Geheimagent? Lösegeld?

26 05 2007

Seltsam, eben habe ich auf der anderen Straßenseite einen kleinen Asiaten mit weißer Hose und Jeansjacke beobachtet, der aus dem grünen Mülleimer an der Ampel eine Zeitung mit beiden Händen raus geholt hat, dann mehrmals die Richtung wechselte und diese Zeitung in den 10 Meter entfernten orangefarbenen Mülleimer stopfte. Danach lief er wieder etwas unentschlossen herum und fischte die Zeitung auch aus dem Mülleimer wieder heraus. Danach lief er noch etwa eine Minute auf dem Platz vor der Bank umher und ging dann mit Zeitung über die Ampel und aus meinem Sichtbereich.

Jetzt frage ich, warum jemand sowas macht? Ich würde auf Lösegeld oder einen toten Briefkasten tippen, aber dann doch nicht an der belebtesten Ecke weit und breit…


Jogblog aktuell 24.05.2007

24 05 2007

Heute bin ich satte 38km in nur 30 Minuten gelaufen, zumindest laut meinem mitgeschleppten GPS-PDA. In Wirklichkeit waren es nicht mal 5km, nach denen ich total platt war, weil ich bei der Hitze zu schnell und mit einem PDA in der Hand gelaufen bin.

Als ich mir die Wegpunkte in Google-Earth abgeguckt habe, musste ich doch staunen: Kreuz und quer entlang meiner Route über alle möglichen Dächer bin ich dann doch nicht gelaufen und meine Maximalgeschwindigkeit von 55km/h habe ich in Wirklichkeit auch nicht erreicht. Der Empfang von dem Ding beim Laufen ist völlig indiskutabel. Vielleicht kaufe ich bei Gelegenheit mal eine externe GPS-Antenne und montier sie mir auf eine Mütze, so macht das GPS-Laufen jedenfalls keinen Spaß. Oder ich lass mir einen echten Forerunner schenken.

Letzten Freitag habe ich übrigens nicht gepumpt, weil der Umkleideraum abgeschlossen war und wir fast alle auch keine große Lust hatten. Überhaupt bin ich die letzte Woche ständig schlapp gewesen und war auch nicht laufen.

Dafür borge ich mir schnell mal ein geiles Wort aus Mädels-Abnehm-Foren: Ich bin ein Uhu! Vorgestern und gestern habe ich unter hundert Kilo gewogen! Dieser Erfolg motiviert mich gerade ungemein, jetzt habe ich die 95 fest im Blick. Dafür habe ich mir in der Mensa gestern auch gleich einen Pudding gegönnt.


Unschöne eBay Erfahrungen

23 05 2007

In den letzten Wochen habe ich eine Menge schlechter Erfahrungen mit eBay im speziellen und dem Home-Order im allgemeinen gemacht. Momentan bin ich wirklich genervt.

Alles fing mit einem neuen Handy an. Als alter Siemens-Fan habe ich eins der letzten SXG75 eingecheckt. 134€ inkl. Versand geht klar für Neuware. Zwei Tage später hab ich schon das Paket in der Hand (sehr gut!) und pack es gleich aus: Möp! Der Knopf in der Mitte vom Steuerkreuz fehlt. Ich also den Verkäufer sehr freundlich angemailt und den Mangel angezeigt. Ein paar Tage später hab ich ihm das Gerät nach Absprache zurück geschickt, am 7. Tag war es laut Paketdienst da. Prima. Fast eine Woche später (ca. Tag 13) meldet sich der Typ erst auf mehrmalige Mails von mir. Auf den inzwischen von mir verschickten Wiederruf geht er nicht ein. Danach folgte eine sehr träge und mühsame Kommunikation mit allen möglichen Hinhaltetricks, bis ich heute (Tag 30) endlich meine Kohle wieder habe. Das von mir rechtmäßig eingeforderte Rückporto fehlte natürlich. Gut, dass das nur 3,85€ waren. Ich habe eine neutrale Bewertung gegeben, immerhin hab ich meine Kohle wieder nach nur 30 Tagen.

So, in der Zwischenzeit wollte ich aber so ein Handy haben und hab eins bei einem Händler um die Ecke via eBay gekauft. Der Typ reagierte gar nicht auf meine Mails und erst etliche Tage nach dem Kauf konnte ich da telefonisch jemanden erreichen. Ich also hin und bei den komischen Russen das Telefon mitgenommen. Die Frau meinte schon so verdächtig, dass ich das Telefon vorher ausprobieren soll. Wie soll es anders sein: Ich habe bisher keine UMTS-Verbindung herstellen können (trotzt fast neuer UMTS-SIM-Karte), der Empfang im GSM-Netz ist beschissen, und ob das GPS-Modul funktioniert weiß ich auch nicht. Dass die Kameras schlicht nicht funktionieren finde ich persönlich weniger lästig. Ein absoluter Fehlkauf. Trotzdem schönes Telefon. Ich werde es eine Weile behalten und mir dann ein anderes kaufen, vor allem, weil ich keine Lust habe, mit dem komischen Handy-Russen noch mal Kontakt aufzunehmen.

Zu diesem Telefon habe ich bei einem eBay-Shop dann auch ein Datenkabel und einen Autohalter gekauft, die bis heute (3 Wochen später) nicht da sind. Mal schauen, ob die noch kommen.

Dann habe ich eine Softair-Pistole gekauft, die schon beim ersten Schuss kaputt gegangen ist, bevor die Kugel abgeschossen wurde natürlich. Die Rückabwicklung hat sich auch unnötig gezogen. Das ist aber schlichtes Pech gewesen und völlig im Rahmen des Üblichen.

So. Es gibt aber auch was gutes zu berichten: Mein neuer PDA war preislich OK, der Versand ging relativ fix (Feiertag im Weg) und die Verkäuferin war sehr auskunftsfreudig. So kann eBay laufen. Schönes Gerät übrigens.

Und morgen kommen hoffentlich die neuen Knarren.

Gelernt: eBay-Händler im Handymarkt sind fast alle scheiße (besonders die Murats und Ivans), mit Privatverkäufern hatte ich hingegen noch nie Probleme.


Peinlich: Symantec

22 05 2007

Meine Herren. Symantec (Norton Antivirus) baut seit Jahren den so ziemlich nervigsten und unbeliebtesten Virenscanner, der aus unerfindlichen Gründen aber wohl noch immer Marktführer ist. Vor allen kommen die Signaturupdates deutlich später als bei vielen anderen Herstellern. So viel zur Vorgeschichte.

Vor einigen Wochen brachte Avira ein fehlerhaftes Update heraus, das eine Windows-Datei unkorrekt als Virus erkannte und so für einige Verwirrung sorgte. Bereits eine Stunde später wurde ein weiteres Update nachgeschoben, dass diesen Fauxpas behob. Alles easy also.

Das hielt aber einen Symantec-Mitarbeiter auf der Hobbytronic in Dortmund nicht davon ab, in etwa folgendes zu sagen: Unsere Updates kommen zwar nicht so schnell wie bei anderen Herstellern, dafür testen wir auch alle Updates ausreichend. Dieser süffisante Seitenhieb ist mir damals schon sehr sauer aufgestoßen. Aus der Not eine Tugend zu machen kann manchmal sehr offensichtlich sein.

Nun begab es sich aber gestern, dass Symantec in China ein Update auslieferte (Beitrag bei winfuture.de), dass auf den davon betroffenen Rechnern die Windows-Installation so schwer beschädigt, dass ein Neustart mit einem Bluescreen abbricht und dieser Zustand nur mit der Wiederherstellungskonsole behoben werden kann.

Insgesamt bedarf diese äußerst peinliche Konstellation meiner Meinung nach nicht einmal eines Kommentars. Ich wüsste auch nicht, was ich dazu noch sagen sollte. Sowas kann natürlich jedem Hersteller passieren, aber in Anbetracht der blöden Kommentierung des Symantec-Schmierlappens auf der Hobbytronic stellt sich bei mir eine gewisse Genugtuung ein.

Nachtrag: Ich war nur auf der Hobbytronic, weil sie im Eintrittspreis der Intermodellbau inbegriffen ist. Machts aber auch nicht besser, oder?


Das Taxiteller-Phänomen

20 05 2007

Kennt ihr das Gericht Taxi-Teller? Man bekommt es in immer mehr Pommesbuden für relativ kleines Geld: Currywurst, Gyros und Pommes um die 5€. Der Witz daran ist folgender:

  1. Das ist eine wirklich leckere Kombination
  2. Der Preis ist echt fair
  3. Es steht nirgendwo offiziell auf der Speisekarte, sondern immer nur auf Kreidetafeln, computerausgedruckten Aushängen oder einfach nirgendwo
  4. Niemand weiß, warum er so heißt und wo er her kommt

Alles in allem also eine wirklich phänomenale Erscheinung, dieser Taxi-Teller. In der deutschen Wikipedia steht in einem Eintrag über Imbissbuden folgende Information über den Taxiteller:

Im Ruhrgebiet wird unter der Bezeichnung „Taxiteller“ eine Kombination aus Pommes mit Mayo, Currywurst mit Tunke und Gyrosfleisch mit Tzaziki verkauft.

Ich habe dazu mal meine alte Pommesbudentante in Garath befragt und bekam als Antwort, dass eine Bekannte (auch Pommesbudentante) aus dem Pott (Bochum oder so) das Gericht im Angebot hat und sie das nur übernommen hätte, weil es plausibel klang. Meine aktuelle Stammbude hat übrigens neulich sogar neue Speisekarten drucken lassen (mit angehobenen Preisen) und auch da den Taxi-Teller nicht erwähnt. So bleibt der Taxi-Teller (ich schreibe ihn vorzugsweise mit Bindestrich) auch weiterhin das Underground-Gericht. Gut so.

Nebenbei erwähnt: Ich bin im StudiVZ nun Mitglied der Gruppe "Onkel Gazi's Yede-Gör", da ich ja bekennender Fan der gleichnamigen Dönerbude am Worringer Platz bin: "Unser Döner ist Super mit Soße Spitze!" Nirgendwo bekommt man so einen leckeren Döner in so kurzer Zeit. Länger als 30 Sekunden wartet man quasi nie auf seinen Döner.


RTL Samstag Nacht Retrospektive

19 05 2007

Gestern habe ich bei Youtube einer spontanen Eingebung folgend nach "Spocht" gesucht und ganz viele Folgen Spocht, Far Out, Kentucky Schreit Ficken und Zwei Stühle eine Meinung gefunden. Wenn man bei Youtube einmal angefangen hat, den Related-Links zu folgen hat man verloren.

Ich hatte ganz vergessen, wie genial RTL Samstag Nacht war. Ich habe damals (mit 15 und 16) jeden Samstag Abend vor der Glotze verbracht, weil man es einfach nicht verpassen durfte. Spocht war immer mein Liebling, deswegen verlinke ich als Einstiegsdroge eine gute Folge davon:

Warung: Folgt nicht den Links, ihr kommt nicht mehr los.

Wirken lassen

18 05 2007

Schaut Euch mal diesen Song an und lasst ihn eine Weile wirken (während Ihr die Kommentare lest):

http://www.sinn-frei.com/loituma_3002.htm, gibt auch den passenden Text dazu.


Virales Marketing mal in gut

16 05 2007

Gerade kommt von Ritze ein superduper Link rein: http://www.homeandbody.philips.com/bodygroom/de/de/.

Virales Marketing kann wirklich gut sein ohne die Leute mit verdeckten Nachrichten zu verarschen. Natürlich muss man sowas authentisch machen und ganz klar den Sender der Botschaft markieren. Dieser Aspekt wird leider viel zu oft von Amok laufenden Marketingfritzen (natürlich mit ganz doll hipper Brille!) missachtet.

Zum Produkt: Meine Intimrasur erledige ich mit ganz billigen Einwegrasierern mit verwegenen zwei Klingen von dm. Funktioniert prima und vor allem besser als der Mach3, den ich vorher hatte – warum auch immer. Früher konnte ich das mit meinem alten Braun Elektrorasierer machen, aber seitdem ich den super tollen (keine Ironie) neuen gekauft habe, habe ich mir schon ein paar mal mit dem Integralschneider schmerzlich und blutig gezwickt. Das tut weh, sage ich Euch. Viel schlimmer, als jeder kleine Rasierschnitt mit dem Nassrasierer, den man meistens nur am Blut im Handtuch bemerkt.

Der wichtigste Grund aber, warum ich da nicht mehr trocken rasiere ist ein ganz anderer: Wohin mit den abrasierten Haaren? Das ist echt eine Sauerei. Bei der Nassrasur verschwinden die Dinger so schön im Abfluss, bei der Trockenrasur wird man die trockenen Resthaare aber kaum los. Überall findet man noch welche. Ätzend. Und einen Elektrorasierer mit in die Dusche zu nehmen… dazu kann ich mich nicht durchringen.

Schade, dass ich mit fast allen Philips-Produkten in meinem Leben bisher irgendwie unzufrieden war. Gute Produkte an sich, aber im Detail gab es immer irgendwas, was total genervt hat. Beispiel Sonicare-Zahnbürste: Dass sie nach etwas über zwei Jahren einfach von einem Tag auf den anderen nicht mehr ging war schon lästig. Aber Ätzend war, dass man die Bürstenköpfe kaum von innen reinigen konnte und sich dort ekelhafter Schimmel und sonstiger Knarst angesammelt hat. Die zweite Gereration hat das etwas eleganter gelöst und sowas wie Gummidichtungen vorgesehen, was immerhin leidlich funktioniert. Aber gegen die super simplen Bürstenköpfe meiner aktuellen Braun Sonic Complete kann das System nicht bestehen, auch preislich nicht. Bei der Braun gibt es nur ein einziges lästiges Problem: Wenn der Akku leer ist, geht sie ohne Vorwarnung einfach aus. Kann sein, dass andere Leute ihre Bürste stets auf der Ladestation stehen haben, ich jedenfalls nicht.

Nachtrag vom 05.08.2007: Nachdem inzwischen zwei weitere Sonicare Elite von meiner Freundin einfach so von einem Tag auf den anderen nicht mehr funktionierten (zusätzlich zu meiner ersten Sonicare damals), bin ich von Philips-Produkten völlig ab gekommen. Sie benutzt jetzt meine Braun mit und ihr neuer Epilierer ist auch aus diesem Grund von Braun und nicht von Philips.


Jogblog aktuell 08.05.2007

08 05 2007

So, Freitag "pumpen", Sonntag ca. 10,5km in 1:10h mit Wolfsschlucht, heute 11km in 1:15h wieder mit Wolfsschlucht. Der Umweg ist gar nicht so groß.

Am Wochenende wirklich viel gefressen und fast ein Kilo wieder zu genommen. Mist.


Wer benutzt Toolbars?

07 05 2007

Immer wieder sehe ich auf verschiedensten Rechnern irgendeine Toolbar installiert. Sei es die Google-Toolbar, MSN, Yahoo, ICQ oder was auch immer. Vielleicht gar die gruselige, aber konsequent weiter gedachte Idee: Google-Desktop. Die Fragen, die sich mir dann immer stellen, sind folgende:

  1. Wer zur Hölle braucht diese Toolbars?
  2. Sind die absichtlich auf den Rechner gekommen?
  3. Werden sie überhaupt benutzt?
  4. Sind sie dem Computerbesitzer überhaupt aufgefallen?
  5. Warum sind auf den schwächsten Rechnern (gerne mit nur 256MB oder gar nur 128MB RAM ausgestatteten) die meisten Toolbars zu finden, die am wenigsten benutzt werden? Ganz abgesehen von den mehreren Instant Messengern, den ausgeschalteten automatischen Updates und all den anderen schönen Gruseligkeiten.

Ich habe wirklich noch niemanden gesehen, der eine dieser ständig laufenden Toolbars benutzt hätte. Der allereinzige sinnvolle Einsatz ist doch die Anzeige des Google-PageRank (zum Preis eines minutiös aufgezeichneten Surfprofils). Suchfelder sind in jedem besseren Browser zu finden und die komischen anderen Funktionen braucht man nicht ständig nur einen Klick entfernt zu haben. Für sowas gibt es Bookmarks, wenn man denn nun unbedingt das tolle XY-Spiel so liebt.

Absichtlich oder nicht ist ebenfalls so ne Frage. Die Auskenner ist ein witziger Schnelltest, ob Leute wirklich auch nur im Ansatz ihren Computer im Griff haben. Und Aufgabe eins ist schon sehr gut: Installier ein Windows mit allen nötigen Programmen, ohne Dir eine (in dem Fall die Google-)Toolbar aufschwatzen zu lassen. Da geht es schon los. Ich bezweifle ernsthaft, dass auch nur 10% der User so eine Toolbar aus freien Stücken installiert haben.

Nun zur letzten Frage: Sind Leute, die so einen alten Computer benutzen besonders anfällig für bösartige und unnütze Software? Wenn ich mir die Leute angucke, die mit so alten Gurken (6-10 Jahre sind da keine Seltenheit) arbeiten, dann muss ich leider deutlich einen Zusammenhang feststellen zwischen der Weigerung, sich angemessen auf die Technik einzulassen und dem Alter der verwendeten Hardware. Klar gibt es auch Leute, die sich nach zwei Jahren einen neuen Computer kaufen, weil die ganzen Toolbars den alten Aldi-PC soooo langsam machen und sie keinen Bock haben, da einfach mal aufzuräumen. Das sind Leute, für der Computer eine gewisse Wichtigkeit einnimmt, die aber trotzdem keine Lust haben, sich darauf ernsthaft einzulassen und die vor allem genug Geld für solche Spielchen haben. Bei dieser Gruppe finde ich übrigens regelmäßig die meiste überflüssige Software neben der Uhr.