Wii so sehr erfolgreich

29 12 2007

Was haben alle doof geglotzt, als Nintendo die Wii vorgestellt hat und allen Ernstes mit einer Hardware ankam, die nur doppelt so schnell wie der Gamecube ist. Und schon der Gamecube war seinen Konkurrenten haushoch unterlegen. Völlig gegen den Trend immer fotorealistischer Spielwelten kam Nintendo mit einer "Revolution" der Videospiele, völlig neue Zielgruppen sollten angesprochen und vom Medium Videospiel gefangen werden. Nur wie sollte das klappen mit einer so schwachbrüstigen Hardware? Wie sollen Videospielverweigerer an das Medium herangeführt werden, wenn schon der Realismus wegfällt. Ganz und gar undenkbar. Und dann auch noch der Verzicht auf einen "richtigen" Controller… Die müssen verrückt sein, besoffen oder so. Bewegungssteuerung? Das hat noch nie geklappt und es haben viele versucht: Zu kompliziert, zu unpräzise, langweilig, blöde Spielkonzepte.

Die Realität ein Jahr nach Verkaufsstart sieht anders aus: Die Wii verkauft sich wie geschnitten Brot, Amazon behauptet sogar, 17 Wii pro Sekunde verkauft zu haben, wenn sie lieferbar war. Das wären 1.468.800 pro Tag. Offenbar war die Wii immer nur für ein paar Stunden lieferbar. Wie auch immer, das sind krasse Zahlen, die die Wii als phänomenal erfolgreich dastehen lassen. Nintendo hat sogar die Werbung für die Wii in einigen Ländern nicht mehr ausgestrahlt. Wozu auch, wenn man auch so mehr verkauft als man herstellen kann?

Am deutlichsten zeigt sich für mich der Erfolg der Wii aber im Basteltrieb von Forschern rund um die Welt. Dabei steht die WiiMote stets im Mittelpunkt. Nicht mal Nintendo selber war wohl klar, was man mit der WiiMote Hardware alles anstellen kann: Dass sie auch mit Kinoleinwänden faszinierend präzise funktioniert ist ja noch langweilig, dass sie sich per Bluetooth mit jedem PC koppeln lässt und zur Steuerung von wasauchimmer nutzen lässt ist schon spannender. Als beste dieser Nutzungsformen empfinde ich das synthetische Orchester, das man als Dirigent steuern kann. Man kann aber auch die WiiMote festschnallen und die Sensorleiste bewegen und damit faszinierende Dinge machen. Das Head-Tracking in folgendem Video ist zum Beispiel einfach genial:

Link zum zugehörigen Blog.



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