Softwareplanung wär mal ne gute Idee

08 05 2008

College Alex wies mich gerade auf eine schöne Story hin, die im Kern leider voll zutrifft. So viele Softwareprojekte beginnen einfach mal doof und ungeplant in die Welt hinein, um dann kosten- und zeitmäßig völlig zu explodieren. Und am Ende kommt nicht das dabei herum, was ursprünglich angefragt worden ist. Dieser Umstand ist mir ein Greuel. Software muss einfach richtig geplant und sauber implementiert werden, sonst wird viel Geld für Mist in die Welt gesetzt. Was in der Geschichte übrigens fehlt, ist die geballte sachliche Inkompetenz, Selbst- und Fremdüberschätzung und Ignoranz vieler Entwickler ggü. aktuellen Trends und Entwicklungen, die ihr übriges tun, um die Stabilität und Sicherheit der gefertigten Software zu minimieren.

So zu arbeiten ist einfach nur blöd und das sollte jedem auch nur ansatzweise betriebswirtschaftlich denkenden Projektleiter eigentlich von vornherein klar sein. Aber der Projektleiter ist meist nicht der, der dem Kunden das Projekt verkauft, sondern der Berater hier, mit Anzug und mit viel Papier. Und dieser Berater redet ja nicht im Vorfeld mit dem Projektleiter oder gar den Entwicklern, warum sollte er auch: Nicht, dass da noch lästiges Kompetenzgerangel entsteht, und Ahnung hat er schließlich genug. Und nicht zuletzt ist da ja noch der Kunde, der gerne für 200€ eine komplette Website mit CMS hätte, und gleichzeitig selber Tagessätze im vierstelligen Bereich in Rechnung stellt. Im Consulting-Bereich natürlich… Ich sage solchen Kunden freundlich, aber bestimmt ab.



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