Unschöne Hintergründe zu Subway

23 09 2008

Hui. In der Wirtschaftswoche gibt es einen interessanten Hintergrundartikel zum ausbeuterischen Subway-Franchise-System. Kurzfassung: Subway nuckelt übermäßig an seinen Franchisenehmern, leistet aber zu wenig und gibt keinen Gebietsschutz. Wirklich unschön.


Wie geil ist das denn? Wario schüttelt Youtube kaputt

23 09 2008

Checkt das mal aus: Wario schüttelt Youtube kaputt. Was für eine geniale Anzeige. Anzeige? Werbung? Viral? Was auch immer, es ist witzig, neu und genial. Da geht die Werbung hin. Was Nintendo dafür wohl hinblättert? (via Spreeblick)


Ginger Ale Aerosol durch die Nase einatmen

22 09 2008

Kennt ihr das lustige Phänomen, dass es viel unangenehmer ist, Ginger Ale Aerosol durch die Nase einzuatmen als etwa das von Mineralwasser oder Cola? Ich meine des Gesprenkel über einem frisch eingegossenen Glas Ginger Ale, das man sich dann durch die Nase zieht, wenn man vor dem ersten Schluck noch mal schnell einatmet. Das brennt so unangenehm, dass einem Angst und Bang wird. Cola ist ja genau so sauer wie Ginger Ale, aber offenbar macht erst das Ingwer-Aroma die Sache so unangenehm. Womit ich nicht sagen möchte, dass Cola Aerosol in der Nase ein angenehmes Vergnügen wäre…

Ich hab ja noch nie ein Näschen geschnupft, aber das muss doch noch viel unangenehmer sein, oder nicht? Kann mir jemand mal einen Vergleich zwischen Ginger Ale und zum Beispiel Koks geben? So auf das unangenehm in der Nase sein bezogen, nicht auf die gewünschte Wirkung.

P.S. Ist das Gesprudel über dem Glas eigentlich ein Aerosol? Dazu müssen die Flüssigkeitsteilchen ja eine gewisse Größe unterschreiten. Und das da über dem Glas ist schon recht grob.


Lustige DSL-Problemsuche: IPv6 und Speedport W 502V

19 09 2008

Puh. Heute war ein problematischer Tag: Es fing schon doof an, weil mir der Alex dankenswerterweise Starthilfe geben musste, weil ich gestern das Licht in meinem Auto angelassen habe. Das Warnpiepsen hatte ich wohl ignoriert, ärgerlich. Dann habe ich eine Stunde an einer Telefonanlage gebastelt, weil DSL und Telefon nicht mehr liefen, nachdem ich gestern die Verkabelung angefasst hatte. Das Telefon lief schnell wieder: Eine Lötstelle war gebrochen, das hatte der Betroffene nach kurzer telefonischer Instruktion sogar selbst beheben können. Ich war beeindruckt. Aber das DSL lief trotzdem nicht, also Außeneinsatz. Auch direkt am Hausanschluss im Keller und mit getauschtem Kabel und anderem Modem gab es keine Synchronisation. Irgendwann hatte ich alle Variablen durchprobiert und rief bei der Telekom an. Ich rufe ja nicht mehr beim Provider an, bevor ich alle Variablen durchprobiert habe, siehe hier. Aha, OK, ich resette mal eben Ihren Port… geht es jetzt wieder? Ja, läuft; na toll, hätte ich da mal früher angerufen. Aber ich hatte an dem Kabel ja rumgefummelt gestern und sowieso ist die Konstruktion da reichlich fragil, weil historisch gewachsen: Analoganschluss durch zwei Adern eines mehradrigen Kabels in einen anderen Raum in die Fritzbox, von da ISDN zurück durch ein anderes vieladriges Kabel zur Telefonanlage, die neben dem Hausanschluss hängt. Alles nur, weil der Hausherr vor vielen Jahren eben (für seine Zeit vorausschauend) nur vieladrige geschirmte Drähte gezogen hat und keine Ethernet-Verkabelung, so dass die Fritzbox in das Zimmer mit den Computern muss.

Danach gerade noch rechtzeitig zu meiner zweiten Verabredung geschafft, schon wieder DSL. Dieses mal gründlich verzögerter Wechsel von 1&1 zur Telekom mit neuem Router. Ein Speedport W 502V. Schnell angeschlossen, Zugangsdaten rein, die alten WLAN-Parameter wieder eingestellt und ab dafür. Hab ich gedacht, denn auf zwei von vier Testrechnern war der Netzzugang unfassbar zögerlich. Egal ob WLAN oder Kabel, egal ob Internet oder die Konfigurationsseite vom Router, Seitenaufrufe zögerten alle erst mal etliche Sekunden, bevor dann alles sofort da war. Keine Personal Firewall, nix. Was, außer einem Haufen Software ist auf diesen beiden Notebooks anders? Was ist ungewöhnlich? Zwei Stunden später bin dann ich auf des Rätsels Lösung gekommen: Auf beiden Rechnern war Microsoft IPv6 für Windows XP installiert. Ich weiß nicht wieso, aber es war da. Schnell mal deaktiviert und siehe da: Es fluppte wieder einwandfrei.

Mein technischer Erklärungsansatz: Der alte Router hatte mit IPv6 nichts am Hut, der neue schon und so verteilte er per DHCP auch fröhlich IPv6-Adressen und DNS-Einstellungen. An sich vorbildlich und fortschrittlich. Nur leider hat das wohl dazu geführt, dass die Browser jede DNS-Anfrage erst mal via IPv6 gestellt und erst nach einem Timeout auf IPv4 zurückgeschaltet haben. Eine recht plausible Erklärung in meinen Augen, oder bietet jemand einen besseren Ansatz?

So oder so, ich weiß schon, warum ich solche Sachen eigentlich nicht mehr anbiete und mich auf Web-Projektgeschäft und -Beratung konzentriere. Klar kitzelt es mich noch immer sehr, solche Probleme zu lösen, aber ich muss Geld verdienen. Und niemand bezahlt nach meiner Erfahrung gerne dreistellige Beträge für ein paar Stunden Knobelarbeit an kleinen Detailproblemen. Mein krassester Fall war mal ein nicht mehr startender Rechner, bei dem sich nach einem langwierigen Virenscan herausstellte, dass alle .exe-Dateien auf der Platte befallen waren. Allein diese Diagnose hat inklusive Abholen und allem drum und dran ein paar Stunden gedauert. Dann alle Daten retten, die nicht befallen waren (natürlich wie immer gaaaaaaaanz wichtige Daten und kein Backup) und das System sauber neu aufgesetzt mit möglichst allen alten Programmen und Daten. Natürlich war keine Windows XP Home OEM CD dabei (Keine Ahnung, find ich nicht, das hier ist alles, was ich hab), also musste die auch noch besorgt bzw. per kleinem Hex-Editor-Eingriff an einem Image erstellt werden. Schon ein komisches Gefühl, aus den einschlägigen Quellen eine zur vorliegenden Seriennummer passende Windows CD zu saugen und zu modifizieren, obwohl man genug Windows XP CDs da hat, nur eben nicht für die Home-OEM-Edition. Insgesamt habe ich also über einen Arbeitstag intensiv an dem Rechner gearbeitet, dessen Wert meinen normalen Tagessatz bei weitem unterschritt. Für das Geld hätte man sich einen schicken neuen Rechner anschaffen können, also habe ich nur zwei Arbeitsstunden berechnet. Im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig darüber, aber das Problem ist ja, dass die Kosten hier in keinem Verhältnis zum Nutzen standen. Also kann ich entweder viel weniger Geld nehmen und trotzdem langen Gesichtern gegenüber stehen, was reichlich bescheuert ist, oder eben etwas machen, wo ich meine gewünschten und angesichts meiner Leistung und Expertise angemessen Stundensätze realisieren kann. Man bezahlt nun mal lieber für ein neues Bad als das gleiche Geld für die Behebung eines Rohrbruchs.

Warum ich trotzdem gelegentlich noch Computerservice für Privatleute mache, obwohl ich daran viel zu wenig oder oft auch gar nichts verdiene, bzw. sogar draufzahle, wenn man in Opportunitätskosten denkt? Weil ich ein paar alte Kontakte nicht einfach abbrechen möchte und die Leute haben ja sonst niemanden und ich hab so ein gutes Herz… Also letztlich fürs Karmakonto, denn Dankbarkeit ist eine echt schöne Währung. Und nebenbei reizen mich gelegentlich auch die kniffligen Probleme, vor allem, wenn ich sie dann gelöst bekomme und auch weil ich sie lösen kann. Come get some, bastard bugs!


Dumme Lightboxen

14 09 2008

Lightboxen, also diese Dinger, die Bilder und anderes schön anzeigen, ohne ein echtes Popup zu sein, sind ja eine feine Sache. Einige Lightboxen erkennen nämlich die Bildschirmauflösung des Benutzers und skalieren die Bilder entsprechend, so dass sie so breit wie möglich sind, aber noch in den Browser passen. Eine kluge Idee an sich, wenn sie nicht von Zeit zu Zeit etwas hirnlos implementiert wäre. Ich habe eine Auflösung von 1920x1200 auf meinem 24"-Bildschirm. Diese hohe Auflösung nutze ich dazu, neben normalbreiten Fenstern noch Chatfenster, Audioplayer und solchen Kram sichtbar zu halten. Vor allem aber sehen die meisten Websites in so breiten Browsern völlig dämlich aus, weil sie nicht mal die Hälfte der Bildschirmbreite füllen. Jetzt kommt das Problem mit den kurzsichtig programmierten Lightboxen ins Spiel: Besucht mal diese moderne Seite eines Wohnwagenherstellers (via Alex) und öffnet eines der Bilder. Surft ihr mit maximiertem Browserfenster ist alles OK, tut ihr das nicht, ist das Bild breiter als das Browserfenster und ist nicht mehr sinnvoll zu erkennen.

Das dort eingesetzte Lightbox-Script ist Lightview und das macht den kapitalen Fehler, hier die Bildschirmausflösung abzufragen und nicht die Größe des Viewports (der im Browser sichtbare Bereich). Update: Das Problem tritt nur in Opera auf. Warum? Denken die Entwickler, jeder surft immer maximiert? Was ist mit Leuten, die einen erweiterten Desktop haben (mehrere Bildschirme)? Und was ist mit Leuten, die ihre Websites gezoomt anschauen? Und wie dämlich ist der gesamte Ansatz, wenn nur die Breite beachtet wird und nicht die Höhe? Die Bilder auf der verlinkten Seite haben ein 4:3-Format, so dass es auf einem Widescreen-Monitor mit hoher Auflösung zwangsläufig oben und unten abgeschnitten wird. Scrollen ist aber nicht, weil das Bild leider mitscrollt. Nett gemeint, aber völlig unzureichend umgesetzt.

Lightview ist aber nicht das einzige Script, das diesen Fehler macht, der gleiche Effekt kommt mir immer wieder unter. Meistens fällt das nicht auf, weil die Bilder nicht größer als mein Viewport sind. Aber wenn das der Fall ist zeigt sich sehr imposant, dass der Entwickler des Scripts nicht zu ende gedacht hat und so die Usability am Ende sinkt statt steigt. Das Bild wird man übrigens mit einem beherzten Druck auf Esc wieder los, oder indem man die Seite weit genug heraus zoomt.

Nachtrag 16.09.2008: Wie ich gerade feststellen musste, tritt das Problem bei Lightview nur in Opera (getestet in 9.52) auf, im Firefox orientiert sich die Bildgröße in Höhe und Breite korrekt am Viewport. Nach etwas Recherche weiß ich jetzt auch, wieso: Die von Lightview eingesetzte JavaScript-Bibliothek Prototype hat ein Problem mit der von Opera seit Version 9.5 veränderten Handabung des Viewports. Klingt kompliziert? Ist es auch. Also kurz gesagt: Lightview arbeitet korrekt, nur gibt es eine Inkompatibilität der benutzen Prototype-Version mit Opera 9.5. Das Ergebnis ist das gleiche: Usability-mäßig gut gemeint, am Ende steht aber ein dickes Minus. Ein generelles Problem mit solchen JavaScript-Spielereien, mit denen man stets vorsichtig umgehen sollte.


Ich kauf kein Seitenbacher-Müsli, rede aber drüber, immerhin

12 09 2008

Unerträglich! Aktuell läuft auf 1live wieder ständig ein Seitenbacher-Radiospot, der sich bequem ganz weit oben in der Reihe der schlimmen Seitenbacher-Werbungen platziert. Ich finde die Seitenbacher-Müslis ja an sich ganz lecker und auch attraktiv, wenn auch nicht ganz billig. Aber ich kann sie nicht kaufen, weil ich immer an das Werbung gewordene Grauen denken muss. Dem Hörensagen nach macht der Seitenbacher-Chef die Werbungen selbst und lässt sich dieses Zepter leider auch nicht aus der Hand nehmen. Aber Warum? Was hat die Gesellschaft dem Mann getan, dass er sich so grausam rächen muss?

Wenn ich jemandem den Begriff "Reaktanz" im Werbekontext erklären soll, ist Seitenbacher jedenfalls mein Lieblingsbeispiel.


Wer hat noch Probleme mit meinem Feed?

11 09 2008

Mein Bruder hat schon lange arge Probleme mit meinem RSS-Feed in Thunderbird. Diese äußern sich derart, dass immer wieder mal (mehrere) alte Beiträge als ungelesen markiert werden. Auch solche, die ich nicht editiert habe, dort ist das ja Absicht. Frage nun: Hat sonst noch jemand solche Probleme mit meinem Feed? Wenn ja, bitte mal eben einen Kommentar oder eine Mail schreiben und die Probleme spezifizieren, sowie den verwendeten Feedreader nennen.

Ich habe diese Probleme nicht, weder in Opera noch im momentan testweise von mir eingesetzten Gregarius, daher bin ich auf Eure Mithilfe angewiesen.


Es soll brennen, das Royal Club Casino

10 09 2008

Meine Herren, wer zündet endlich mal das Royal Club Casino an? Seit Wochen wirbt etwa ein Drittel meines Spam-Aufkommens für dieses fragwürdige Etablissement. Irgendein anderes Casino mit Euro im Namen ist auf Platz zwei. Das gibts doch gar nicht. Wie kann ein Spamsubjekt so einen unsinnig hohen Output bringen? Teilweise habe ich 10 Mails davon hintereinander im Posteingang, wohlgemerkt auf immer der gleichen Adresse.


Selbstständig, die BWA und die Vermieter

10 09 2008

Wenn man auf Wohnungssuche ist und wie ich selbstständig, hat man ein gemeines Problem: Vermieter gucken sich die letzten drei betriebswirtschaftlichen Abrechnungen vom Steuerberater an und entscheiden danach, ob man solvent genug ist oder nicht. Das wäre an sich kein Problem, meine BWAs der letzten drei Monate sehen im Vergleich zu Festangestellten recht gut aus. Allerdings habe ich nun ein Optimierungsproblem, das dadurch zustande kommt, dass ich für eine Steuerersparnis meinen Gewinn durch Investitionen wie etwa Bürostühle möglichst gering halten möchte, die Vermieter aber einen möglichst hohen Gewinn dort sehen wollen. Was mache ich nun?

Ich werde wohl die Investition in einen guten Bürostuhl in Höhe einer Monatswarmmiete einer angestrebten Wohnung nach hinten schieben, bis wir eine Wohnung gefunden haben. Dämlicher Grund, aber man kann von Vermietern nicht erwarten, dass sie eine BWA korrekt interpretieren und sich solche Investitionen herausdenken.

Heute haben wir übrigens eine sehr schöne Wohnung besichtigt, die würden wir sofort nehmen. Die kostet zwar genau so viel wie die Wohnung im Les Halles 2.0 und hat weder Geothermie-Fußbodenheizung noch Aufzug noch eine so hammergeile Loggia, aber ist dafür fast 20m² größer und direkt am Park gelegen. Ein guter Tausch denke ich mal. Bekommen werden wir die aber trotzdem nicht, bestimmt muss wieder unter zehn Bewerbern gelost werden, sofern da wirklich gelost wird und nicht andere Entscheidungsgründe zum Tragen kommen.

P.S. Ich frage mich übrigens immer noch, ob wir die Wohnung im Les Halles 2.0 bekommen hätten, wenn ich die sehr satte BWA vom Juli statt der nur soliden BWA vom Juni eingereicht hätte. Und ich frage mich, ob wir dann nicht in einer winzigen, aber teuren Wohnung in einer total versnobbten Wohnanlage mit Baustelle vor der Tür gelandet wären.


Ich werde diese Schallplatte nicht kaufen, sie ist zerkratzt

09 09 2008

Oh ja, irgendwie hat der Widerstand gegen ärgerlichen Kopierschutz bei Spielen ein gutes Forum gefunden: Die Amazon-Bewertungen. Aktuell fluten tausende genervter Spieler die Amazon-Bewertungen zum Spiel Spore mit 1-Stern-Bewertungen, weil sie sich nicht vom eingesetzten SecuRom Kopierschutz gängeln lassen wollen. Recht so! Das Spiel muss aktiviert werden und das geht genau drei Mal, danach muss man telefonieren und sich rechtfertigen. Die drei Mal sind schnell erreicht, denn eine neue Grafikkarte oder die Nutzung auf verschiedensprachigen Windows-Accounts (auf einem Rechner!) lassen den Zähler gnadenlos herunterzählen. Ein Unding, was man sich da als ehrlicher Käufer gefallen lassen muss, während die Nutzer von illegalen Kopien keine derartigen Probleme haben; es trifft also genau die falschen.

Daraus müsste sich doch was machen lassen. Wie wäre es mit einer Petitionsseite, wo sich jeder einträgt, der ein Spiel wegen eines ärgerlichen DRM-Systems nicht gekauft hat? Und dann trägt sich jeder ein, der ein Spiel nicht kopiert hat wegen eines ärgerlichen Kopierschutzes und noch die, die ein Spiel gekauft haben, weil sie es nicht kopieren könnten, was sie sonst getan hätten. Was ich damit sagen will: Ich bezweifle ganz stark, dass sich Spielepublisher mit sowas einen Gefallen tun, sowohl imagemäßig als auch wirtschaftlich. Nach meiner Erfahrung ist es eine ganz kleine Randerscheinung, dass jemand ein Spiel gekauft hat, weil er am Kopierschutz gescheitert ist. Bei Konsolen ist das was anderes, da funktioniert das ganz gut, aber da nervt der Kopierschutz auch nicht und man muss seine Konsole modifizieren, damit Kopien überhaupt funktionieren.

Ich kann gut verstehen, dass Spielepublisher das Kopieren ihrer Produkte unterbinden wollen, aber muss man dafür seine ehrlichen Kunden verprellen? Ich schlage schon eine Ewigkeit eine solche Aktivierung als Lösung vor, allerdings mit einem feinen Unterschied: Man muss seine Seriennummer eingeben, sonst kann man nicht spielen. Aber: Man muss seine Aktivierung auch wieder zurückziehen können. CounterStrike hat das vor vielen Jahren bereits vorgemacht: Online gespielt wird nur mit einer gültigen Seriennummer, kommt eine solche Nummer zweimal gleichzeitig vor, kommt der zweite Spieler nicht ins Spiel. Ganz einfach und für jeden akzeptabel. Geht es um Offline-Single-Player Spiele, müsste man eine Aktivierung und Deaktivierung basteln, aber das Prinzip bleibt das gleiche: Nur eine Kopie des Spiels kann gleichzeitig genutzt werden, man kann aber so oft die Aktivierung wechseln, wie man will. Valve nutzt so ein System mit dem Namen Steam und es ist eine durchaus akzeptable Lösung, auch wenn man neben dem gewünschten Spiel einen extra Steam-Client installieren muss.

Ach ja, eine weitere Sache muss sichergestellt sein: Die Aktivierungsserver müssen auch in 10 oder 20 Jahren noch erreichbar sein und Aktivierungen gestatten. Oder aber für jedes Spiel wird bei Abschaltung der Aktivierungsserver ein Patch herausgebracht, der den Aktivierungszwang aufhebt. Damit wären alle glücklich.

Also: Lasst jedes Spiel mit diesem doofen Aktivierungszwang im Regal liegen und schreibt eine Amazon-Bewertung, dass ihr das Spiel deswegen nicht gekauft habt. EA muss echten Gegenwind spüren und vor allem etwas mehr bieten als 5 statt 3 Aktivierungen bei Command & Conquer: Alermstufe Rot 3. Spore kommt hier jedenfalls schon mal nicht ins Haus.

Nachtrag 10.09.2008: Amazon hat die zahlreichen negativen Beiträge gelöscht. Das ist ja auch mal ne Reaktion. Meiner Meinung nach ist Amazon auch nicht ganz der richtige Ort für solcherlei Aktionen, zumal die 1-Stern-Bewertungen nicht das Kernprodukt bewerten. Aber gleich alle löschen? Ich schlage vor, einfach durch die Bank zwei Sterne von der Spielbewertung abzuziehen wegen des "Kopierschutzes". Das tut genug weh, aber ist nicht so hirnlos aktionistisch am Sinn der Bewertungsfunktion vorbei.

Das Wort Kopierschutz habe ich übrigens in Anführungszeichen gesetzt, weil es EA offenbar gar nicht nur um das Verhindern von Kopien geht, sondern ebenso um die Unterbindung eines Gebrauchtmarktes: Second-hand sales are a "critical situation". Daher weht also der Wind und das kann man nur erst Recht durchfallen lassen. Lasst Euch nicht verarschen, weder von der Musikindustrie, noch der Film- oder Spieleindustrie.