Rainbow Six Vegas

07 05 2009

Rainbow Six Vegas ist ein Shooter nach meinem Geschmack: Simple lineare Story, spannender Spielablauf und vor allem die Funktion, in Deckung zu gehen ist genial gelöst. Nicht zu vergessen auch die Coolness, wenn man kopfüber am Seil hängend durch Fenster schießt. Was aber eine schiere Unverschämtheit ist, ist das Spawnverhalten der Computerspieler. Es gibt unsichtbare Schalter, die neue Gegner erscheinen lassen, was schon lästig genug ist. Die Krone war aber folgender Spawnfehler: Ich habe eine geschlossene und überschaubare Fläche gesäubert und das Team Deckung für Deckung weiter geschickt, während ich das Gelände aus erhöhter Position weiter im Auge behalten habe. Dann bin ich hinterher gegangen und wurde völlig von einem Gegner überrascht, der genau an der Stelle stand, wo mein Team ca. 10 Sekunden zuvor entlang gegangen ist. Das Team löst diese Schalter offenbar nicht aus und an dieser Stelle spwant der Gegner tatsächlich aus dem Nichts mitten ins Gelände. Sonst löst man wenigstens nur durch irgendwelche Türen hereinstürmende Truppen aus. Es trübt des Spielspaß bei einem solchen Shooter doch immens, wenn man wegen solcher Ungereimtheiten kein taktisch kluges Spiel machen kann. Auch dass die Teammitglieder ständig hohl in schweren Beschuss reinlaufen und dann gerettet werden müssen, nervt. Wie oft stirbt man selber, weil man seinen Kollegen aufhelfen muss. Die meiste Zeit weise ich die Teammitglieder an, sich irgendwo hinzustellen und mir im Zweifel den Rücken frei zu halten. Erst wenn ich dann den Raum gesäubert habe, lasse ich sie nachkommen. Überschaubare Räume, in denen sich nur zwei bis vier Gegner befinden, räumen die beiden aber äußerst zuverlässig und effektiv auf. Ein Spaß, das mit der Snake-Cam durch eine andere Tür zu beobachten.

Ebenfalls eher tumb als realistisch sind die Computergegner: Da unterhalten sich zwei und stehen direkt nebeneinander, man tötet einen von ihnen und nur weil der andere einen nicht gesehen hat, passiert nichts weiter. Wenn der andere noch "Ich hab was gehört" ruft, ist das schon gut, reagieren tut er nicht. Schalldämpfer kann man sich sowieso komplett sparen: Es macht keinen Unterschied. Wichtig für die Reaktion der Gegner ist lediglich, ob man sie sehen konnte, während man geschossen hat; selbst wenn man aus hunderten von Metern mit einem schallgedämpften Scharfschützengewehr gearbeitet hat, wissen sie, woher der Schuss kam. Aber nur, solange sie im Sichtfeld waren, sonst interessieren sie sich überhaupt nicht dafür.

Ich hätte also gerne einen Shooter mit dem Movement und dem Setting von Vegas, aber mit halbwegs kluger KI, so dass das eigene Verhalten einen Unterschied ausmacht. Wenn ich schleiche und Schalldämpfer benutze, sollte etwas anderes passieren, als wenn ich mit ratterndem MG durch die Gänge renne. Und vielleicht sollten die Gegner in einem Level gar nicht spawnen, sondern sich bereits beim Betreten alle irgendwo aufhalten und auch bewegen. Momentan ist es jedenfalls recht verlässlich vorauszusagen, wo man mit Gegnern rechnen kann. Teilweise wirft man Granaten um Ecken, weil da immer zwei Typen stehen, die erst loslaufen, wenn man um die Ecke kommt. Oder man geht voll gezoomt an einer Stelle lang, um den genau dann erscheinenden Scharfschützen auf dem Dach zu erwischen, muss dann aber ganz schnell hinter eine Deckung zurücklaufen, um die aus der Tür kommenden drei Gegner zu erwischen, bevor die ihre Deckungen erreicht haben. Dann fünf Sekunden warten und den Lastwagen im Auge behalten, hinter dem gleich zwei weitere Gegner hervorkommen, während man mögliche Treffer von den jetzt erst auf der eigentlich schon kontrollierten Galerie gespawnten Gegner einsteckt. So studiert man an manchen Stellen – besonders wenn man viele Versuche benötigt – eine regelrecht ausgefuchste Choreographie ein.


Mal wieder das Scheinproblem Killerspiele

13 03 2009

Mal wieder ein Amoklauf, mal wieder die Killerspieldebatte. Beckstein reißt natürlich sofort wieder das Maul auf und verzapft Unsinn:

Fernab dessen müsse zudem geklärt werden, ob Tim K. Killer- und Gewaltspiele auf dem Computer gespielt habe: Nicht jeder Nutzer macht einen Amoklauf, aber ein hoher Anteil unter den Amokläufern hat Killerspiele genutzt, so Beckstein zu SPIEGEL ONLINE: Da sollten wir nachbohren.

Waffengesetze nicht verschärfen, das bringe nichts. Aber Killerspiele müssen verboten werden. Was für eine hirnlose Argumentationskette. Es ist doch am Ende vollkommen irrelevant, ob dass Tim K. Killerspiele "genutzt" hat. Natürlich spielt jemand, der derart gestört ist, dass er Amok läuft, auch Killerspiele und hat (Softair-)Waffen. Die Frage ist ja, warum jemand in die Schule geht und seine Mitschüler tötet. Und da sehe ich in der Hitliste der Gründe einsam an der Spitze eine irgendwie geartete psychische Störung; und dass die durch Killerspiele verursacht wird, konnte bisher keine wissenschaftliche (im Sinne von seriös) Studie belegen. Und selbst wenn das bei diesem Einzelfall der Fall wäre, was sagt das aus? Rein statistisch belegbar ist, ist dass Killerspiele von Millionen Jugendlicher und Erwachsener seit vielen Jahren intensiv genutzt werden und man dennoch die Amokläufe in der Zeit an einer Hand abzählen kann.

Eigentlich muss man nicht mehr sagen, aber vielleicht wäre noch zu erwähnen, dass man mal in die Geschichtsbücher schauen sollte. Dort sind Amokläufe in allen Gesellschaften dokumentiert und deren Zahl ist keineswegs signifikant niedriger als seit der Verbreitung von mehr oder weniger realistischen Killerspielen in den letzten zehn Jahren. Relativ neu ist nur, dass (ehemalige) Schüler ihrer Schule einen bewaffneten Besuch abstatten. Sicher kann man dann auch (!) über den Einfluss von Killerspielen und Gewaltvideos und Softair-Waffen reden, aber sich von einem Verbot von alledem irgendeine Veränderung zu erträumen halte ich für unfassbar an der Realität vorbei. Johnny Haeusler denkt hier in eine wichtige und in der Diskussion stark vernachlässigte Richtung: Bei der Frage, warum Amokläufer erst in neuerer Zeit (auch) Schulen als Ziel wählen, sollte man sich vielleicht auch mal fragen, was diese an ihrer Schule und ihren Mitschülern so sehr hassen bzw. warum sie all ihre aufgestaute Aggression darauf projizieren. Dass darauf Killerspiele eine Antwort sind sehe ich nicht.

Offenbar sehen auch Spiegel Online und der Chef-Ermittler das nicht. Folgenden Absatz hätte ich heutzutage vom Spiegel gar nicht mehr erwartet, gerade angesichts der inzwischen auch dort üblichen Ja, genau! Berichterstattung. Ich bin wirklich positiv überrascht:

Auf seinem Computer, der in seinem Zimmer stand, fanden die Ermittler ein paar wenige Pornobilder und Gewaltspiele - "wie es viele Jugendliche haben", so Chef-Ermittler Mahler. Alles nichts Außergewöhnliches für einen Menschen in seinem Alter.

Genau das ist der Punkt! Ein paar Pornobilder und auch Gewaltspiele sind alles andere als auffällig, weil sie einen Normalfall darstellen und keineswegs belegbar zu Amokläufen führt. Wie soll man das angesichts solch geringer Fallzahlen auch statistisch verlässlich belegen können? X Millionen Spieler gegen drei Amokläufer in Deutschland (insgesamt, gezählt die, die mit Killerspielen in Verbindung gebracht wurden).

P.S. Wenn heute einer Amok läuft, denke ich übrigens erst beim zweiten Gedanken oh wie schlimm, vorher kommt noch hoffentlich hatte der Typ sein Zimmer nicht mit Counterstrike-Postern gepflastert, sonst gibts wieder diese beschissene Killerspiel-Diskussion. Das ist zynisch und ich schäme mich etwas dafür. Aber ich bin über die Jahre so konditioniert worden und damit bin ich nicht alleine: Schaut man in die Presse dreht sich die Diskussion nicht primär um die Tat selber und die armen Opfer und deren Familien, sondern erst mal um das Scheinproblem Killerspiele. Wirklich gut gemacht, Beckstein und Konsorten…

P.P.S Für Freunde der gepflegten Verschwörungstheorie: Wer hat als einziger Interesse an Amokläufen? Beckstein und die CSU! Bestimmt sind die für die ganzen Amokläufe verantwortlich. Diese Herleitung halte ich für höchstens so albern, wie die Herleitung einer Notwendigkeit eines Killerspielverbots aus drei Amokläufern in Deutschland und der Tatsache, dass diese Waffennarren (wie Millionen andere auch) Killerspiele gespielt haben.

P.P.P.S. Blame Canada!

Nachtrag 17.03.2009: EIn ganz absonderlich feiner Text zum ahnungslosen World of Warcraft Dummgeschwätz. Lesebefehl, ist auch kurz genug!


Ich werde diese Schallplatte nicht kaufen, sie ist zerkratzt

09 09 2008

Oh ja, irgendwie hat der Widerstand gegen ärgerlichen Kopierschutz bei Spielen ein gutes Forum gefunden: Die Amazon-Bewertungen. Aktuell fluten tausende genervter Spieler die Amazon-Bewertungen zum Spiel Spore mit 1-Stern-Bewertungen, weil sie sich nicht vom eingesetzten SecuRom Kopierschutz gängeln lassen wollen. Recht so! Das Spiel muss aktiviert werden und das geht genau drei Mal, danach muss man telefonieren und sich rechtfertigen. Die drei Mal sind schnell erreicht, denn eine neue Grafikkarte oder die Nutzung auf verschiedensprachigen Windows-Accounts (auf einem Rechner!) lassen den Zähler gnadenlos herunterzählen. Ein Unding, was man sich da als ehrlicher Käufer gefallen lassen muss, während die Nutzer von illegalen Kopien keine derartigen Probleme haben; es trifft also genau die falschen.

Daraus müsste sich doch was machen lassen. Wie wäre es mit einer Petitionsseite, wo sich jeder einträgt, der ein Spiel wegen eines ärgerlichen DRM-Systems nicht gekauft hat? Und dann trägt sich jeder ein, der ein Spiel nicht kopiert hat wegen eines ärgerlichen Kopierschutzes und noch die, die ein Spiel gekauft haben, weil sie es nicht kopieren könnten, was sie sonst getan hätten. Was ich damit sagen will: Ich bezweifle ganz stark, dass sich Spielepublisher mit sowas einen Gefallen tun, sowohl imagemäßig als auch wirtschaftlich. Nach meiner Erfahrung ist es eine ganz kleine Randerscheinung, dass jemand ein Spiel gekauft hat, weil er am Kopierschutz gescheitert ist. Bei Konsolen ist das was anderes, da funktioniert das ganz gut, aber da nervt der Kopierschutz auch nicht und man muss seine Konsole modifizieren, damit Kopien überhaupt funktionieren.

Ich kann gut verstehen, dass Spielepublisher das Kopieren ihrer Produkte unterbinden wollen, aber muss man dafür seine ehrlichen Kunden verprellen? Ich schlage schon eine Ewigkeit eine solche Aktivierung als Lösung vor, allerdings mit einem feinen Unterschied: Man muss seine Seriennummer eingeben, sonst kann man nicht spielen. Aber: Man muss seine Aktivierung auch wieder zurückziehen können. CounterStrike hat das vor vielen Jahren bereits vorgemacht: Online gespielt wird nur mit einer gültigen Seriennummer, kommt eine solche Nummer zweimal gleichzeitig vor, kommt der zweite Spieler nicht ins Spiel. Ganz einfach und für jeden akzeptabel. Geht es um Offline-Single-Player Spiele, müsste man eine Aktivierung und Deaktivierung basteln, aber das Prinzip bleibt das gleiche: Nur eine Kopie des Spiels kann gleichzeitig genutzt werden, man kann aber so oft die Aktivierung wechseln, wie man will. Valve nutzt so ein System mit dem Namen Steam und es ist eine durchaus akzeptable Lösung, auch wenn man neben dem gewünschten Spiel einen extra Steam-Client installieren muss.

Ach ja, eine weitere Sache muss sichergestellt sein: Die Aktivierungsserver müssen auch in 10 oder 20 Jahren noch erreichbar sein und Aktivierungen gestatten. Oder aber für jedes Spiel wird bei Abschaltung der Aktivierungsserver ein Patch herausgebracht, der den Aktivierungszwang aufhebt. Damit wären alle glücklich.

Also: Lasst jedes Spiel mit diesem doofen Aktivierungszwang im Regal liegen und schreibt eine Amazon-Bewertung, dass ihr das Spiel deswegen nicht gekauft habt. EA muss echten Gegenwind spüren und vor allem etwas mehr bieten als 5 statt 3 Aktivierungen bei Command & Conquer: Alermstufe Rot 3. Spore kommt hier jedenfalls schon mal nicht ins Haus.

Nachtrag 10.09.2008: Amazon hat die zahlreichen negativen Beiträge gelöscht. Das ist ja auch mal ne Reaktion. Meiner Meinung nach ist Amazon auch nicht ganz der richtige Ort für solcherlei Aktionen, zumal die 1-Stern-Bewertungen nicht das Kernprodukt bewerten. Aber gleich alle löschen? Ich schlage vor, einfach durch die Bank zwei Sterne von der Spielbewertung abzuziehen wegen des "Kopierschutzes". Das tut genug weh, aber ist nicht so hirnlos aktionistisch am Sinn der Bewertungsfunktion vorbei.

Das Wort Kopierschutz habe ich übrigens in Anführungszeichen gesetzt, weil es EA offenbar gar nicht nur um das Verhindern von Kopien geht, sondern ebenso um die Unterbindung eines Gebrauchtmarktes: Second-hand sales are a "critical situation". Daher weht also der Wind und das kann man nur erst Recht durchfallen lassen. Lasst Euch nicht verarschen, weder von der Musikindustrie, noch der Film- oder Spieleindustrie.


Linktipp: Videospiele machen schlau und fett

25 08 2008

Thomas Knüwer weist auf ein gutes Interview zum Thema Videospiele hin. Wer offen ist für eine plausible Gegenstimme zur einseitigen, falschen, kurzsichtigen, panikmachenden und dummen "Killerspiel"-Berichterstattung von Frontal 21 und Co., der lese mal dieses Interview mit dem Kognitionspsychologen Dietrich Dörner bei der Welt Online zum Thema Computerspiele und Psychologie. Es lohnt sich, ich werde es mal meinen Eltern an die Hand geben.

P.S. Über Frontal 21 weiß ich, von den unfassbaren Killerspiel-Beiträgen abgesehen, nichts weiter. Aber ich würde diesem Magazin nichts mehr ungeprüft glauben. Ich würde gar bisher selten angezweifelte geschichtliche Ereignisse nochmal nachlesen, wenn die darüber berichten würden. Wie nur zwei Beiträge einem die Augen öffnen können gegenüber einem Fernsehmagazin, das sich offiziell investigativem Journalismus verschrieben hat, in Wirklichkeit aber höchst einseitig einen Meinungsfeldzug führt.

Nachtrag 26.08.2008: Hannah schickte mir diesen Link, wo ein Frontal 21 Beitrag zum Thema Stromtarifvergleiche einmal genau auseinandergenommen wird.


Der Ritt auf dem Eifel-Coaster im Eifelpark

15 08 2008

Gestern war ich im Eifelpark, weil mich schon seit Ewigkeiten nach einer Sommerrodelbahn dünkt. Die Eifel ist voll von den Dingern, wie man in der ausnehmend hässlichen SoRoDa gut sehen kann. Der Typ Alpine-Coaster hat aber mein besonderes Interesse geweckt, also musste es der Eifelpark sein. Um mich nicht zu wiederholen, verweise ich als Begründung, warum sich die fast 200km Anfahrt dorthin lohnen, auf meinen Qype-Beitrag zum Eifelpark. Hatte ich erwähnt, dass ich Bären liebe? Egal. Hier ein auf die Schnelle gemachtes Video einer Abfahrt mit besagtem Coaster:

Mit JavaScript und Flash würde hier ein Video zu sehen sein.

Alternativ: Video herunterladen

Es lohnt sich also offensichtlich, würde ich sagen. Auch die Freifallrutsche (11m Fallhöhe im 60-Grad-Winkel) kickt durchaus. Demnächst ist das Toverland dran, dort gibt es unter anderem so einen Elektrobob (ebenfalls von der Firma Wiegand), der ebenfalls Spaß verspricht. In der Nähe von Venlo ist auch nicht so weit wie Gondorf bei Bitburg und bequem in einer Stunde zu erreichen. Außerdem ist Holland ja auch immer eine Reise wert…

P.S. Ja, ich hab ein paar mal gebremst und ja, ich hab es mit der Kurvenneigung der Kamera übertrieben. Die Tonspur bestand leider nur aus Windgeräuschen, ansonsten hätte man hören können, wie leise das Ding fährt. Feine Sache.


Drücke das Steuerkreuz nach oben, um mich von hinten zu sehen...

30 04 2008

WTF? Das sagt mein weiblicher Personal Trainer zu mir. Sowas lässt man sich natürlich gerne gefallen, auch wenn es sich nur um einen Avatar vom wirklich grandiosen Wii Fit handelt. Da hat Karin einen guten Kauf getan, ich war zuerst nämlich wirklich skeptisch.

Nintendo scheint sowieso gerade eine Strähne guter Spiele zu haben: Nach dem absolut genialen Mario Kart jetzt Wii Fit und demnächst Smash Bros Brawl.

Apropos: Der Bohl kam heute mit seinem nagelneuen Beamer vorbei und wir haben den ganzen Abend Mario Kart mit 2,5m Bilddiagonale gezockt. Ich sag nur so viel: Probiert das unbedingt mal aus, wenn ihr irgendwo nen Beamer zur Hand habt. In der Uni zum Beispiel ;). So kann man sogar brauchbar zu viert zocken, was auf dem Fernseher irgendwie nicht so ne gute Idee ist.

Nachtrag: Wo bleibt der Nude-Patch für Wii Fit?


Die fehlenden Wii-Play Spiele

28 04 2008

Heute war bei schutzgeld.de eine Wii für 218€ drin, die natürlich sofort ausverkauft war. Aber schutzgeld.de wäre nicht schutzgeld.de, wenn sie nicht die Ware wunderschön beschrieben hätten. Dieses mal sogar mit zwei Videos, wovon eins die fehlenden Wii-Play Spiele zeigt. Sehenswert!


Mario Kart ist da

11 04 2008

Ich war vorhin im Media Markt und habe das heute erschienene Mario Kart gekauft. Juhu, endlich! Es gibt einen Mehrspielermodus für vier, aber leider ohne zwei Leute auf einem Kart, also Bordschütze und Fahrer und vor allem als Folge mit einem unspielbar kleinen 4er-Splitscreen. Das mochte ich immer gerne: Karin sitzt hinten, schießt mir den Weg frei, befeuert meine Drifts und ich bring die Karre fix ins Ziel. Dafür gibts aber einen Online-Modus, viele Strecken (inkl. Originalstrecken der Vorgänger) und ganz neu: Moppeds. Und natürlich das unvergleichbare Mario Kart Feeling. Ich freu mich auf mehr, konnte ja nur schnell anspielen. Besonders gespannt bin ich auf die Rainbow-Road, die bisher immer viel zu lang und langweilig war.

Nachtrag 13.04.2008: Mal wieder nervt mich der Einzelspielermodus total. Um alles freizuspielen muss man alle Cups mit Gold und wenn ich das richtig verstehe auch mit Rang A absolvieren. Was Mario Kart angeht bin ich ja kein unbeschriebenes Blatt, also sollte das kein großes Problem sein. Ist es aber doch, weil es bei einigen (und besonders bei den Retro-) Strecken von purem Glück abhängt, ob man erster wird oder 6. oder noch schlechter abschneidet. Man kann fehlerfrei fahren, alle Turbos nutzen, super driften und in der dritten Runde trifft einen unvermeidlich ein roter Panzer oder ein blauer oder ein Pow-Block oder was auch immer und das gesamte Feld zieht an einem vorbei, so das man auch mit Stern und Powerpilz nur noch bestenfalls 5. werden kann. Wer einmal steht, der kommt nicht wieder los vor lauter Panzern, Bananen und gerammt werden. Zum Kotzen ist das. Warum zwingen einem auch die besten Mehrspielerspiele ihren nervigen Einzelspielermodi auf? Ich will nicht etliche Stunden alleine vor der Konsole sitzen um den vollen Funktionsumfang (Strecken, Karren, Charektere) des Spiels im Mehrspielermodus nutzen zu können. Und das schlimmste ist: Siege hängen überhaupt nicht vom Können ab, sondern von glücklichen Fügungen, ob vielleicht vier Strecken hintereinander einen mal nicht das Schicksal in der dritten Runde fickt und man nur noch steht statt fährt. Grr. Konkret hänge ich gerade am Blatt-Cup, den ich bisher immerhin mal als zweiter abschließen konnte. Die verfickte Sandstrecke verläuft von 10 Spielen 9 mal beinahe exakt gleich, als ob der Verlauf gescriptet wäre. Naja nicht ganz, aber die Tendenz nervt schon gewaltig.

Noch mal Nachtrag: Und was ist die komische Wolke überhaupt für ein Anti Extra? Der Mist hat mir gerade den ganzen Cup versaut, weil ich nicht rechtzeitig jemanden zum abgeben erreicht habe und mal wieder das gesamte Feld an mir vorbei gezogen, während ich geschrumpft bin. Resultat: Mit Glück noch 7. geworden. Hass! Wo kann man fertige Spielstände runterladen? Ich will mit Leuten fahren und nicht alleine.

Nachtrag 22.04.2008: So, nach ein paar Tagen immenser Sucht habe ich jetzt alles freigespielt, also in allen Cups mindestens Sternrang und alle Experten-Geister (streng genommen fehlt noch ein wenig bei den 50er Cups, das darf aber Karin freispielen). Was soll ich sagen: Ich liebe Mario Kart. Dass es im Singleplayer so unfair ist, bringt mich zwar manchmal zur Weißglut, aber online ist es der Hammer und mit Leuten dabei sowieso. Ein Must-Have!


Super Smash Bros Brawl

04 04 2008

Eins meiner absoluten Lieblingsspiele geht in eine neue Runde: Super Smash Bros Brawl für die Wii kommt demnächst und verspricht wieder wunderbar unübersichtliche Massenkeilereien mit den verschiedenen Nintendo-Charakteren. Neu dabei: Wario mit üblen Blähungen als Spezialattacke und ein paar Leute, die ich gar nicht kenne. Aber Prinzessin Peachs Regenschirm und ihre reifberockten langen Beine werden sowieso wieder mal alle alle machen :)

Der Trailer zum Spiel.


Böser Wii-Boom

25 02 2008

Einerseits ist es ja schön, dass die Wii so beliebt bei Kunden und Entwicklern ist. Leider hat das den unangenehmen Nebeneffekt, dass fast alle neuen Spiele total scheiße sind. Schnell mal ein kleines Kackspiel runtergerotzt und für Vollpreis auf den Markt gebracht, irgendwer kauft das schon. Die Strahlkraft der Wii ist einfach zu groß. Jüngste Beispiele:

Game Party. Ein immerhin halbwegs liebevoll zusammengewürfelter Haufen Partyspiele wie Airhockey, Darts, Basketball-Werfen und so. Sechs wirklich minimale Spielchen, von denen sich nur zwei halbwegs brauchbar spielen: Airhockey ist ganz brauchbar, gibt es aber schon bei Wii Play. Darts ist ganz brauchbar, gibt es aber schon bei Wario Ware. Ein Totalausfall ist das Quizspiel, dessen (englische) Fragen keiner von uns beantworten konnte (ging um irgendwelche USA-B-Celebrities). Da spielt man besser Smarty Pants. Die anderen drei Spielchen sind völlig mies. Gruselig. Das Game ist nicht mal die Kohle für die Videothek wert und noch nicht mal den Rohling, auf den man es brennen würde, wenn man es kopierte. Schlimm!

Donkey Kong Jet Race ist auch so ein mieses Spiel. Man wartet gespannt auf Mario Kart und hat noch Diddy Kong Racing auf dem N64 als halbwegs brauchbares Spiel im Kopf. Also investiert man das kleine Geld zum antesten und wird maßlos enttäuscht. Das Spiel ist ursprünglich für die Gamecube-Trommeln gedacht und wird mit Nunchuck und Wiimote gesteuert, indem man rechts und links damit "trommelt". Durch Trommelwirbel wird beschleuninigt und wenn man Spitzentempo erreicht hat, lenkt man durch Schläge rechts oder links. Man kann Bananen aufsammeln und Extras benutzen, aber alles spielt sich so mau, dass es mich fassungslos zurückgelassen hat. Vor allem aber fehlt jegliches Speedgefühl im Spiel. Leiht Euch das Spiel mal aus und testet es selber. Test bei golem.de.

Leider sind das nicht die einzigen Nieten auf der Wii, so dass man schon langsam zweifelt, ob überhaupt noch mal ein brauchbares Spiel erscheint. Meine Hoffnungen liegen auf Mario Kart ab dem 11. April 2008. Mal schauen.