_ie6::is_ie6() im Template ein.
    • Die beiden Variablen $alert_style und $alert_content enthalten den Style und den Code, die für die Alarm-Box genutzt werden sollen. Hier finden Anpassungen an die eigenen Wünsche statt.

<?php
/**
* a very simple static class for sniffing Internet Explorer 6 and below
*
* can detect whether the user comes with an annoying IE (version 4,5 or 6)
* additionally holds content and styles for a red alert box
*
* @author	Gregor Nathanael Meyer <Gregor [at] der-meyer.de>
* @license  http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ Creative Commons cc-by-sa
* @version  0.1  first release
*/
class fuck_ie6
{
  /**
    * the style block used for the alert box
    * @static
    */
  public static $alert_style = '  <style>
  .errorBox {
    background: #fbe3e4;
    color: #8a1f11;
    border: 2px solid #fbc2c4;
    width: 80%;
    padding: 25px;
    margin: 0 auto;
    font-size: 1em;
    line-height: 1.3em;
  }
  </style>';
  
  /**
    * the HTML of the alert box
    * @static
    */
  public static $alert_content = '<p class="errorBox"><strong>Alarm:</strong> Offensichtlich bist Du mit einem alten Internet Explorer (6.0 oder älter) unterwegs. Da dieser Browser aus dem Jahr 2001 die auf dieser Seite genutzten modernen Webstandards nicht hinreichend unterstützt, habe ich das visuelle Beiwerk für Dich deaktiviert. Die Inhalte sind weiterhin erreichbar.</p>';
  
  
  /**
    * the IE6 detector function
    * uses just a simple RegEx to read the UA string
    * @static
    */
  public static function is_ie6()
  {
    return preg_match('#^Mozilla/4.0 \(compatible; MSIE [456]#i', $_SERVER['HTTP_USER_AGENT']) ? true : false;
  }
  
  /**
    * prints the style block in case of IE<=6
    * @static
    */
  public static function print_style()
  {
    if ( self::is_ie6() )
    {
      echo self::$alert_style;
    }
  }
  
  /**
    * prints the alert box content in case of IE<=6
    * @static
    */
  public static function print_alert_box()
  {
    if ( self::is_ie6() )
    {
      echo self::$alert_content;
    }
  }
}

Ein Beispiel könnt ihr bei meinem Lifestream sehen.


Fritz!Box als SIP-Telefonanlage - Eine Liebeserklärung

07 02 2009

Da lese ich so ganz beiläufig in einem Nachsatz bei Golem erwähnt, dass die neue Labor-Firmware für die Fritz!Box 7270 als SIP-Registrar fungiert. Liebe AVM-Leute und liebe Leute bei Golem: Das ist ein Killerfeature, keine Nebensache! Sonst fallen mir in dem Preisbereich nur frickelige Asterisk Selbstbau-Router und die als Router quasi unbrauchbare HorstBox Professional als Anlage für interne SIP-Telefonie ein und die Fritz!Box bringt das mal so nebenbei mit. Plus internem und externem S0-Bus und Analog-Telefonie, plus hervorragendem Router, plus DECT Basisstation, plus hervorragendem Multiband-WLAN, plus herausragender Firmware-Pflege. Ach ja, und plus relativ leicht konfigurierbarer VPN-Lösung. Ich habe ja schon viele Router besessen und noch mehr Router betreut, aber keiner hat mich so nachhaltig glücklich gemacht, wie meine beiden Fritz!Boxen. Und die nächste Generation bringt auch endlich den lange erwarteten Gigabit-Switch mit, fehlt dann noch was?

Ich weiß, dass man schon lange Asterisk auf der Fritz!Box installieren kann, aber solche Bastellösungen möchte ich nicht gerne Leuten ans Herz legen, schon gar nicht für die Bürotelefonie. Wenn man Basteln will, kann man ja noch ganz andere famose Dinge mit der Box anstellen.

Nachtrag 23.07.2009: Ich habe inzwischen eine Fritz!Box 7270 als SIP-Registrar für drei Siemens OpenStage 40 Telefone (die ich nebenbei bemerkt zum Kotzen finde) testen können. Die Einrichtung funktioniert ganz vorzüglich, auch die Telefonie läuft in den ersten Tagen problemlos und stabil, ganz im Gegensatz zur vorher eingesetzten D-Link HorstBox Professional. Aber: Zwei ganz wichtige Funktionen funktionieren zur Zeit nicht mit SIP-Nebenstellen! Die erste Funktion ist die TAPI-Wahl und -Überwachung (und auch die Wählhilfe), bei der man zur Zeit nur für analoge Nebenstellen oder alle ISDN-Telefone auswählen kann. Die AVM-Hotline versprach diese Funktion für das nächste reguläre Update Ende August oder Anfang September. Immerhin. Viel schlimmer aber ist die fehlende Möglichkeit, Gespräche von einer SIP-Nebenstelle aus zu vermitteln. Das Handbuch weist für die Vermittlungsfunktion die R-Taste aus, die es freilich nur an analogen Telefonen gibt. Die SIP-Funktion für Vermitteln ist in der Fritz!Box derzeit nicht implementiert! Halten und Makeln funktionieren immerhin. Ich stehe in Kontakt mit der AVM-Hotline, die meine Anregung an den zuständigen Produktmanager weitergeleitet hat. Sollte sich da innerhalb der nächsten zwei Wochen nichts tun, fliegt die Fritz!Box bei meinem Kunden leider wieder raus. Vermitteln ist eine 100%ige Muss-Funktion für jedes Büro und auch im privaten Einsatz. Sehr sehr ärgerlich und enttäuschend, vor allem weil die HorstBox Professional (trotz Asterisk) so scheiße ist und eigentlich hochkant rausfliegen sollte. Ich bleibe am Ball.

Nachtrag 05.08.2009: Inzwischen habe ich nochmals Nachricht vom AVM-Support bekommen. Die Funktionalität Weiterverbinden von SIP-Nebenstellen aus wird nicht kurzfristig eingebaut werden, scheinbar hat man andere Prioritäten. Man empfahl mir eine andere Lösung zu nutzen. Das Einfachheits-Paradigma der Fritz!Box hätte oberste Priorität, jetzt frage ich mich, warum eine Implementierung der Verbinden-Funktion nach SIP-Standard die Einfachheit der Fritz!Box Konfiguration angreift. Da muss ja nichts konfiguriert werden, zumindest lief das mit der Horst!Box auf Anhieb. Ich werde jetzt wohl Asterisk auf der Fritz!Box installieren müssen und mich da durchfuchsen. Sehr ärgerlich und enttäuschend das ganze.

Nachtrag 09.10.2009: heute habe ich noch mal bei AVM nachgefragt und folgende Absage bekommen:

Das Leistungsmerkmal Vermitteln bei IP-Telefonen an der FRITZ!Box wird von uns auch derzeit noch nicht unterstützt. Eine Unterstützung dieses Leistungsmerkmals in dem noch für dieses Jahr geplanten Update ist nicht zu erwarten. Ob und ggf. wann das Vermitteln oder andere Leistungsmerkmale für IP-Telefone an der FRITZ!Box in zukünftigen Firmware-Updates bereit gestellt werden, steht noch nicht fest.

In diesem Licht kann ich vom Einsatz der Fritz!Box für SIP-Nebenstellen in einem Büro-Szenario derzeit leider nur abraten. Wenn man auf eine Vermittlung zwischen den Nebenstellen verzichten kann, ist die SIP-Implementierung der Fritz!Box trotzdem angenehm problemlos. Ob TAPI-Funktionen wie Wahl vom Rechner aus für SIP-Nebenstellen wie ursprünglich mal versprochen in der nächsten Firmware eingeführt werden, ist angesichts der obigen Aussage auch nicht mehr sicher. Sehr unschön das Ganze, SIP-Nebenstellen sind bei AVM scheinbar die ungeliebten Stiefkinder der Telefonanlage.


Energieverschwender Raumlüftung

09 01 2009

In unserer neuen Wohnung haben wir eine sogenannte Kölner Lüftung, das bedeutet, dass sich in jedem so belüfteten Raum eine Zuluftöffnung in Bodennähe und eine Abluftöffnung in Deckennähe befinden. Diese werden pro Wohnung mit einem eigenen Lüftungsschacht bedient, dessen Lufteinlass sich (wahrscheinlich) im Keller befindet und dessen Abluftöffnung auf dem Dach mündet. Im Sommer ist das eine Feine Sache, weil der satte Durchzug Gerüche aus Küche, Bad und Toilette ratz fatz rausgezogen hat und dank getrennter Schächte für alle Wohnungen weiß man auch nur durch das Spülgeräusch, dass der Nachbar von unten sein Geschäft verrichtet hat. In der Heizperiode, ganz besonders wenn es wie jetzt eisekalt ist, erweist sich diese Belüftungsform allerdings als krasser Energieverschwender: Unsere Toilette (ohne Heizung) erreicht bald Minusgrade und in der Küche bullert ein Heizkörper am Fenster machtlos gegen die Eiswinde der Lüftung an der Spüle an. Wenn man an der Spüle steht, weht einem tatsächlich kalter Zug um die Beine.

Heute hatten wir die Schnauze voll und haben die Zuluftöffnungen kurzerhand mit Tape abgeklebt, denn die Absperrmechanismen sind verklemmt bzw. nicht vorhanden, wären aber sowieso nicht allzu dicht. Ich bin gespannt, ob das etwas bringt. Vielleicht mal ohne Erfrierungen aufs Klo, der Lufteinlass bläst einem die kalte Luft nämlich genau von hinten an den nackten Po; oder mit normaler Hauskleidung länger in der (Wohn-)Küche aufhalten, das wär mal was. Vielleicht bekommt meine neue elektronische Heizungsregelung dann auch mal was zu tun, momentan hält sie das Ventil in der Küche immer voll geöffnet.

Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir die Sinnlosigkeit von Wärmedämmung der Außenwände ins Auge, wenn die Kälte von innen kommt. Wer also Heizkosten sparen möchte, sollte zu allererst mal seine Feuchtraumbelüftung begutachten und auch sonst mal mit einer Kerze prüfen, wo sich Zugluft bewegt. Ich habe mal eine Weile in einer Wohnung gewohnt, deren Fenster so undicht waren, dass man die dadurch entstehende kalte Zugluft an den Beinen spüren konnte. Da haben wir uns auch doof geheizt.

Lustige Anekdote am Rande: Neulich haben wir an zwei Abenden mit Wochenabstand mit Gästen geraucht. Am Morgen nach dem zweiten Abend sprach und die Nachbarin aus dem fünften Stock an, ob wir das auch gerochen hätten: Wie Stinkbomben hätte es aus der Lüftung gestunken, auch im dritten Stock und letzte Woche schon mal. Auf Nachfrage, wie denn Stinkbomben riechen, legte sie ein verschämtes wie Scheiße nach. Ich dachte schon, die krasse Lüftung hätte den Rauch durch die angelehnte Wohnzimmertür (andere Story) und durch alle Stockwerke gezogen. Aber zum einen riecht der definitiv nicht nach Scheiße, was die Dame als Gelegenheitsraucherin wissen müsste und zweitens ging ich bis dato davon aus, dass jede Wohnung ihren eigenen Lüftungsschacht hat. Trotzdem war ich verunsichert ob der zeitlichen Übereinstimmung. So häufig rauchen wir ja nicht. Ihr Mann beruhigte mich am Nachmittag dann sehr mit seiner Erklärung, dass gelegentlich ungünstige Winde die Lüftungsrichtung umkehren und Gerüche vom Dach in die Wohnung blasen würden. Puh, ich hatte echt gedacht, alle Leute über uns bekämen all unsere olfaktorischen Emissionen ab.


Milkdrop in AIMP2

22 12 2008

Seit einiger Zeit bin ich begeisterter Nutzer des russischen Audioplayers AIMP2, der genau das macht, was ich von einem Audioplayer erwarte. Die Medienbibliothek taugt zwar wahrscheinlich nichts, aber die installiere ich sowieso nicht: Ich kann Medienbibliotheken nicht ausstehen und verlasse mich lieber auf eine gut sortierte Ordnerstruktur.

Was ich an AIMP2 aber immer sehr vermisst habe, sind gute Visualisierungen wie Milkdrop. Die eingebauten Visualisierer sind ein schlechter Scherz und das Programm kann leider keine Winamp-Plugins laden. ProjectM, die Open-Source OpenGL Implementierung von Milkdrop gibt es nur für Linux und MaxOSX. ProjectM klinkt sich in den Audiopfad ein und kann daher Musik aus beliebigen Quellen visualisieren. Schade, dass es das nicht für Windows gibt.

Jetzt habe ich aber endlich eine Möglichkeit gefunden, zumindest das alte Milkdrop 1.04 in AIMP2 zum laufen zu bringen: aimp_vis_winamp ist ein AIMP2 Plugin, das Winamp-Visualisierungen lädt und ganz brauchbar mit Milkdrop 1.04 zusammen arbeitet. Folgende Schritte brachten mich zu einer erfolgreichen Installation:

  1. Download des aimp_vis_winamp Plugins, momentan in Version 0.3; neuere Versionen finden sich ggf. in diesem Thread.
  2. Entpacken der aimp_vis_winamp.dll in das Plugin-Verzeichnis von AIMP2. Wenn nötig (etwa, wenn der Player nicht neu gestartet wurde), das Plugin über den Plugin-Manager laden.
  3. Milkdrop 1.04 herunterladen und irgendwo entpacken. Die *.milk-Presets aus den Unterordnern musste ich ich auf eine Ebene mit der vis_milk.dll bringen, damit sie geladen wurden.
  4. Das aimp_vis_winamp Plugin als Visualisierungs-Plugin in AIMP2 laden:
    Screenshot AIMP2, Laden von aimp_vis_winamp.dll
  5. Entgegen der Beschreibung im Forum, bringt ein einzelner Linksklick in das Visualisierungsfenster jetzt ein Kontextmenü auf den Schirm, in dem ich eine Winamp vis_*.dll laden, dessen Konfigurationsmenü aufrufen und es starten und stoppen kann. Hier lade ich das zuvor entpackte Milkdrop 1.04, das allerdings nur im Vollbildmodus läuft. Milkdrop2 aus dem aktuellen Winamp bringt AIMP2 leider zum Absturz. Andere Winamp-Plugins laufen übrigens auch, wer also die AVS mag, bekommt auch die zum Laufen.

Fazit: Milkdrop 1.04 ist zwar nicht Milkdrop 2, aber immerhin habe ich endlich eine schöne Visualisierung in AIMP2. Ein Windows-Port von ProjectM wäre freilich besser.

Nachtrag 23.12.2008: Es gibt einen Windows-Port von ProjectM, der allerdings recht alt ist und nicht leicht zu finden. Ich habe die Winamp-Plugin-Version davon (von 2004) mit dem Winamp-Loader geladen und das Teil funktioniert auch leidlich: Es scheint irgendwie zu schnell oder zu hektisch zu laufen, jedenfalls nicht schön. Außerdem bekomme ich das Ding nicht in einen Vollbildmodus geschaltet. Naja. Eine aktuelle Version von ProjectM für Windows, vielleicht sogar als Standalone Programm wär ne feine Sache.

Inzwischen habe ich aber Milkdrop2 zum Laufen gebracht und bin fast glücklich. Die Version aus dem aktuellen Winamp wollte zwar nicht, aber es gibt eine Version 2.04D, die im AIMP2 Mega Pack enthalten ist. Dort habe ich die vis_milk2.dll samt der zugehörigen Dateien und der nscrt.dll herauskopiert und jetzt läuft auch Milkdrop2. Juhu! Die Frage ist nur, wie legal das Ganze jetzt ist? Das AIMP2 Mega Pack kann man jedenfalls nur fragwürdig legal und etwas verschämt von russischen Servern ziehen. Eine etwas lästige Eigenschaft der Winamp Plugin Loaders für AIMP2 ist, dass er das zuletzt geladene Plugin beim Playerstart wieder lädt und startet, auch wenn es zuletzt gar nicht gestartet war.


Privatmodus

01 09 2008

Safari hat ihn eingeführt, der Internet Explorer 8 wird ihn auch haben, für den Firefox gibt es ihn schon lange als Plugin (Stealther), nur Opera kennt ihn nicht: Den temporären Privatmodus, der auf Knopfdruck jegliche Spurenaufzeichnung im Browser abschaltet, ohne die sonstige History anzufassen. Eine geniale Erfindung, gerade wenn man intensiven Gebrauch all dieser Komfortfunktionen macht. Böse Zungen nennen ihn auch den Pornomodus und das trifft es ganz hervorragend: Niemand möchte, dass bei der Eingabe von einzelnen Buchstaben in der Adresszeile in der Pornoseiten-History vom Vorabend gewühlt wird. Diese Information ist für einen selber meist nur lästig, für Zuschauer hingegen sehr aufschlussreich. Also schaltet man die Aufzeichnung einfach vorher ab und nachher wieder ein und alles ist gut.

Es ist mir tatsächlich schleierhaft, wieso Opera nicht schon lange so einen Modus hat. Sonst sind die Jungs ja führend bei solchen Funktionen. Noch besser wäre eine seitenspezifische Einstellung, die die Spurenaufzeichnung für einzelne Seiten (und am besten von dort verlinkte andere Seiten) vollständig abschaltet, ohne manuelle Eingriffe. Das wär toll. Opera?

Nachtrag: Bevor jemand denkt, ich würde die Nachrichten nicht lesen: Natürlich komme ich gerade jetzt da drauf, weil dieser Modus auch eine Kernfunktion des neuen Google-Browsers ist. Besonders interessant daran finde ich, das Google ja nicht gerade für Datensparsamkeit bekannt ist. Da bin ich gespannt auf heute Abend, wenn die Betaversion kommt.


Linktipp: Videospiele machen schlau und fett

25 08 2008

Thomas Knüwer weist auf ein gutes Interview zum Thema Videospiele hin. Wer offen ist für eine plausible Gegenstimme zur einseitigen, falschen, kurzsichtigen, panikmachenden und dummen "Killerspiel"-Berichterstattung von Frontal 21 und Co., der lese mal dieses Interview mit dem Kognitionspsychologen Dietrich Dörner bei der Welt Online zum Thema Computerspiele und Psychologie. Es lohnt sich, ich werde es mal meinen Eltern an die Hand geben.

P.S. Über Frontal 21 weiß ich, von den unfassbaren Killerspiel-Beiträgen abgesehen, nichts weiter. Aber ich würde diesem Magazin nichts mehr ungeprüft glauben. Ich würde gar bisher selten angezweifelte geschichtliche Ereignisse nochmal nachlesen, wenn die darüber berichten würden. Wie nur zwei Beiträge einem die Augen öffnen können gegenüber einem Fernsehmagazin, das sich offiziell investigativem Journalismus verschrieben hat, in Wirklichkeit aber höchst einseitig einen Meinungsfeldzug führt.

Nachtrag 26.08.2008: Hannah schickte mir diesen Link, wo ein Frontal 21 Beitrag zum Thema Stromtarifvergleiche einmal genau auseinandergenommen wird.


Der Ritt auf dem Eifel-Coaster im Eifelpark

15 08 2008

Gestern war ich im Eifelpark, weil mich schon seit Ewigkeiten nach einer Sommerrodelbahn dünkt. Die Eifel ist voll von den Dingern, wie man in der ausnehmend hässlichen SoRoDa gut sehen kann. Der Typ Alpine-Coaster hat aber mein besonderes Interesse geweckt, also musste es der Eifelpark sein. Um mich nicht zu wiederholen, verweise ich als Begründung, warum sich die fast 200km Anfahrt dorthin lohnen, auf meinen Qype-Beitrag zum Eifelpark. Hatte ich erwähnt, dass ich Bären liebe? Egal. Hier ein auf die Schnelle gemachtes Video einer Abfahrt mit besagtem Coaster:

Mit JavaScript und Flash würde hier ein Video zu sehen sein.

Alternativ: Video herunterladen

Es lohnt sich also offensichtlich, würde ich sagen. Auch die Freifallrutsche (11m Fallhöhe im 60-Grad-Winkel) kickt durchaus. Demnächst ist das Toverland dran, dort gibt es unter anderem so einen Elektrobob (ebenfalls von der Firma Wiegand), der ebenfalls Spaß verspricht. In der Nähe von Venlo ist auch nicht so weit wie Gondorf bei Bitburg und bequem in einer Stunde zu erreichen. Außerdem ist Holland ja auch immer eine Reise wert…

P.S. Ja, ich hab ein paar mal gebremst und ja, ich hab es mit der Kurvenneigung der Kamera übertrieben. Die Tonspur bestand leider nur aus Windgeräuschen, ansonsten hätte man hören können, wie leise das Ding fährt. Feine Sache.


Direkt mal Döner holen gehen

25 06 2008

…und zur Strafe bis mindestens sechs Uhr hupen fahren.


Zur Abwechslung mal ein brauchbarer MP3-Player

20 06 2008

Vor einiger Zeit hatte ich ja den beschissensten MP3-Player gekauft, den man sich vorstellen kann. Das Ding hat dermaßen laute Nebengeräusche produziert verbrochen, dass die fehlenden Bässe und der miese Klang darin völlig untergegangen sind. Zusätzlich haben die Tasten nur ab und zu funktioniert und ständig hat man eine andere Funktion aktiviert, als man beabsichtigt hatte, weil das schwabbelige Steuerkreuz gerne mal die Nachbarfunktion gedrückt hat. Ich hab das Ding eingetütet und werde es bei Gelegenheit im Rhein versenken oder so. Grr.

Also war ich nochmals bei Conrad und hab nen Verkäufer angequatscht. Er hat mir für mein Anwendungsprofil einen Player von X4-Tech empfohlen, allerdings hatte ich vor zwei Jahren mal einen Vorgänger davon. Diagnose: Unbrauchbar wegen hakeliger Bedienung und störenden Nebengeräuschen. Alternativ empfahl er mir einen 2GB Player von Odys für schlappe 20€, und falls der wieder Nebengeräusche hätte (was er nicht wusste), könnte ich ihm den um die Ohren hauen. Das klang nach einem guten Deal. Und was soll ich sagen? Das Teil ist prima: Fast kein Rauschen, keine Nebengeräusche, brauchbarer Klang, funktionierende Knöpfe, ID3-Tag-Anzeige, alternativ Dateinamen. Und sogar zwei Kopfhörerausgänge, falls man sowas mal braucht (in meiner Jugendzeit hätte ich gerne sowas gehabt). Endlich. Und dann auch noch für lächerliche 20€.

Die erwähnten Vivanco-Dreckskopfhörer habe ich auch durch welche von Panasonic ersetzt. Lästig, dass die Auswahl bei Silikonstöpsel-Ohrhörern mit Umhängeband so klein ist, aber die Dinger klingen ganz brauchbar. Dieser Renkforce-Player und die Vivanco-Ohrhörer haben mich 23€ Lehrgeld gekostet.

P.S. Der Verkäufer hat mich geduzt, ebenso wie der Paketbote neulich. Soll man sich darüber freuen, wie einer auszusehen, den man duzt? Ich finds eigentlich recht cool.


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