iPhone offen wie ein Scheunentor
Geschrieben von Gregor Nathanael Meyer um 11:1510 01 2008
Das iPhone ist super sexy, keine Frage. Aber der erste "Schadsoftware"-Fall zeigt (etwas spät in meinen Augen) eine wichtige Einschränkung, die man wissen muss: Das iPhone hat kein nennenswertes Sicherheitsmodell. Wenn man eine gehackte Firmware durch den Besuch einer Website installieren kann, sollten einem trotz blinder Begeisterung alle Alarmlichter anspringen. Ron vom CCC hat das sehr schön aus Hackersicht ausgedrückt (Zitat: heise.de):
Im Bereich "Mobile Malware" bedankte sich der Hacker zudem bei Apple für das iPhone: "Das ist der Traum." Tolle Hardware, jede Applikation dürfe alles, alle Programme würden dieselben Dienste nutzen und alle Anwender sofort blind jedes Software-Gadget installieren, das ihnen ein Kumpel gezeigt habe.
Bevor jetzt alle Apple Jünger und frenetischen iPhone Beklatscher mir meine Kommentarfunktion volljammern, dass ich doof und das iPhone so toll ist: Weiß ich doch. Das iPhone ist revolutionär, aber der Spaß hat nun mal das ein oder andere Loch. Andere Softwarehersteller geben sich seit zehn Jahren immense Mühe, ihre Systeme abzusichern. Und Apple taucht im Jahr 2007 mit einem Ding auf, dessen Betriebssystem sich durch den Besuch einer Website verändern lässt. Gruselig. Und die anderen Nachteile sind immer noch nicht von der Hand zu weisen. Also bitte Hirn einschalten; und wer trotzdem ein iPhone haben will, kann sich ja als Early Adopter die Hörner für andere abstoßen. So Leute muss es ja auch geben.
Kategorien : Zeitgeist
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Aufgenommen: Mär 27, 16:02