Datev, immer wieder Datev

31 03 2009

Neulich hab ich ja schon dreieinhalb Stunden damit verbracht, einem nicht von sich aus funktionierenden Datev-Update auf die Beine zu helfen. Soweit so gut.

Seit gestern versuche ich einen Windows Server 2003 mit einer Reperaturinstallation auf eine neue Hardware zu migrieren und auch das scheitert beharrlich bei verbleibenden 39 Minuten im Setup. Fuck. Die Microsoft Knowledge Base ist bemüht, das Problem zu ergründen und redet etwas von nicht unterstützter Hardware. Also habe ich alle Onboard-Geräte und Power-Management-Einstellungen bis auf den Plattencontroller ausgeschaltet, aber auch das half nicht nicht. Allerdings lief eine testhalber durchgeführte normale Installation durch. Hmm.

Aber was hat das Ganze nun mit Datev zu tun? Dieser Foreneintrag half mir schließlich weiter. Kurz gefasst, soll man mit Shift+F10 eine Konsole öffnen, regedit starten und den Schlüssel "HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\MS Setup (ACME)" beherzt löschen. Das habe ich gemacht und das Setup lief sofort weiter. Fein! Nun ratet mal, was in dem Schlüssel als einziger Eintrag zu finden war… Natürlich ein Überbleibsel von irgendeiner Datev-Scheiße. Zorn.


Die Angst im Umgang mit Kindern

19 03 2009

In der ganzen Kinderporno-Diskussion bin ich auf diesen langen, aber sehr lesenswerten Text über Pädophilie im Spreeblick gestolpert. Dort werden verschiedene Aspekte behandelt, unter anderem auch die Angst vieler im Umgang mit Kindern und deren Sexualität. Meine Meinung dazu im nichtöffentlichen Bereich nach dem Passwort, weil man so schnell missverstanden wird bei solchen Themen; man schaue sich nur mal die Kommentare zu dem oben verlinkten Beitrag an.


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Ich lass mich nicht gerne verarschen, liebe O2-Hotline

17 03 2009

Ich war am Wochenende nicht zu Hause, habe also erst am Sonntag Abend bemerkt, dass ich zu Hause nicht telefonieren kann. Also weder Gespräche annehmen noch Gespräche aufbauen, weder mit meinem Haupthandy noch mit dem Zweithandy (Multicard). In Benrath bei meinen Eltern konnte ich telefonieren, also dachte ich mir nichts weiter. Heute konnte ich dann ganz und gar nicht mehr telefonieren, was schon lästig ist, wenn man mit Kunden kommunizieren will. Datendienste gingen aber. Also rief ich von meinem Sipgate Anschluss für fast 17ct/min die O2-Premium Hotline an. Wie in 80% der Fälle ging da keiner dran und ich landete in der Standardhotline. Jetzt kommts.

Die Dame an der Hotline sagte, es wären keine netzseitigen Fehler bekannt und unterstellte mir, ich habe an beiden Telefonen irgendwas verstellt. Mein Einwand, dass ich keineswegs irgendwas verstellt habe, an meinem Zweittelefon schon mal gar nicht, das hatte ich nicht mal angefasst, ignorierte sie zielstrebig und wollte meinen Fall nicht mal als Störung aufnehmen. Noch am Telefon für besagte fast 17ct/min ließ sie mich ein drittes Telefon auftreiben und ein munteres SIM-Karten Wechselspiel veranstalten. Nach einigem hin und her stand fest, dass es definitiv nicht an den Telefonen oder deren Einstellungen lag, da beide prima mit der FONIC-Karte funktionierten. Aber auch das dritte Telefon funktionierte mit meiner Zweitkarte und danach auch wieder mein XDA, was sich nach dem Telefonat leider als Zufall herausstellte.

Also rief ich noch mal an und hatte dieses Mal tatsächlich mal einen Premium-Supporter dran. Ich schilderte kurz mein Anliegen und bekam lediglich die Frage gestellt, ob ich von Düsseldorf aus anrufe. Dort gäbe es seit dem Wochenende eine schwere Netzstörung, mein Problem sei also ganz normal und man arbeite an einer Lösung. Kurz und bündig, angenehm und korrekt. Warum mich die erste Dame derart dreist belogen (Es gibt keine Störung im Netz) und mir SIM-Karten-Sand in die Augen gestreut hat ist mir ebenso schleierhaft geblieben wie ihm. Die Netzstörung betraf tatsächlich nicht nur mich, sondern auch andere Leute und bestand schon das ganze Wochenende, am Samstag zuerst sporadisch, dann am Sonntag fast vollständig nicht erreichbar.

Die ganze Sache ist wirklich unerfreulich. Dass O2 ein ganzes Wochenende und einen Werktag eine großflächige Störung in Düsseldorf hat ist ja schon ärgerlich, passiert aber mal. Dass die Kunden aber nirgendwo darüber informiert und sogar an der Hotline diesbezüglich direkt angelogen werden, ist wirklich ein Unding. Und dafür habe ich auch noch 3,72 Euro vom Festnetz zur Premium-Hotline bezahlt. Wenn ich da so drüber nachdenke bin ich wirklich stinkesauer auf O2. Falls das hier jemand von O2 liest – und davon gehe ich durchaus aus – würde ich mich über eine Erstattung zumindest der unnötig angefallenen Hotline-Kosten freuen, als symbolischen Akt. Die halbe Stunde vertane Arbeitszeit, die Nichterreichbarkeit für meine Kunden und die Kosten für Anrufe mit Sipgate statt der Handy-Flatrate kann ich schlecht beziffern. Ach ja, bei der Gelegenheit wäre auch eine Erstattung der überflüssigen 2x25 Euro Vertragsänderungsgebühr zum neuen Genion S und wieder zurück nach Beendigung des XDA-Projektes, das war anders vereinbart gewesen. Fehler von O2 passieren mal, da habe ich kein größeres Problem mit; nur, wenn ich dafür zur Kasse gebeten werden, ist mir das nicht so recht.


Mal wieder das Scheinproblem Killerspiele

13 03 2009

Mal wieder ein Amoklauf, mal wieder die Killerspieldebatte. Beckstein reißt natürlich sofort wieder das Maul auf und verzapft Unsinn:

Fernab dessen müsse zudem geklärt werden, ob Tim K. Killer- und Gewaltspiele auf dem Computer gespielt habe: Nicht jeder Nutzer macht einen Amoklauf, aber ein hoher Anteil unter den Amokläufern hat Killerspiele genutzt, so Beckstein zu SPIEGEL ONLINE: Da sollten wir nachbohren.

Waffengesetze nicht verschärfen, das bringe nichts. Aber Killerspiele müssen verboten werden. Was für eine hirnlose Argumentationskette. Es ist doch am Ende vollkommen irrelevant, ob dass Tim K. Killerspiele "genutzt" hat. Natürlich spielt jemand, der derart gestört ist, dass er Amok läuft, auch Killerspiele und hat (Softair-)Waffen. Die Frage ist ja, warum jemand in die Schule geht und seine Mitschüler tötet. Und da sehe ich in der Hitliste der Gründe einsam an der Spitze eine irgendwie geartete psychische Störung; und dass die durch Killerspiele verursacht wird, konnte bisher keine wissenschaftliche (im Sinne von seriös) Studie belegen. Und selbst wenn das bei diesem Einzelfall der Fall wäre, was sagt das aus? Rein statistisch belegbar ist, ist dass Killerspiele von Millionen Jugendlicher und Erwachsener seit vielen Jahren intensiv genutzt werden und man dennoch die Amokläufe in der Zeit an einer Hand abzählen kann.

Eigentlich muss man nicht mehr sagen, aber vielleicht wäre noch zu erwähnen, dass man mal in die Geschichtsbücher schauen sollte. Dort sind Amokläufe in allen Gesellschaften dokumentiert und deren Zahl ist keineswegs signifikant niedriger als seit der Verbreitung von mehr oder weniger realistischen Killerspielen in den letzten zehn Jahren. Relativ neu ist nur, dass (ehemalige) Schüler ihrer Schule einen bewaffneten Besuch abstatten. Sicher kann man dann auch (!) über den Einfluss von Killerspielen und Gewaltvideos und Softair-Waffen reden, aber sich von einem Verbot von alledem irgendeine Veränderung zu erträumen halte ich für unfassbar an der Realität vorbei. Johnny Haeusler denkt hier in eine wichtige und in der Diskussion stark vernachlässigte Richtung: Bei der Frage, warum Amokläufer erst in neuerer Zeit (auch) Schulen als Ziel wählen, sollte man sich vielleicht auch mal fragen, was diese an ihrer Schule und ihren Mitschülern so sehr hassen bzw. warum sie all ihre aufgestaute Aggression darauf projizieren. Dass darauf Killerspiele eine Antwort sind sehe ich nicht.

Offenbar sehen auch Spiegel Online und der Chef-Ermittler das nicht. Folgenden Absatz hätte ich heutzutage vom Spiegel gar nicht mehr erwartet, gerade angesichts der inzwischen auch dort üblichen Ja, genau! Berichterstattung. Ich bin wirklich positiv überrascht:

Auf seinem Computer, der in seinem Zimmer stand, fanden die Ermittler ein paar wenige Pornobilder und Gewaltspiele - "wie es viele Jugendliche haben", so Chef-Ermittler Mahler. Alles nichts Außergewöhnliches für einen Menschen in seinem Alter.

Genau das ist der Punkt! Ein paar Pornobilder und auch Gewaltspiele sind alles andere als auffällig, weil sie einen Normalfall darstellen und keineswegs belegbar zu Amokläufen führt. Wie soll man das angesichts solch geringer Fallzahlen auch statistisch verlässlich belegen können? X Millionen Spieler gegen drei Amokläufer in Deutschland (insgesamt, gezählt die, die mit Killerspielen in Verbindung gebracht wurden).

P.S. Wenn heute einer Amok läuft, denke ich übrigens erst beim zweiten Gedanken oh wie schlimm, vorher kommt noch hoffentlich hatte der Typ sein Zimmer nicht mit Counterstrike-Postern gepflastert, sonst gibts wieder diese beschissene Killerspiel-Diskussion. Das ist zynisch und ich schäme mich etwas dafür. Aber ich bin über die Jahre so konditioniert worden und damit bin ich nicht alleine: Schaut man in die Presse dreht sich die Diskussion nicht primär um die Tat selber und die armen Opfer und deren Familien, sondern erst mal um das Scheinproblem Killerspiele. Wirklich gut gemacht, Beckstein und Konsorten…

P.P.S Für Freunde der gepflegten Verschwörungstheorie: Wer hat als einziger Interesse an Amokläufen? Beckstein und die CSU! Bestimmt sind die für die ganzen Amokläufe verantwortlich. Diese Herleitung halte ich für höchstens so albern, wie die Herleitung einer Notwendigkeit eines Killerspielverbots aus drei Amokläufern in Deutschland und der Tatsache, dass diese Waffennarren (wie Millionen andere auch) Killerspiele gespielt haben.

P.P.P.S. Blame Canada!

Nachtrag 17.03.2009: EIn ganz absonderlich feiner Text zum ahnungslosen World of Warcraft Dummgeschwätz. Lesebefehl, ist auch kurz genug!


IE6 erledigt sich von alleine

11 03 2009

Momentan liest man viel zur IE6-Problematik. Die einen radikalisieren sich, andere finden das wiederum unprofessionell, es werden gute Argumente ausgetauscht für den richtigen Umgang mit der Sache. Ein wirklich gutes Argument habe ich zuletzt bei Dirk Jesse gesehen: Es gibt seit Jahren für die meisten IE6-Probleme gut dokumentierte Lösungswege und wer die nicht kennt und nutzt, handelt wenig professionell. Ein gutes Argument, keine Frage. Ich selber stehe aber trotzdem auf der mehr oder weniger radikalen Seite und nehme sogar absichtlich IE6-Nutzern Styles und Funktionen weg. Ich bestrafe die IE6-User also wo ich kann mit einer gewissen Hässlichkeit, ohne die Inhalte unzugänglich zu machen. Ich halte das für einen durchaus gangbaren Kompromiss für Seiten, die nichts an IE6-Nutzer verkaufen müssen. Alle anderen sollten unbedingt Frameworks nutzen. Aber vor allem halte ich es für politisch wichtig, dass es einen gewissen Anteil von Websites gibt, die IE6-Nutzern die Beschissenheit des von ihnen genutzten Webzugangsprogramms vor Augen führt. Ich denke, dass nur durch solchen Druck der IE6-Anteil nennenswert sinken wird.

Ich sage damit nicht, dass das eine allgemeingültige Lösung sein soll und wer keine Lust hat, seine IE6-Nutzer zu nerven, soll das auch bleiben lassen. Aber wenn genug Websites sich die Hände schmutzig machen und ihre IE6-Nutzer etwas nerven, werden diese irgendwann die Schnauze voll haben und den Browser doch wechseln oder ihre Admins nerven. Autos ohne Kat zahlen auch mehr Steuern, wieder so ein aufgeschnapptes Argument.

Gestern in der Bahn fiel mir aber eine ganz subtile Lösung ein, die das IE6-Problem demnächst von ganz alleine lösen wird: Die verdammt miese JavaScript Performance sorgt ganz besonders auf Seiten, wo Sachen wie die JavaScript-Canvas-Emulation am Werk sind, für eine merkliche Langsamkeit des Browsers. Dass der IE6 dazu auch noch zumeist auf älteren Rechnern am Start ist, verschärft das nur noch weiter. Die Bedienung moderner Websites wird also trotz voller Funktionsfähigkeit zunehmend träger und quälender mit dem IE6. Und ich denke so ziemlich jeder IE6-Nutzer wird die gefühlte Geschwindigkeit mit modernen Browsern früher oder später bei anderen sehen oder davon berichtet bekommen. Und zack, ist es seine Idee, den Browser zu wechseln und kein von allen Seiten angeratener Akt mehr. Also liebe Webmenschen, macht kräftig Gebrauch von Sachen wie Canvas und dessen IE6-Emulation. Alles, worauf Ihr achten müsst, ist die Zugänglichkeit der Inhalte auch ohne JavaScript zu gewährleisten und bei guten Browsern nicht zu viel Performance zu fressen. typeface.js für Überschriften bietet sich da zum Beispiel an, da es nur mit aktiviertem JavaScript ins Spiel kommt und dann Schriften mit Canvas rendert, recht träge im IE6 natürlich. Ihr findet schon einen Weg, das gemeinsame Ziel ist klar: Der IE6 muss weg und der IE7 am besten gleich mit. Microsoft muss echten Druck spüren, die kommenden IEs auf die Höhe der Zeit zu bringen.


Ein paar Regeln, wie ich microblogge

05 03 2009

Ich schreibe in letzter Zeit viel in mein Micrboblog (direkt, im Lifestream oder momentan noch rechts in der Sidebar). Für mich gleicht das einer Befreiung von beschränkenden Formulierungszwängen hier im Blog, wenn ich nur etwas mitteilen möchte und stellt deswegen eine perfekte Ergänzung zum Blog dar. Folgende Gedanken habe ich mir dazu gemacht:

Im Blog schreibe ich, wenn ich Zeit und Muße dafür finde. Thematisch wird sich nicht viel ändern: Ich schreibe auf, was mir gerade wichtig ist und was ich mitteilen möchte. Aber: Wenn sich das ganze auf eine kurze Mitteilung beschränkt, fasse ich sie in ein oder mehrmals 140 Zeichen zusammen und hau sie im Vorbeigehen in mein Microblog. Ihr müsst also im Prinzip beides lesen, wenn ihr zuvor nur meinen Blog gelesen habt. Der Zwang zum Kurzfassen dürfte sich aber insgesamt positiv auf den dafür nötigen Aufwand auswirken, also kein Grund zum ärgern.

Der Vorteil am Microblog ist aber auch die Aktualität. Sprich: Ich kann (u.a. vom Handy aus) ohne nennenswerte Hürden oder Mühen veröffentlichen und habe so endlich die Möglichkeit, Gedankenblitze sofort festzuhalten, die ich früher gerne gebloggt hätte, aber aus verschiedenen Gründen (Faulheut, gerade unterwegs, was auch immer) stets wieder vergessen habe. Daher rührt auch das Mehr an Output, was manche sicher festgestellt haben. Nicht mein Sendungsbewusstsein ist durch das Microblog gestiegen, sondern meine Möglichkeiten, diesem freien Lauf zu lassen.

Neben dem Microblog nutze ich aber auch einen weiteren wichtigen Kanal neben dem "großen" bloggen, nämlich meine Bookmarks bei Mister Wong. Einigen von Euch gehen die am Arsch vorbei, klar. Aber habt keine schlechte Meinung davon, denn ich weiß von einigen Lesern, dass sie diese sehr schätzen. Dort haue ich alles rein, was ich für mich für später abspeichere und vor allem, was ich anderen zeigen möchte. Dabei landen hier die eher langfristigen Hinweise, die man noch mal wiederfinden möchte und im Microblog landen eher Links mit aktuellem Bezug, oder eben gar keine Links. Ich sehe keinen Sinn darin, für Sachverhalte, die sowieso gerade durch die Presse geistern, wertvolle 15-20 von 140 Zeichen zu opfern. Ich weiß, dass dadurch manche Sachen etwas an Bezug verlieren, aber ich versuche einen guten Kompromiss zu finden. 20 Zeichen sind viel Wert, machen sie doch immerhin ca. 15% der Nachricht aus. Manche Sachen brauchen nicht unbedingt Bezug, bei anderen Themen weiß die Zielgruppe sowieso, worum es geht und die anderen würden es nicht interessant finden und den Link sowieso nicht anklicken. Und für den seltenen Fall, dass diese beiden Bedingungen nicht zutreffen und ich auch keinen Link gepostet habe, bin ich immer noch erreichbar, zweckmäßigerweise direkt bei identi.ca.

Ja! Einer der häufig missverstandenen Aspekte beim Microblogging ist, dass das System eine direkte wahlweise öffentliche und nichtöffentliche Kommunikation erlaubt. Die ganzen @benutzernamen und #Tags (und bei identi.ca auch !Gruppen) dienen genau diesem Zweck. Auch der Begriff "followen" ist ein wichtiger Aspekt: Er ist quasi ein Abo der anderen Person, so dass deren Tweets und Dents sich chronologisch in meine Leseliste einordnen, ich also sehr zeitnah mitbekomme, was die anderen aktuell so twittern/microbloggen. Das ganze ist sehr spannend und man gewöhnt sich schnell daran, Hype hin oder her. Probiert es mal aus.

In Zukunft… Ich überlege mir gerade auch eine Lösung für das Problem der sehr unterschiedlichen Relevanz meiner Einträge. Gerade beim Microblog gibt es eher irrelevante, aber persönliche Beiträge wie "Bin grad bei Plus, bemerkenswert lange Schlange" neben quasi kleinen Blogbeiträgen wie "So solls sein: #Musicload bietet inzwischen den kompletten Katalog als MP3 und ohne Wasserzeichen. Kann man ja jetzt mal was kaufen". Diese müssen meines Erachtens dringend voneinander getrennt werden, das gilt auch für die Einträge im Blog; an manchen davon schreibe ich ein bis zwei Stunden und mir ist der Inhalt auch Dauerhaft wichtig und andere Beiträge haue ich so raus und sie haben keinen oder nur aktuellen Bezug und interessieren spätestens ein Jahr später kein Schwein mehr. Diesem Unterschied werde ich demnächst durch eine geeignete technische Lösung beikommen, im Lifestream werdet ihr das wahrscheinlich durch verschiedene Hintergrundfarben visualisiert bekommen. Seid also gespannt.


Neue Verschwörungstheorie: Obama macht den Kennedy im Hubschrauber

02 03 2009

Aktuell geht eine Meldung durch die Presse, dass geheime Daten über Obamas Hubschrauber über eine P2P-Börse an die Öffentlichkeit gelangt sind und, oh weh, auf iranischen Webservern publiziert werden (etwa bei Heise: Daten über Obamas Hubschrauber auf iranischem Webserver). Dazu schoss mir sofort eine naheliegende Verschwörungstheorie in den Kopf: Da ist – vom wem auch immer – ein Anschlag auf Obama geplant bei dem Detailkenntnisse über Obamas Hubschrauber eine Rolle spielen werden. Und vorgreifend wird dieser iranischen Extremisten in die Schuhe geschoben, weil die ja Kenntnis diesen Interna erlangt haben. Das wäre ja ein prima Kriegsgrund, um endlich mal im Iran aufzuräumen. Solche Unterstellungen haben ja schon Tradition in der Kriegsgeschichte der USA. Vielleicht geht es aber auch einfach um einen Joker, den man in der Hinterhand haben will, wenn man Obama beseitigen möchte. Und den Internet-Präsident gerade mit dem Internet zu Fall zu bringen ist schon attraktiv für politische Gegner. Vielleicht misslingt der Anschlag ja auch nur knapp und bietet gleichzeitig super Argumente für die Wichtigkeit von Geheimdienstarbeit und die Einschränkung von Bürgerrechten. Vielleicht steckt ja auch Schäuble dahinter…

Jetzt mal im vollen Ernst: Die Story klingt vorne und hinten verdächtig. Da ist auf einem Rechner mit höchst geheimen Rüstungsdaten eine nicht näher genannte P2P-Tauschbörse installiert, die versehentlich die natürlich nicht besonders geschützt abgelegten Geheimdaten freigibt und einfach durch die Firewall einer Rüstungsfirma mit geheimen Daten kommunizieren kann. Hatte ich schon die Geheimheit der Daten erwähnt und die in solchen Fällen üblichen Sicherheitsvorschriften, die alles eher zulassen als eine P2P-Tauschbörse? Die Story stinkt allein schon aus dem Grund zum Himmel; wenn man etwas nachdenkt fallen einem noch viel mehr Sachen auf, die ich gar nicht niederschreiben will.

Wer Spaß an Verschwörungstheorien hat, kann sich ja mal seine Gedanken machen. Ansatzpunkte: Wer ist die Quelle (eine Sicherheitsfirma mit P2P-Fokus und ein Nachrichtensender ohne internationale Bedeutung)? Wer zieht wie Nutzen aus so einer Nachricht? Wofür ist sowas vielleicht in Zukunft nutzbar?