Finetunes Musikvertrieb
Geschrieben von Gregor Nathanael Meyer um 11:4716 09 2006
Also der gestrige Download hat mich nicht los gelassen, also habe ich noch etwas weiter gesucht. Die Bestellbestätigung kam von finetunes.de. Also mal schauen, was das wohl ist. Aha, ein Musikshop, der OGG und MP3 verkauft. Musik von Indie-Labels. Noch etwas weiter gewühlt und aha: Finetunes Solutions bietet auch andere Dienstleistungen rund um den Musikvertrieb. In der Firmenphilosophie steht beispielsweise folgende Überschrift:
Peer to Peer mit den eigenen Waffen schlagen.
Ja genau. Das ist es, mehr nicht. Wenn man nicht möchte, dass Leute eine für sie attraktive Sache machen, dann muss man ihnen eine mindestens so attraktive Alternative bieten. In Tauschbörsen bekommt man umsonst, illegal, nicht sonderlich fix, nicht stabil, aber dafür meistens sehr gut Musik. Also packt man da an. Man macht nichts schlechter, dafür an Kritikpunkten besser. Man muss ja den Nachteil der auftauchenden Kosten kompensieren. Also macht man etwas, das zwar nicht umsonst ist, aber dafür fix, legal, stabil und sehr gut. Also korrekt getaggt, gute Coverbilder, Metainformationen und vor allem muss das auch das anbieten, was die Leute sonst in der Tauschbörse ziehen würden. Und da sind nicht die Shops und Dienstleister gefragt, sondern die Labels.
Am Ende sind es – immer noch – die Kunden, die die Entscheidung für oder gegen den kostenpflichtigen Download treffen.
Ach ja, Finetunes beliefert auch andere Download-Portale, wenn ich das auf die Schnelle korrekt sehe alle großen. Musicload und iTunes übrigens auch. Man kann also jedem Kunden dieser Läden nur dringend ans Herz legen, vor dem Kauf eines Liedes oder Albums mal bei Finetunes im Shop zu schauen, ob es die jeweilige Musik dort nicht fürs gleiche Geld auch ohne DRM-Scheiß gibt.
Kategorien : Computer-und-Technik
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