…oder so. Jedenfalls habe ich gestern meine letzte richtige Prüfungsphase abgeschlossen. Im nächsten Semester wird es ein Projekt mit Abschlusspräsentation geben und ich werde eine Thesis schreiben, zu der noch ein Kolloquium im Dezember gehört. Aber richtige Prüfungen mit lernen müssen und so und schlechtem Gewissen, dass man das nicht getan hat, habe ich keine mehr. Genial! Ich habe Klausuren immer gehasst.
Mein Thesisthema ist auch soweit durch, da hatte ich gestern noch ein erstes Gespräch zu. Ich bin richtig motiviert, denn es ist ein spannendes Thema. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht.
Die letzte "Prüfung" gestern war übrigens ebenso bescheuert, wie die ganze Veranstaltung mit dem Fachbereich Architektur. Eine Farce. Meine Architektin hat fast alle meine (zuvor schon massiv gekürzten) Inhalte aus der Präsentation genommen, so dass kaum noch Inhalte übrig blieben. Natürlich hat sie mir die Präsentation nicht wie versprochen am Vorabend noch geschickt, sondern kam erst um viertel nach neun mit einem viel zu teuren Ausdruck angedackelt, wo wir eigentlich zwecks Abstimmung um halb neun verabredet waren. Grr. Ich guck da rein und bekomme nen Herzinfarkt: Wo sind meine Inhalte hin? Ich habe dann schnell noch wenigstens eine Folie einbauen können und habe den Rest der Präsentation quasi von einem Zettel aus bestritten. Eine infame Mischung aus Powerpoint-Karaoke und einer Präsentation, bei der der erzählte Inhalt nicht mit den Folien an der Wand übereinstimmt. Peinlich.
Aber so wie mir ging es auch anderen, so dass die 17 Präsentationen (mit mehr oder weniger gleichem Inhalt) meistens eher peinlich als gut waren. Keiner von meinen Kommilitonen hatte noch Bock da drauf, dazu amok laufende Architekten mit eigenem Kopf und eine gehörige Portion Langeweile. Scheußlich und vor allem mit den sonstigen Präsentationsleistungen meiner Kommilitonen nicht mal im Ansatz in einer Liga. Wir haben die Scham immerhin mit Indifferenz gegenüber den 2,5 Credits und ner Menge Alkohol runter gespült.
Alles in allem gab es in diesem Semester zwei Highlights und zwei absolute Tiefpunkte im ganzen Studium: Der Messeteil im Modul Messemanagement und das GWA Projekt mit Frau Rieck im Modul Designmanagement waren wirklich mehr als super (und anstrengend). Dafür waren der Architekturteil im Modul Messemanagement und die sogenannte "Designmanagement-Vorlesung" die beiden Tiefpunkte im gesamten Studium. Man sollte wirklich den Mantel des Schweigens darüber breiten. Hoffentlich haben wir uns alle mit dem Scheiß nicht die Modulnoten versaut, das wäre wirklich ärgerlich.
Vielleicht sollte man auch beim nächsten mal jemanden Fragen, der sich damit auskennt. Frau Rieck hätte auch Designmanagement machen können. Das wär mal geil gewesen und wir hätten ne Menge gelernt. Und man hätte uns auch einfach mal nennenswert betreuen können bei den Architekten. Deren Profs haben uns nur ein Gefühl von Überflüssigkeit gegeben und zur Präsentation kommt dann das erste mal Frau Kalka (Professorin von unserem Fachbereich) und bewertet uns? Anhand welcher Kriterien? Anhand der Präsentation, die die Architekten versemmelt haben? Vielen Dank! Ein konzeptioneller Fehler in der Veranstaltung, Erziehungsurlaub hin oder her. Da hätte eine Vertretung her gemusst.
Mal schauen, was die Noten sagen.
Nachtrag: Die Designmanagement-Klausur war scheiße, entsprechend auch meine Note: 3,3. Mit Jura zusammen die mit Abstand schlechtesten Noten in meinem gesamten Studium.