Gamer-Mäuse als Ergonomiebringer
Geschrieben von Gregor Nathanael Meyer um 22:4611 02 2008
In der aktuellen c't (8/2008) steht ein interessanter Artikel über alternative Eingabegeräte zu Standardmäusen mit Zielrichtung Ergonomie bzw. Schmerzvermeidung. Dazu musste ich einen ergänzenden Leserbrief verfassen, um eine Lanze für Gamermäuse in diesem Zusammenhang zu brechen:
Lieber Herr Röbke-Doerr,
danke für den aufschlussreichen Artikel zur Mausergonomie. Ergänzend möchte ich noch eine Lanze für die Gattung der Gamer-Mäuse brechen und insbesondere für meine Logitech G5. Auch wenn diese Mäuse mit albern anmutenden Features beworben werden, sind sie doch für präzises und ermüdungsarmes "Arbeiten" designt und daher sicher einen Blick wert. Der Unterschied zu Standardmäusen ist für manchen wirklich eine Offenbarung. Auch ein gut gleitendes Mauspad aus der Gaming-Ecke ist einen Versuch wert: Für mich war vor bald 10 Jahren das kleine Everglide im Hochkantformat genau das, was ich immer gesucht hatte. Inzwischen auch meistens ohne Silikonspray.
Ganz besonders interessant im Zusammenhang mit der Ergonomie sind die Trimmgewichte der Logitech G5/G7/G9-Mäuse: Kling völlig esoterisch, hat mich aber im täglichen Einsatz über mehrere Jahre hinweg sehr überzeugt. Meine G5 führe ich als "kräftige" Person relativ schwer, andere in meinem Bekanntenkreis haben eine möglichst leichte Maus lieber. Auch die über dedizierte Tasten an der Maus verstellbare Empfindlichkeit stellte sich im Praxiseinsatz für mich als sehr angenehm heraus.
Für manchen Schmerzgeplagten ist ein Griff zu einer wirklich guten Maus sicher bereits völlig ausreichend, wenn ich an die vielen unangenehmen (zu kleinen, zu leichten, zu fummeligen) Mäuse denke, die ich an fremden Rechnern immer wieder vorfinde, von der Mighty-Maus am Mac ganz zu schweigen, die genau da Sensortasten hat, wo ich sie mit meinem Daumen und meinen kleinen Finger festhalte. Vielleicht ist auch die auf den ersten Blick sehr seltsam anmutende Form des Gamer-Spitzenmodells Logitech G9 genau das richtige für manchen.
Mit freundlichen Grüßen,
Gregor Nathanael Meyer, DüsseldorfP.S.: Vielleicht ist das ganze eine schöne Anregung für einen Folgeartikel über Gamer-Eingabegeräte oberhalb des "PC-Games Hardware"-Niveaus.
Was sich Apple bei der Mighty-Mouse gedacht hat ist mir immer noch ein Rätsel. Warum hat eine Maus links und rechts fast mittig Anfasser, in denen Sensortasten untergebracht sind? Wo zur Hölle soll ich diese Maus denn festhalten, ohne die darauf belegten Funktionen auszulösen? Klar kann man die Tasten auch abschalten, aber an fremden Rechnern macht man sich sehr unbeliebt mit solcherlei Umkonfiguration. Davon abgesehen ist die Form der Apple-Mäuse sowieso das Gegenteil von ergonomisch, empfinde zumindest ich so. Aussehen ist eben nicht alles.
Kategorien : Computer-und-Technik
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